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Mittwoch, 4. März 2015

[Rezension] Andrea Hackenberg - Schnucken gucken

Verlag: Knaur
Taschenbuch (2.2.15): KLICK - 8,99 € - 336 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Andrea Hackenberg kam 1973 zur Welt und wurschtelt sich seitdem so durch. Sie ist Journalistin. Ein paar Jahre lang tingelte sie als Lokal-Reporterin durch die Lüneburger Heide, bis sie bei einem dienstlichen Termin bäuchlings im Schweinemist landete und beschloss, den Glamour-Faktor in ihrem Leben anzuheben. Der Wechsel ins Beauty-Ressort einer Frauenzeitschrift brachte dann die erwarteten Gratis-Kosmetikproben, aber keine Zufriedenheit mit sich. Mittlerweile arbeitet Andrea für ein Fachmagazin. In ihrer Freizeit kauft sie hohe Schuhe, bemüht sich vergeblich, darin zu laufen - und schreibt Geschichten über Frauen, denen das besser gelingt als ihr.
www.andrea-hackenberg.de




Inhalt:
Billi Sander erlebt gerade, wie sich alles unter ihren Händen auflöst. Zu tief hat sie sich diesmal in eine Sache gekniet und da ihr sämtliche Beweise verloren gingen, muss die Enthüllungsreporterin ihre Kündigung hinnehmen. Doch was fängt man nun an ... sie entscheidet sich vorerst zurück in ihre alte Heimat zu gehen. Hier nimmt sie einen Job bei der Lokalzeitung an, eigentlich nur, weil ihr nichts anderes übrig bleibt. Und ausgerechnet ihr Exfreund ist einer ihrer Vorgesetzten. Das passt ihr gar nicht. Doch Billi hofft, bald Beweise für die Story zu finden, die ihr alles versaute und dann so schnell wie möglich wieder das Weite zu suchen.


Meine Meinung:
Ein schöner, unterhaltsamer Roman, der einem ein paar entspannte Stunden schenkt. Ein bisschen Spannung, ein paar unvorhersehbare Entwicklungen, eine gute Prise Humor und ein bisschen was fürs Herz. Nahezu ein Erfolgsgarant.

Was mir sehr gut gefiel, waren die so ganz unterschiedlichen Charaktere in diesem Buch. Billi war für mich hier und da etwas hilflos, naiv, aber auch sehr sympathisch. Ein Typ, mit dem man im realen Leben wohl sehr gut klar kommen würde als Freundin. Nicht das typische Gezicke von Frauen, sondern eher harmonisch nett.

Billis Schwester Franzi - eine hoffnungslose Kleptomanin - hat mich sehr oft zum Lachen gebracht. Man konnte ihr und ihren Taten gar nicht böse sein. Und ehrlich gesagt tat sie mir hier und da auch leid. Denn die Autorin zeigt trotz allem Humor behutsam, dass es sich um eine wirkliche Krankheit handelt und wie unglücklich die Menschen selbst damit sind. Dieses Einfühlungsvermögen hat mir sehr gut gefallen.

Aber es gibt auch ein paar Charaktere, die mir nicht so lagen - aber sind wir mal ehrlich .. ohne die wären die anderen nicht so liebenswert und der Inhalt nicht selten eine ganze Ecke langweiliger. Denn nur wo Gegensätze sind, ist auch Spannung.

Der  Humor der Autorin gefällt mir sehr gut, auch wenn ich jetzt nicht herzhaft lachen konnte, so brachte er mich hier und da doch so zu ausgeprägtem Schmunzeln. Ich mag das. Ein ganzes Buch voller gewollter Witze würde mich sehr schnell langweilen. Dann nehme ich lieber wie hier immer mal etwas, was mich wieder aufheitert und sich perfekt in den Rest der Geschichte einfügt.

Und auch die gefühlsstärkeren Ereignisse in diesem Buch gefielen mir sehr gut, sie waren nicht kitschig, sondern schön und realitätsnah.

Übrigens fand ich es sehr erheiternd zu erfahren, was Schnucken gucken - und noch mehr - bedeutet ... ich kannte das bislang nicht *lach*

Trotz allem hat mir irgendwas gefehlt .. eine Prise, die mir das Buch in Erinnerung halten wird, ohne dass ich begründen könnte, was es ist. Daher kann ich hier auch keine vollen Punkte geben.

Fazit:
Ein schöner, unterhaltsamer Roman für ein paar unterhaltsame Stunden. Freche Frauen, etwas Humor und ein bisschen fürs Herz geben eine ausgewogene Mischung für eine empfehlenswerte Geschichte.

Es gibt übrigens auch einen sehr schönen Trailer:




Meine Wertung:







Montag, 23. Februar 2015

[Rezension] Susann Kaye Quinn - Closed Hearts - Mindjack #2

Achtung, dies ist Band 2!!

ebook (Jan 15): KLICK - 3,49 € - 283 Seiten
Genre: Science Fiction / Fantasy
Altersempfehlung: ? - ab 16 Jahren

Die Autorin:
Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA und NCAR. Jetzt wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarte "Autorin und Raketenwissenschaftlerin" und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln.





Inhalt:
Seit Kira klar ist, dass sie anders ist, läuft ihr Leben nicht mehr so, wie sie es sich gewünscht hat. Seit der Veröffentlichung, dass es Mindjacker gibt, die die Gedanken anderer steuern können, fürchten sie die Leser und hassen sie die Jacker. Sie versteckt sich mit ihrer Familie, trennt sich scheinbar von Raf um ihn zu schützen, doch die wirklich Mächtigen kann sie nicht austricksen. Und so dauert es nicht lange und Raf ist in tödlicher Gefahr und Kira tut alles, um ihn aus den Fängen des FBI wieder herauszuholen. Auch wenn sie dafür mit den Jackern gemeinsame Sache machen muss.



Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches sehr schwer getan und dann das Buch für ein paar Tage zur Seite gelegt.

Ich fand es recht langwierig, die ganzen Verschwörungen, das Planen eines Einbruchs um Raf zu befreien, dann das, was sich innerhalb abspielte nahm so viele Seiten in Anspruch, war aber für mich überhaupt nicht fesselnd.

Als ich das Buch dann wieder zur Hand nahm, veränderte sich die Handlung ein wenig und ab der Hälfte konnte es mich dann doch wieder fangen und mitreißen. Jedoch weit weniger als der erste Teil.

Es ist schwer für mich zu erklären, warum das so war. Ich fand es zu strategisch, zu wissenschaftlich. Ohne großartige Emotionen - zumindest keine, die mich berührten, dafür mit viel hin und her.

Was mir aber sehr gefiel, war Kira selbst. Sie entwickelt sich in diesem Buch. Lernt, versteht, akzeptiert und macht damit eine ziemliche Wendung mit. Trotzdem bleibt sie sich immer noch selbst treu. Überhaupt mag ich sie sehr gern, denn sie steht zu denen, die sie liebt. Egal, was andere darüber denken und dazu sagen. Doch sie merkt auch, wann sie einen Schlussstrich ziehen muss, wann es einfach zu gefährlich wird. aber es ist nicht immer einfach, seinen Weg zu gehen, wenn alle Umstände dagegen sprechen.

Raf tritt in diesem Buch, wie ich finde, in den Hintergrund. Nach wie vor halte ich ihn für einen tollen Charakter. Doch meiner Meinung nach passt er leider überhaupt nicht mehr in Kiras aktuelles Leben. Dafür tritt Julian stärker hervor. Doch obwohl ich ihn mag und sehr interessant finde, könnte ich jetzt nicht sagen, ob er nach meinem Gefühl zu Kira passen würde .. für mich steht er noch etwas über den Dingen. Ich weiß nicht ganz, wo ich ihn einordnen soll.

Und so kommt es, dass allein durch ein paar Personen, mich das Buch trotzdem festhält. Ich muss es einfach zu Ende lesen und wie schon gesagt, wurde ich ab der Hälfte dann auch wieder für mein Durchhalten belohnt. Ich freue mich auf den finalen dritten Teil und hoffe, dass er mich dann wieder von Anfang an begeistern kann.

Fazit:
Der zweite Teil beginnt für mich sehr langatmig und kann mich nicht packen. Nach einer Pause nehme ich die zweite Hälfte in Angriff und werde dann doch wieder mit Spannung belohnt. Allein die Charaktere sind es, die mich wieder zurückkehren lassen und die es mir auch bestätigen, sie sind es einfach wert, nicht ignoriert zu werden und ich freue mich auf den dritten Teil! Meine Wertung würde bei 3.5 liegen. Da mir 3 aber zu wenig wären, habe ich mich für 4 entschieden.

Meine Wertung:




Hier noch einmal beide Teile:





Sonntag, 8. Februar 2015

[Rezension] Kat Kruger - Die Nacht hat Krallen

Band 1 einer Trilogie

Verlag: cbt
Taschenbuch (13.10.14): KLICK - 8,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Genre: Paranormal / Werwölfe / Jugendbuch

Die Autorin:
Seit ihrem Studium an der Mount Saint Vincent University in Halifax arbeitet Kat Kruger freiberuflich als PR-Beraterin und Autorin. Ihr Debütroman DIE NACHT HAT KRALLEN wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrem Ehemann in Kanada.







Inhalt:
In sein Austauschjahr in Paris legt Connor alle Hoffnungen. Endlich einmal nicht der Außenseiter zu sein, ist sein größter Wunsch. Doch schon bald wünscht er sich, SO nicht dazuzugehören. Aufgenommen von seinen Gasteltern, die sich als Werwölfe entpuppen, gerät er in ein Netz von Kreaturen, die große Konflikte mit sich herum tragen.  Denn Werwolf ist nicht gleich Werwolf. Hier scheint es einen ganz erheblichen Unterschied zu geben, zwischen so geboren und verwandelt. Doch eigentlich möchte Connor gar nicht wirklich was davon wissen, denn schließlich ist es nicht sein Konflikt. Doch dann gerät er in die Hände eines durchgeknallten Forschers, dessen Hauptziel es ist, die Wölfe zu vernichten. Und Connor soll ihm unbewusst dabei helfen.

Meine Meinung:
Hmm, ja ... ok. Ich bin mal wieder etwas zweigeteilt. Erhofft hatte ich mir mal wieder einen wirklich tollen Roman über paranormale Wesen mit ihrer einzigartigen Faszination.

Statt dessen bekam ich als Hauptpersonen drei Jugendliche, die voll mit Problemen waren. Probleme der Pubertät, auf dem Weg sich selbst zu finden - oder eben nicht. Ungeklärte Beziehungen und Dramen. Zickige Verhaltensweisen - die, vielleicht geheimnisvoll wirken sollten, mich aber eher nervten. Eifersüchteleien und Connor, aus dem man eh nie ganz schlau wurde. Gewürzt mit 2 Gasteltern, die mir auch nicht wirklich sympathisch waren und deren Rolle sich erst nach und nach herausstellte, wenn auch nur teilweise.

Was mich persönlich am meisten störte war eigentlich das viele Geschwafel über diese und jene Wölfe, wie sie entstanden sind, wie hier mit Genen gearbeitet wurde. Immer in meinen Augen nichts halbes und nichts ganzes. Viele Sachen waren für mich einfach nur umrissen .. wie z.B. ein Ausflug in die Unterwelt. Meiner Meinung nach hätte man das viel mehr ausschmücken sollen. Die Hintergründe, die Schilderungen ausweiten, um dem Ganzen das Gewicht zu verleihen, das es augenscheinlich hatte. Doch was für mich hier mit einer der wichtigsten Momente in der Geschichte zu sein scheint, scheint für die Autorin nicht so wichtig zu sein, als von Hü nach Hott zu hüpfen, hier mal etwas Vergangenheit - natürlich nur in einem Absatz umrissen - dann wieder in der Gegenwart eine Zickerei von Madison, dann mal wieder einen Ausflug in die Gefühlswelt der Gasteltern. Aber alles immer nur Häppchenweise. Dafür andere Sachen dann so ausführlich, dass es zum Gähnen animierte.

Die Hauptperson ist ganz klar Connor, jedoch sind Madison und Josh, seine vermeintlichen Freunde und auch seine Gasteltern so präsent, dass eigentlich alle 5 die Hauptrollen spielen. Warm geworden bin ich eigentlich mit keiner. Gemocht hab ich ehrlich gesagt auch keinen wirklich. Sie machten es einem allerdings auch schwer.

Die Autorin hat, wie ich lesen konnte, bereits mehrfach Auszeichungen erhalten .. ich frage mich allerdings wofür. Ich schätze, es ist einfach mal wieder ein Buch, das mir persönlich nicht liegt, in dem andere aber was auch immer sehen, das für Auszeichnungen reicht. Versteht mich nicht falsch. Es war jetzt nicht massiv schlecht, es plätscherte mit Unwichtigem etwas vor sich hin, wichtiges wurde nur angerissen - wahrscheinlich soll hier die Spannung für die nächsten zwei Teile erhöht werden. Dennoch konnte man es bis zum Ende lesen. Allerdings .. die nächsten Teile werde ich definitiv nicht lesen. Für mich endet die Reihe hier.

Ich hätte am liebsten 2,5 Punkte gegeben .. geht nicht, daher 3, denn für 2 wars dann doch nicht schlecht genug für mich.


Fazit:
Ein Auftakt einer Reihe, die mich leider nicht überzeugen konnte. Nichtssagende Protagonisten mit für mich zu viel pubertären Problemen und zu viel zu kurz angerissene Erklärungen, gepaart mit viel zu ausführlichen, langweiligen Verhaltensweisen der Jugendlichen. Das Buch konnte mich einfach nicht fesseln und die Fortsetzungen werde ich nicht lesen.


Meine Wertung:





Mittwoch, 17. Dezember 2014

[Rezension] Jordan Dane - Indigo - Der Aufstand

Achtung, dies ist Band 2 der Reihe!

Verlag: DARKISS
broschiert (10.11.14): KLICK - 10,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 10,99 €
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Genre: Fantasy / Paranormal

Die Autorin:
Schon als Kind hat Jordan Dane gern gelesen. Dennoch hat sie einige Jahre bei einem Energiekonzern gearbeitet, bevor sie ihre Liebe zum Schreiben entdeckte. Jordan reist gern, liebt gutes Essen und Kochshows und lebt in Texas, wo sie ihre mehrfach preisgekrönten Romane schreibt.








Inhalt:
Sie sind auf der Flucht, werden gejagt von den Believern, die nur das eine wollen: Diese unnatürlichen Kinder vernichten, denn etwas wie sie darf nicht existieren. Doch Gabe versucht alles, um sich gegen sie zu stellen, denn seine Gabe hat sich verändert und er versucht die Macht zu bündeln. Doch er hat auch Angst, sich dem Anführer der Believer zu stellen, denn mit ihm verbindet ihn etwas, von dem er sich am liebsten lösen möchte. Doch dann nimmt eine andere Art von Macht ihn in seinen Bann. Er ist nicht mehr allein, doch er kämpft nicht dagegen an, sondern sucht einen Weg, dort Hilfe zu geben, wo es fast unmöglich scheint. Doch ob er es noch rechtzeitig schaffen kann? Denn das Grauen rund um Station 8 wird schlimmer und schlimmer.

Meine Meinung:
Also ehrlich gesagt habe ich mich mit diesem Teil sehr schwer getan. Und ich weiß auch nicht, ob ich das Buch unbedingt 14-jährigen empfehlen würde. Denn knapp die erste Hälfte des Buches spielt viel im Labor, wo eine Ärztin Versuche an einem der Indigokinder durchführt - und ehrlich gesagt fand ich es doch sehr hart und brutal. Und da es über so einen weiten Teil im Buch ging, fand ich es zusätzlich leider auch noch sehr zäh und öde ... mir liegt einfach auch nichts daran, ewig über Folterungen zu lesen - so kamen sie mir jedenfalls vor.

Doch aufgeben kam nicht in Frage, dafür fand ich ja Teil 1 viel zu gut. Und glücklicherweise behielt ich Recht. Ab der Mitte ungefähr wandelten sich die Inhalte, kamen mehr und mehr andere Orte und Figuren hinzu und es wurde richtig spannend und mitreißend und ich konnte wieder das erleben, was mir am ersten Teil so gut gefiel.

Und als ich mit dem Buch dann fertig war, fand ich es richtig schade und hoffe sehr, dass die Reihe fortgeführt wird.

Nach wie vor bin ich total fasziniert von den Indigokindern und natürlich auch von den Kristallkindern und ich würde doch zu gerne mal so einen Menschen kennenlernen, die die Autorin so inspirierten, dass sie hier eine ganz eigene Welt erschuf. Die Fantasie darüber, was die Kinder können, wie einzigartig ihre Gaben sind, das ist es, was einen so an den Büchern fesselt .. sicherlich birgt sich ein Funke Realität dahinter, ganz sicher nicht in dieser Ausprägung und dennoch kann man es sich vorstellen, hält es nicht für unmöglich. Und gerade das macht es so spannend, wie ich finde.

Die Autorin hat hier so eine Vielzahl der unterschiedlichsten Kinder .. naja, bzw. eigentlich schon Jugendlichen gezeichnet, dass man damit wohl unendlich viele Bände füllen könnte. Ich bin gespannt, ob sie noch intensiver auf einzelne eigehen wird oder ob sie wie bisher eher weiter über die gesamte Gruppe schreibt und hierbei nur einige hervorhebt - möglich wäre wohl alles.

Das Buch ist in sich abgeschlosseen .. es lässt für mich keine Frage offen, die Reihe könnte damit beendet sein. Ich hoffe aber wirklich, dass es weitere Bände geben wird.

Fazit:
Auch wenn der zweite Band für mich etwas langatmig und nicht so verfolgenswert begann, entwickelte er sich im Laufe der Geschichte doch sehr zu seinem Vorteil und wurde dann doch so spannend wie der erste und riss mich mit. Ich fand ihn allerdings sehr grausam und weiß nicht, ob ich es wirklich einem Vierzehnjährigem empfehlen würde.

Meine Wertung:




Hier noch einmal beide Teile:





Montag, 15. Dezember 2014

[Rezension] Sina Müller - Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe

Dies ist Band 1 von 2

Amrun Verlag
Taschenbuch (15.10.14): KLICK - 12,90 € - 338 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Altersempfehlung: ab
Genre: Romance

Die Autorin:
Viele Autoren fingen früh zu schreiben an. So auch Sina Müller, die mit Vorliebe Spickzettel schrieb und kurze Nachrichte an ihre Freundinnen im Unterricht hin und her schickte. Mit dem belletristischen Schreiben sollte es aber erst später losgehen. Während ihrer Arbeit im Marketing, entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Doch die Werbetexterei bietet nur beschränkt Raum für all die Geschichten, die erzählt werden wollen. Neben der Familie, dem Arbeiten und dem Leben als Autorin, verschlingt sie Bücher, tanzt leidenschaftlich gerne auf Konzerten, klettert und genießt das Leben in vollen Zügen. An der Schule des Schreibens eignete sie sich das nötige Handwerkszeug an und traute sich 2012 schließlich an die Öffentlichkeit. Beim Panem-Schreibwettbewerb von triboox und dem Oetinger-Verlag sicherte sie sich unter rund 400 Einsendern auf Anhieb den dritten Platz im Expertenpreis. "Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe" ist das Debüt der Freiburger Autorin und der erste Band des Zweiteilers rund um die Liebe zwischen Joshua und Emma. Mehr über Sina Müller erfahrt Ihr unter https://www.sina-mueller.eu, https://www.facebook.com/sinamuellerautorin und https://www.amrun-verlag.de/sinamueller




Inhalt:
Die Liebe hat immer zwei Seiten, auch wenn viele Menschen das nicht wahr haben wollen. Emma jedoch wird es ziemlich schnell klar, als sie sich in Josh verliebt. Denn als sie erkennt, wer er ist, muss sie sich entscheiden. Sie weiß, wenn sie ihn liebt, dann wird ihr auch vieles weh tun. Denn Josh ist ein Popstar, kreischende Mädchen umgeben ihn. Neid, Hass, Missgunst wird sie treffen und sie weiß, ihr Vertrauen muss grenzenlos sein, wenn sie nicht untergehen will. Dennoch lässt sie sich darauf ein, denn Josh bringt in ihr eine Saite zum klingen, die sie nicht versteht, aber die das intensivste ist, was sie je gefühlt hat. Wenn sie bei ihm ist, ist sie zu Hause, doch wenn sie allein ist, zerfrisst sie die Ungewissheit.


Meine Meinung:
Oh was ein Buch. Die ist wirklich eine bittersüße Geschichte, die mich sofort zu Beginn mit leichter Melancholie streift, ohne dass man das Gefühl schnappen könnte. Es füllt die Seiten, egal, ob es in der Geschichte gerade lustig ist, oder traurig oder romantisch. Es ist so ein Hauch, ähnlich wie der erste Geruch des Frühlings, den man noch nicht sehen kann, aber den man riecht und spürt. Sehr schwer zu beschreiben.

Das Buch hat auf der einen Seite eine schöne Leichtigkeit .. Freundschaften, Liebe, Popidole vereinein sich zu einer wirklich mitreissenden Geschichte, die sehr unterhaltsam ist. Ich fand, dass die Autorin es in unglaublich intensiver Weise schaffte die Gefühle zwischen Josh und Emma zu beschreiben, ohne hierbei jemals kitschig zu werden. Man stellt diese Gefühle überhaupt nicht in Frage, sie sind da in einer so enormen Kraft, dass man versucht ist, den Atem anzuhalten, damit man nicht stört ...

Ich denke, es spiegelt sehr gut wider, wie schwer so ein Leben sein kann, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Dass alles und jedes auf die Goldwaage gelegt wird, nichts normal ist, Zeit zu zweit so kostbar und rar, dass man alles dafür tut, um wenige Augenblicke davon zu finden. Mich selbst gruselt es bei dieser Vorstellung, ich möchte diese Last weder tragen noch mittragen müssen. Und so taten mir sowohl Josh als auch Emma leid. Denn sind wir mal ehrlich, hinzu kommt ja noch, dass beide noch sehr jung sind und eigentlich erst anfangen, einen Platz im Leben zu suchen.

Doch wo hört man auf, an sich zu denken und wo fängt man an nachzugeben, um die Gemeinsamkeit leben zu können. Ich denke, das ist ein sehr schmaler Pfad und nur ein Schritt in die falsche Richtung bringt einen komplett vom Weg ab.

Als ich das Buch las, war mir nicht bekannt, dass es zwei Teile sein werden .. mir reicht manchmal einfach ein Cover, ein Titel oder die ersten 1-2 Zeilen einer Inhaltsangabe. Hier wurde ich durch Überraschungspost aufmerksam auf das Buch, durch eine Postkarte von Emma und ein Bändchen und eine ungewöhnliche Leseprobe in Form eines Posters..

Und so lese ich Cover-Beschreibungen nicht zu Ende und war also nicht vorgewarnt. Und so las und las ich und auf einmal war ich am Ende, und das Ende ließ mich vor Schreck fast vom Sofa purzeln .. das war so absolut nicht mein Ende und der Cliffhanger wirklich bös ... tja, und jetzt werde ich voraussichtlich bis Sommer/Herbst 2015 warten müssen mit der Fortsetzung *seufz* .. aber eins ist gewiss, die werde ich definitiv lesen wollen!

Fazit:
Eine bittersüße Geschichte voller Melancholie, die zwischen den Zeilen hervorscheint. Die zeigt, dass die Liebe immer zwei Seiten hat und nicht nur schön ist, sondern auch sehr weh tun kann. Und doch ist sie es immer wert, um sie zu kämpfen. Ein großartiges Debüt - das ich Euch nur empfehlen kann!

Meine Wertung:










Mittwoch, 19. November 2014

[Rezension] Robyn Carr - Herzklopfen in Virgin River - #11

Achtung - Dies ist der 11. Teil der Reihe. Auch wenn man sie einzeln lesen kann, empfehle ich die Reihenfolge!!

mira

Taschenbuch (Mai 13): KLICK - 7,99 € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Robyn Carr ist nicht nur New York Bestseller-Autorin, sondern sie wurde auch mit dem RITA-Award ausgezeichnet. Sie hat mehr als fünfundzwanzig Romane geschrieben, darunter die von den Kritikern hochgelobte Virgin River-Reihe.






Inhalt:
Erin hat sich in die Berghütte ihrer Schwester zurückgezogen um endlich mal einen Sommer auszuspannen von allen Pflichten und zwängen, die sie hat. Doch so viel Ruhe, wie sie sich wünscht, bekommt sie nicht. Denn wie kann man entspannen, wenn es ein Bär auf ihre Kekse und ein Landstreicher auf ihr Leben abgesehen haben. Doch schon bald muss sie entdecken, dass sich hinter dem Landstreicher ein sympathischer, liebenswerter Mann befindet: Aiden. Er ist selbst auf der Suche nach Ruhe und Entspannung, doch seit er auf Erin gestoßen ist, möchte er seine Zeit viel lieber mit ihr verbringen. Wäre da nur nicht seine durchgedrehte Exfrau, die ihm das Leben zur Hölle macht. Und schneller als er ahnt, gerät er in einen Strudel von Ereignissen, die lebensbedrohlich sind.

Meine Meinung:
Nun, was soll man noch großartig über den 11. Teil einer Reihe schreiben, die einfach nicht abnimmt in ihrem Reiz und ihrer Großartigkeit.

Wieder treffen wir zum einen auf zwei neue Personen, die die Reihe bereichern. Wieder sind es wollte Menschen, die nicht nur umwerfend aussehen und beruflich erfolgreich sind, sondern auch noch so liebenswert und sympathisch, dass man sie sofort in ihr Herz schließt. Überhaupt verbreitet auch dieser Teil - vom Bären mal abgesehen - den Wunsch, sofort in diesen Ort ziehen zu wollen, ein Teil von ihm zu werden. Jaja ich weiß, es gibt diesen Ort und diese Menschen nicht ... aber für die Zeit, wo ich lese, vergesse ich das, tauche ein und werde ein Teil von ihm. Wundervoll!

Dabei schafft es die Autorin auch hier wieder, ihre Vielfältigkeit zu zeigen. Es gibt Momente, wo ich schallend lachen kann, viele Augenblicke, in denen ich einfach vor mich hin lächel, Momente, in denen ich die Luft anhalte vor Spannung und Situationen, die mir Tränen in die Augen treiben vor Rührung, Mitgefühl oder einfach nur Ergriffenheit. Ja, man muss diese Art Bücher mögen, um das nachvollziehen zu können. Aber bislang ist wirklich jeder, dem ich die Reihe empfehle, der auch nur irgend einen Zipfel von Interesse an diesem Genre hat, absolut begeistert. Ich weiß nicht, wie diese Autorin es immer und immer wieder schafft.

Was die Reihe natürlich auch ausmacht, ist, dass man immer wieder auch den bisherigen Hauptpersonen der vergangenen Bücher begegnet. Gerade in diesem Teil spielen die beiden Protagonisten des ersten Teiles wieder einmal eine sehr große Rolle und nicht nur am Rand mit. Und das ist es glaube ich auch, was die Reihe so lebendig hält. Immer wieder sind kleine Randgeschichten der bisherigen Personen da. Zeigen, wie es bei ihnen weitergeht, wie sie sich weiterentwickeln, wie sie immer festerer Bestandteil des Ortes werden. Und immer wieder werden auch die Figuren der nächsten Teile schon eingewebt, so dass man am liebsten in einem Atemzug weiterlesen möchte .. Teil für Teil für Teil :)

Fazit:
Ein weiterer, wundervoller Teil der Reihe, der Neues bringt und Altes wieder stärker mit ins Geschehen rückt. Der uns eintauchen lässt in die wundervolle Welt dieses bezaubernden Ortes Virgin River und den Wunsch auslöst, ein Teil von ihm zu werden. Ich kann nur immer wieder empfehlen, beginnt mit der Reihe, lest sie, denn sie ist einfach nur schön!

Meine Wertung:




Und hier noch einmal alle bisherigen Teile:








Dienstag, 18. November 2014

[Rezension] Eva Siegmund - Lum - Zwei wie Licht und Dunkel

cbt

Hardcover (29.9.14): KLICK - 16,99 € - 512 Seiten
ebook: KLICK - 13,99 €
Altersempfehlung: ab 13 Jahre
Genre: Fantasy / Science Fiction

Die Autorin:
Eva Siegmund, geboren 1983 im Taunus, stellte ihr schriftstellerisches Talent bereits in der 6. Klasse bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb unter Beweis. Nach dem Abitur entschied sie sich zunächst für eine Ausbildung zur Kirchenmalerin und studierte dann Jura an der FU Berlin. Mit dem ersten Staatsexamen in der Tasche begann sie 2011 als Volontärin bei einem Hörbuchverlag in der Lizenzabteilung. Doch schon bald wurde ihr Textgespür entdeckt und so wechselte sie ins Lektorat. „LÚM – Zwei wie Licht und Dunkel“ ist ihr Romandebüt.




Inhalt:
Auf Meleike liegt ein großer Druck, bald wird sich entscheiden, welche Gabe sie empfängt. Da ihre Großmutter und ihre Mutter beide sehr große Gaben besitzen, steht auch Meleike im Mittelpunkt. In der schicksalshaften Nacht aber geschieht das entsetzliche - Meleike geht als Einzige leer aus. Keine Gabe zeichnet sich bei ihr ab. Doch ihre Verzweiflung bleibt nicht lang, denn etwas viel Größeres wartet auf sie. Doch diese Aufgabe bringt viel Leid mit sich und verlangt alles von Meleike. Doch sie muss diesen Weg nicht allein gehen, denn sie teilt ihr Schicksal mit Flynn. Gemeinsam müssen sie sich ihren Weg erkämpfen, denn diese Aufgabe können sie nur zusammen meistern.

Meine Meinung:
Eigentlich ist der Autorin hier ein großartiges Buch gelungen. Sie überrascht mich mit einem Schreibstil, der so kein bisschen nach einem Debüt klingt. Der sich leicht lesen lässt, das Kopfkino schnell anschaltet und der einen wirklich in seinen Bann zieht, so dass man das Buch nicht aus den Händen legen möchte.

Anfangs hatte ich allerdings Schwierigkeiten, in die Geschichte zu kommen. Zu viele fremde Namen von Orten, Völkern, Personen und Ritualen. Es prasselt ein wenig auf einen ein und wenn man wie ich kein großer Freund von Fantasy ist, tut man sich etwas schwer damit. Das ist es auch, warum ich nicht vollständig von der Geschichte begeistert bin. Für mich blieben zu viele Fragen offen, deren Erklärung ich nicht fand, oder vielleicht nicht aus den Zeilen herauslesen konnte. Wir haben hier, hmm, nennen wir es zwei Orte. Keiner weiß vom anderen. Es ist klar, warum wer in welchem Ort ist, aber nicht, wie es anfing, warum sich keiner daran erinnern kann, an etwas, das ja nun nicht so lange her ist ... es blieb für mich einfach ein Rätsel. Genau so wie, ist das alles, nur diese beiden Orte, gibt es sonst nichts drumherum, wo doch auch von "Welt" gesprochen wird? Das ist es, was mir bei Fantasy aber auch bei SF immer solche Schwierigkeiten bereitet .. es gibt  nichts Bekanntes und ich grübel zu viel über das -scheinbar nicht vorhandene- drumherum nach, während andere es wohl als selbstverständlich hinnehmen. Man sieht also, es liegt wohl eher an meinem Geschmack als am Buch.

Dennoch vermochte ich das Buch nicht aus der Hand zu legen. Mir waren die Charaktere sehr sympathisch, weil sie alle so unterschiedlich waren. Nicht nur, was ihre Begabungen anging, sondern auch in ihrem Verhalten. Da waren so viele Facetten, dass es einfach Freude machte, die Zeit mit ihnen zu verbringen, manchmal atemlos im Erwarten, was nun als nächstes kommt, was geschieht. Und am Ende - das ein abgeschlossenes ist - bleibe ich dann doch zurück und habe das Gefühl, als würde trotzdem etwas fehlen, als würde es einen weiteren Teil irgendwann geben.

Ich bin immer wieder erstaunt, wo Autoren ihre Fantasy herholen, wie sie es schaffen, etwas entstehen zu lassen, Geschichten zu spinnen, die einen mitreißen, die Wendungen erleben, Situationen, in denen man denkt, jetzt geht es einfach nicht weiter und schwups .. ist man schon wieder auf einem anderen Weg und sieht, es geht doch. Das ist es, was ich Talent nenne und das die Autorin in meinen Augen auch auf jeden Fall hat. Ich würde - trotz dass mich dieses Buch nicht ganz überzeugen konnte - jederzeit wieder zu einem Buch greifen, allein, weil mir der Schreibstil so gut gefiel.

Fazit:
Wer Fantasy und/oder Science Fiction mag, dem kann ich das Buch wohl uneingeschränkt empfehlen. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn ich ein Stück mehr greifbare Realität gehabt hätte und am Ende nicht so viele offene Fragen. Dennoch überzeugte mich die Autorin mit einem wirklich tollen, mitreißenden Schreibstil.

Meine Wertung:






Sonntag, 9. November 2014

[Rezension] Siri Bornet - Everlasting Love

Oldigor

ebook (27.9.14): KLICK - 0,99 € - 67 Seiten
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Siri Bornet ist das Pseudonym einer jungen deutschen Autorin. Ihre Mutter weckte früh ihr Interesse am Lesen und ihre Liebe fürs Reisen. Nach einer kreativen Ausbildung im Medienbereich wird nun ihre erste Novelle "Everlasting love" veröffentlicht. Sie interessiert sich für Geschichte, Musik und fremde Städte. Ihre Lieblingsfarbe ist malve, ihre Lieblingsblume die Pfingstrose und ihr Lieblingslied ist "High Heels" von Mando Diao. Am liebsten trägt sie schwarz, obwohl sie ein sonniges Gemüt hat. Ihre Lieblingsstädte sind New York, Paris, Barcelona und Seattle. Sie singt gerne und mag den Schnee. Infos zu den Büchern unter: http://siribornet.jimdo.com




Inhalt:
Mia ist stinksauer, als die junge Anwältin kurzfristig einen Termin ihres Kanzleipartners übernehmen muss. Denn dafür muss sie aufs Land fahren und sich mit Farmern rumschlagen. Sowohl Land als auch Leute liegen ihr gar nicht. Natürlich muss auf dem Weg dorthin auch noch ihr nagelneuer Wagen seinen Geist aufgeben. Als sie sich dann noch den Fuß verknackst und gezwungen ist, das Wochenende in dem unbekannten Kaff zu verbringen, sinkt ihre Laune in den tiefsten Keller. Doch auf der anderen Seite ist da Jack, der ihr geradezu den Atem verschlägt ...

Meine Meinung:
Da war sie wieder, meine Abneigung gegen Novellen ... denn mir sind diese Geschichten einfach viel zu kurz. Und das fand ich gerade bei der vorliegenden auch wieder besonders schade.

Sicherlich, die Handlung ist absolut vorhersehbar, kitschige Klischees werden bedient - aber wenn man das vorher weiß und genau so etwas lesen möchte, ist es einfach eine schöne Geschichte, die man mit einem *hach* schließt. Dennoch .. man hätte hier noch sooo viel mehr erzählen können, denn das Potential ist einfach da. Da es aber das Erstlingswerk ist, bleibt uns zumindest die Hoffnung, in Zukunft längere Bücher der Autorin lesen zu können.

Viel kann ich über so eine kurze Geschichte natürlich nicht erzählen, denn dann wäre der Inhalt wohl gänzlich verraten. Und leider kann man auch über die Protagonisten nicht viel erzählen, denn bevor man sie wirklich kennenlernt, muss man sie auch schon wieder verlassen. Jedoch waren mir zumindest Jack und Mia sympathisch, genau wie der ein oder andere Dorfbewohner, der mich herzhaft zum lachen brachte .... es gibt hier Szenen, die einem zeigen, dass die Anonymität der Großstadt nicht unterschätzt werden sollte ;)

Fazit:
Eine liebenswerte kleine Geschichte, die Spaß machte zu lesen, bei der ich mich jedoch wirklich gefreut hätte, wenn sie länger gedauert hätte, etwas umfangreicher hier und da gewesen wäre. Die jedoch zeigt, dass die Autorin auf jeden Fall Potential in diesem Bereich hat. Empfehlenswert, wenn man das Genre mag!

Meine Wertung:


Freitag, 31. Oktober 2014

[Rezension] Sophia Bennett - #rausmitderdicken

Chicken House

Softcover (1.10.14): KLICK - 14,99  € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 10,99 €
Altersangabe: 12-17 Jahre
Genre: Jugendbuch / Cybermobbing

Die Autorin:
Sophia Bennett, geboren 1966, gewann mit ihrem Debüt "Wie Zuckerwatte mit Silberfäden" den Times-Chicken-House-Schreibwettbewerb 2009. Schon mit 20 Jahren wollte sie Schriftstellerin werden, studierte aber zunächst Sprachen. Ihre großen Leidenschaften sind Kunst und Design, ihre vier Kinder, Modezeitschriften, Cappuccino, ihr Mann und ihr Beruf (vielleicht nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in London.





Inhalt:
Eigentlich wollten sie doch nur Spaß haben, als sie völlig durchgeknallt und verkleidet Popsongs singen und sich dabei mit ihrem Handy aufnehmen. Doch aus Spaß wird schnell ernst, als das Video ungewollt im Internet landet. Was zunächst als großer Erfolg beginnt, endet mit einer Einladung zu Killer Act. Von da an geraten die Dinge außer Kontrolle, denn die Macher wollen nicht alle der vier Mädels, denn eine fällt aus dem Rahmen und passt nicht dazu. Die Girls denken sich nichts dabei, doch bringen sie mit einer Entscheidung einen Stein ins Rollen, aus dem eine Lawine von Drohungen, Beleidigungen und Hass wird, so dass die Mädels bald nicht mehr wissen, wie sie das noch ertragen sollen.

Meine Meinung:
Nachdem ich den Covertext gelesen hatte, dachte ich, ok, ein Buch, das ein bisschen die negativen Seiten von Castingshows zeigt. Oder wie schnell man im Rampenlicht steht, wie es sich anfühlt, auf einmal ein Star zu sein. Doch eigentlich ist das mehr der Hintergrund. Denn darum geht es eigentlich nicht, es ist nur der Grund, warum die Geschichte so verläuft, wie sie in dem Buch geschildert wird. Vielmehr zeigt sie, wie aus ein, zwei unbedachten Handlungen etwas wird, das so schwer wiegt, dass es Menschen regelrecht zerstören kann.

Die größte Leidtragende der Geschichte ist wohl Sasha, auch wenn es vordergründig eher so aussieht, als wäre es Rose. Rose, die Dicke, die von ihren Freundinnen ausgestoßen wird, weil sie nicht so dünn ist wie sie. Und ich wette, dass viele genau nur das beim Lesen sehen werden und nicht Sasha, die eigentlich nur Rose hatte helfen wollen. Mir taten beide leid, denn beide wurden Opfer von Manipulationen und der Masse der Menschen, die einem Wahn hinterherläuft ohne zu hinterfragen. Die sich von Medien leiten lassen, ohne wirklich zu wissen, was geschehen ist. Die vor nichts zurückschrecken in ihrem selbstgepuschten Hass auf etwas, was ihnen präsentiert wird.

Ich hätte mich stundenlang aufregen können über diese angeblichen Medienmacher, die Geschichten so drehten, dass sie etwas ganz anderes zeigten, als das, was wirklich war. Die sogenannten Fans, die wie die Hyänen auf wehrlose Mädchen einhackten, weil sie sich nicht mal für fünf Minuten ihr Hirn eingeschaltet haben, um zu überlegen, ob wirklich alles so war. Und ich war zu Tränen betrübt über die Verzweiflung, die Mutlosigkeit, die Hilflosigkeit der Mädchen, die einfach aus dieser scheinbaren Endlosschleife nicht mehr herauskamen.

Ich fand es unglaublich, wie die Autorin genau das schilderte, was tagtäglich im Kleinen und Großen abläuft. Mobbing. Ob nun die Öffentlichkeit dahintersteht oder nicht ... es reicht, wenn einer ein Gerücht verbreitet und schon stürzen sich alle wie die Aasgeier darauf. Geleitet aus Sensationsgier und dem Machtgefühl, das es bereitet, einen eh schon am Boden liegenden aus dem Schutz einer Gruppe heraus noch einmal zu treten. Unter dem Deckmantel der Anonymität. Wie oft habe ich mir in dem Buch gewünscht, sie würden einmal innehalten und denken ... aber genau wie in der Realität, geschah es nie.

Fazit:
Dieses Buch ist für mich eine großartige Möglichkeit, gerade den Kids wieder einmal aufzuführen, wie schnell sich das Blatt drehen kann. Wer heute beliebt ist, ist das morgen nicht mit Sicherheit auch noch. Daher sollte man immer darüber nachdenken, was man macht, wen man verurteilt und ob Dinge wirklich so sind, wie sie scheinen. Und dafür hat die Autorin meiner Meinung nach eine großartige Geschichte gesponnen, die einfach mitreißt. Die einen zum Lächeln bringt über die Verrücktheit der Mädels, die einem zeigt, was Freundschaft wert ist und die einen zu Tränen rührt, weil es einfach weh tut, wie schnell alles vorbei sein kann und nur noch Traurigkeit und Mutlosigkeit herrscht. Absolut empfehlenswert!


Meine Wertung:






Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Natalie Luca - Unter goldenen Schwingen #1

Band 1

impress
ebook (8.8.13): KLICK - 3,99 € - 355 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Paranormal / Engel

Die Autorin:
Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit früher Jugend. Auf ausgedehnten Reisen lässt sie sich für ihre Fantasygeschichten inspirieren. "Unter goldenen Schwingen" war ihr erster Roman und bald schon so beliebt, dass Nathaniel und Victoria zu einer ganzen Reihe angewachsen sind. 
Website: www.natalieluca.wordpress.com 
Facebook Fanseite: https://www.facebook.com/pages/Natalie-Luca/505842096155479
http://fan-lounge.carlsen.de/natalie-luca




Inhalt:
Victoria leidet noch immer unter dem Tod ihrer Mutter. Als wäre das nicht schlimm genug, lässt ihr Vater sie aus beruflichen Gründen ständig allein. So auch an ihrem 18. Geburtstag. Darüber kann sie auch sein großzügiges Geschenk, ein Auto nicht hinwegtrösten. Kurzerhand setzt sie sich erstmals seit dem Tode ihrer Mutter selbst ans Steuer, um noch rechtzeitig vor Schließung auf den Friedhof zu kommen. Doch Regen und ihre tiefe Verzweiflung lassen sie unaufmerksam werden und sie gerät ins Schleudern. Mit voller Wucht rast sie vor die Friedhofsmauer, doch merkwürdigerweise passiert ihr nichts .. im Gegenteil ... plötzlich fühlt sie sich geborgen, verliert die Trostlosigkeit, die sie mehr und mehr umgibt und sieht dann in das schönste Gesicht, dass sie je sah. Doch kaum tauchen die Rettungswagen auf, ist er verschwunden und Victoria setzt alles dran, ihn wiederzufinden. Doch, ob das wirklich ihre beste Entscheidung war? Denn als sie ihn findet, findet sie auch Dinge, die sie lieber nie hätte sehen wollen.

Meine Meinung:
Das ist eins der Bücher, das schon ewig auf meinem SUB schlummert, ausgewählt habe ich es jetzt total zufällig im Losverfahren und war ab der ersten Seite völlig gefangen in der Geschichte, in den Protagonisten und dem schönen Schreibstil der beides verbindet. Als ich begann, wusste ich nicht mal, wovon es handelt, auch wenn mir bei dem Titel zumindest eine Ahnung vorlag, die sich auch als richtig herausstellt.

Die Geschichte - ein Schutzengel, wobei, das umschreibt es nicht mal Ansatzweise, gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich zunächst dachte, eine Engelgeschichte könnte langweilig sein, was soll es da schon neues geben. Doch die Autorin verarbeitet so viele tolle Ideen mit gut und böse, mit dem was wir sehen oder was wir vor unseren Augen verschließen, dass es eine wirkliche Freude war, der Geschichte zu folgen.

Victoria war mir zunächst hmm unsympathisch wäre übertrieben .. nennen wir es gleichgültig .. jaja, Mutter tot, schlimme Geschichte ohne Frage, doch hatten wir schon dutzende mal und ich kann dieses deprimierende Verhalten langsam nicht mehr ertragen. Doch so schlimm war es gar nicht und schnell wurde einem klar, dass sie gar nicht jammert, sondern eher eine Kämpfernatur ist und dass da was ganz anderes hintersteckte, wie man im Laufe des Buches erfuhr, brachte dann auch noch einmal eine ziemliche Wendung. Vielmehr überzeugte sie mich im Laufe des Buches mehr und mehr von ihrer Selbstlosigkeit, von dem vielen Guten, das in ihr steckt und wie allein sie eigentlich ist.

Nathaniel mag ich sehr gern, er ist halt sanft und gütig, seine Beschreibung allein lässt ihn in einem Licht erstrahlen und seine Art mit Victoria umzugehen kann einem nur ein Lächeln entlocken. Auch wenn er wirklich böse werden kann, mir persönlich ist er einen touch zu soft .... ich mag glaube ich Ramiel da doch etwas lieber, auch wenn ich nicht viel von ihm weiß. Trotzdem machte es viel Spaß, Nathaniel zu begleiten und seine Gefühle berührten mich oft, weil sie so tief, so rein scheinen.

Tief beeindruckt war ich auch von ... tja .. nein, das ginge jetzt zu weit, das müsst Ihr dann wohl selbst lesen :-)

Am Ende des Buches - ja es hat ein Ende, aber auch gleichzeitig wieder nicht, wurde mir schlagartig klar, ähm, das ist nicht das Ende .. och ne, schon wieder ein Mehrteiler ... und wie ich grade gesehen habe sogar mindestens schon 5 Teile *seufz* .. und obwohl mein SUB meterhoch ist, werde ich mir jetzt erstmal direkt Teil 2 kaufen und weiterlesen ... mal sehen, ob mich Teil 2 auch so überzeugen kann ;)

Fazit:
Auch wenn es leider mal wieder der erste Teil einer Reihe ist, ist er einfach empfehlenswert. Er hat ich direkt von der ersten Seite begeistert, da sowohl die Protagonisten als auch die Geschichte und der schöne Schreibstil der Autorin überzeugen. Ein Kampf mit Gut und Böse und tollen Ideen, die dahinter stecken!

Meine Wertung:





Montag, 29. September 2014

[Rezension] Catherine Shepherd - Auf den Flügeln der Angst - #4

Dies ist der 4. Band der Reihe!

Taschenbuch (26.8.14): KLICK - 9,99 € - 386 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Krimi / Zeitwechsel

Die Autorin:
Die Thriller-Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) wurde 1972 geboren und lebt mit ihrem Mann in Zons am Rhein. Catherine Shepherd ist Diplom-Ökonomin und arbeitete in einer Düsseldorfer Bank. Ihren ersten Bestseller-Thriller veröffentlichte sie im April 2012. Als E-Book erreichte "Der Puzzlemörder von Zons" bereits nach kurzer Zeit die Nr. 1 der deutschen Amazon Bestsellerliste. Ihr zweiter Kriminalroman "Der Sichelmörder von Zons" folgte im März 2013. Beide Bücher gehörten zu den Jahresbestsellern 2012 und 2013. Am 01.12.2013 folgte ihr drittes Buch mit dem Titel "Kalter Zwilling". Der Thriller erreichte ebenfalls die Nr. 1 der Kindle Charts und gewann Platz Nr. 2 des Indie-Autoren-Preises 2014 auf der Leipziger Buchmesse. Ganz neu ist der 4. Thriller "Auf den Flügeln der Angst", der Ende August 2014 erschienen ist. Weitere Bücher sind für 2014/2015 geplant. 




Vielen lieben Dank Catherine, dass ich auch den vierten Band lesen durfte ... ich bin einfach ein Fan von Bastian :-)


Inhalt:
Und wieder kehren wir zurück in die wunderschöne Stadt Zons und wieder erschüttern brutale Morde die Bevölkerung. Oliver Bergmann, der sympathische Kommissar hat alle Hände voll zu tun, das Rätsel um diese merkwürdigen Tode zu entschlüsseln. Und gleichzeitig springen wir auch wieder zurück ins 15. Jahrhundert, wo Bastian Mühlenberg ebenfalls versucht, einige Morde aufzudecken, die alle etwas gemeinsam haben. Doch während sich Oliver Bergmann völlig seinen Aufgaben stellen kann, wird Bastian Mühlenberg ein wenig abgelenkt, denn immer seltener begegnet ihm Anna und obwohl er seine Frau aufrichtig liebt, fehlt ihm diese Frau der Zukunft fast körperlich. In der Gegenwart dagegen lernen wir zusätzlich Saskia kennen, die sich einer neuen Studie unterzieht, um den Stress der alleinerziehenden Mutter besser verarbeiten zu können. Doch Saskia sieht keine Fortschritte, auch wenn der durchführende Arzt ihr sehr gefällt. Doch scheint die Studie ihr unendliche Albträume zu schenken und sie überlegt, die Studie abzubrechen. Wenn nur das viele Geld nicht wäre, das ihr am Ende winkt.


Meine Meinung:
Ich kann mich nur immer wiederholen. Ich bin wirklich kein Krimi-Fan. Aber die Krimis von Catherine Shepherd schaffen es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen mit ihren Geschichten, die durch ihren spannenden Verlauf und den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit einfach nur überzeugen.

Ich bin einfach ein Fan von den Fällen, die so erschreckende Ähnlichkeiten aufweisen zwischen dem, was im 15. Jahrhundert in Zons vor sich ging und was sich in der Gegenwart zu wiederholen scheint. Doch natürlich sind die Täter nicht die Selben - wie auch :-) .. und so hat man eigentlich 2 Krimis in einem .. und kann damit doppelt so viele Spuren verfolgen.

Sehr traurig finde ich, wie sich Bastian und Anna immer weiter von einander entfernen, auch wenn ich doch sicher bin, was die Autorin bezweckt und wo ich am Ende dieses Buches sicher bin, das nächste wird folgen - ich freue mich schon jetzt darauf und bin gespannt, wie sie die Fäden lenken wird :)

Ich könnte mich auch nicht entscheiden, welchen der beiden Handlungsstränge -Vergangenheit oder Gegenwart - ich spannender finde. Zumal ja vieles, was geschildert wird, der Realität entspringt. Die Orte, manche der Ereignisse, oder hier auch die Mixturen, die wichtige Bestandteile der Geschichte sind. Von denen ich bisher kaum etwas wusste. Und so hat man auch immer wieder etwas, was man lernt, ohne dass es einem so vor kommt. Das mag ich besonders gern.

Die Charaktere sind wie immer teils wirklich sympathisch, teils unsympathisch und auch in diesem Buch schaffte es die Autorin wieder, mich in die Irre zu führen. Auch wenn ich anfangs schon mal so einen kleinen Geistesblitz hatte, was die Lösung sein könnte, war ich letztendlich doch in der falschen Richtung unterwegs. So dass für mich viele Überraschungen warteten.

Fazit:
Auch der vierte Teil schließt nahtlos spannend und interessant an seine Vorgänger an. Wieder erleben wir mitreißende Mordermittlungen in der Vergangenheit und der Gegenwart. Und wieder gibt es Berührungen zwischen den beiden Zeiten, doch so langsam scheinen sich die Fäden aufzulösen, was ich wirklich sehr schade finde, dennoch verspricht das Ende einen weiteren Teil, den ich kaum erwarten kann :)

Meine Wertung:



Hier noch einmal alle 4 Teile: