Donnerstag, 13. Januar 2011

[Rezension] Charlotte Link - Schattenspiel


Charlotte Link - Schattenspiel

Goldmann - Verlag
ISBN: 978-3442420162
528 Seiten - Taschenbuch


David Bellino lädt zum Jahreswechsel 1990 seine vier Freunde aus Schultagen ein: Gina, Natalie, Mary und Steve. David hat dafür einen besonderen Grund. Seit Monaten schon erhält er Briefe, in denen sein Leben bedroht wird. So dauert es auch nicht lange, bis David die Bombe platzen läßt - er hat sie eingeladen, weil er überzeugt ist, daß einer von ihnen ihn umbringen will. Nicht nur seine vier ehemaligen Freunde, sondern auch seine Lebensgefährtin Laura ist schockiert durch diese Ankündigung. Und noch am gleichen Abend wird David tatsächlich umgebracht. War es einer seiner vier ehemaligen Freunde oder Laura? Oder doch tatsächlich die Einbrecher, die ebenfalls an diesem Abend am Tatort erschienen sind?

Zuerst war ich ein wenig irritiert über dieses Buch, denn ich finde, es ist ein etwas anderer Stil, den Charlotte Link hier in diesem Buch verewigt. Denn nach dem Tod von David fängt die Ermittlung des Kommissars an, der von David hübsch vorbereitet Lebensläufe zu allen vier Freunden findet.

Nun lernt man erst einmal die Geschichten der vier ehemaligen Freunde kennen. Wie kleine abgeschlossene Geschichten innerhalb des Buches. Am Ende jeder Geschichte aber wird erkennbar, daß jede der vier Personen tatsächlich einen Grund hätte, David umzubringen. David hat nachhaltig das Leben aller vier Menschen beeinflusst.

Doch im weiteren Verlauf des Buches fragt sich nicht nur der Leser, sondern auch die vier Freunde, ob ihr verkorkstes Leben wirklich Davids Schuld war, oder ob sie es sich nicht zu einfach gemacht haben und ihm die Schuld in die Schuhe geschoben haben, statt zu kämpfen.

Aber auch Lauras Leben wird näher betrachtet - ein ehemaliges Mädchen aus der Bronx, die mit David das goldene Los gezogen hätte, würde sie wirklich aus ihrer Haut heraus können. Und würde es da nicht Ken geben, der ihre Hilfe braucht und den sie scheinbar immer noch liebt.

Aber auch die Einbrecher kommen im Verlauf des Buches näher an den Leser heran und irgendwann schließt sich dann ein Kreis.

Das Ende - man könnte es erahnen, aber auch doch wieder nicht. Das ist wirklich typisch Charlotte Link. Man glaubt zu wissen, wer der Täter ist, dann weicht man aber doch wieder ab aufgrund der Handlung, kehrt dann zum Ausgang zurück und landet wieder dort wo man schon war, um gleich wieder alles über den Haufen zu werfen.

Alles in allem fand ich das Buch zwar abweichend von den bisherigen Büchern, die ich von Charlotte Link gelesen habe, dennoch aber nicht schlechter. Es war zu keiner Minute langweilig, sondern fesselte einen ans Buch, da man unbedingt mehr von den Personen und vom Motiv erfahren wollte.

Auch wenn das Buch schon von 1991 ist, eine absolute Kaufempfehlung für Freunde von Charlotte Link!

Leider hab ich Euch diesmal keinen Satz mitbringen können, denn kaum hatte ich die letzte Seite gelesen, wurde mir das Buch auch schon aus den Händen gerissen ;)

1 Kommentar:

  1. Charlotte Link lese ich so so gerne !! Ich habe jetzt ein Ereader und das dumme ist, das ich keine deutsche Ebücher kaufen kann weil ich in Holland wohne. Ich finde das einfach blöd, und sehr schade, denn ich lese auch so gerne deutsche Bücher :-( Vielleicht muss ich dieses Buch dann doch 'auf Papier' kaufen ....

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