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Dienstag, 19. Dezember 2017

[Rezension] Claudia Winter - Die Wolkenfischerin

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Verlag: Goldmann
Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Reihe: Nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Zeitgenössische Frauenliteratur

Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Vor "Aprikosenküsse" hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Ihr neuer Roman "Glückssterne" erscheint am 12. Dezember 2016 im Goldmannverlag, Randomhouse. Ihre frühen Werke sind in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch" erschienen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Homepage der Autorin: www.c-winter.de




Inhalt:
Claire scheint es geschafft zu haben. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf, obwohl ihr  Leben auf einer Lüge aufgebaut ist. Denn niemand weiß, dass sowohl ihre Herkunft als auch ihre Ausbildung nicht der Wahrheit entspricht. Gerade wird ihr ein beruflicher Aufstieg angeboten, da bekommt Claire einen Anruf, der alles ins Wanken bringt. Ihre Mutter hatte einen Unfall und sie muss zurück in das kleine Dorf, in dem sie aufgewachsen ist, um sich um ihre Schwester zu kümmern ... Doch nicht nur Erinnerungen stürzen auf sie ein, auch ihren Freund aus Kindertagen trifft sie wieder. Doch während sie noch mit den Veränderungen kämpft, droht auch ihre berufliche Zukunft auseinander zu bröckeln und Claire begeht einen Fehler, der alles nur noch schlimmer macht.

Meine Meinung:
Die Wolkenfischerin ist ein sehr ruhiges Buch, das mehrere Geschichten zu einer großen verbindet. Es ist wundervoll zum herunterschalten und verweilen. Fast greifbar ist die Ruhe und Gelassenheit und auch die rauhe Seele, die das kleine Dorf in der Bretagne verbreitet. Hauptperson ist ohne Zweifel Claire. Doch auch einige andere Figuren haben einen recht großen Platz in ihm und erzählen ihre Geschichte, die mit Claires verwoben ist.

Das Buch ist sehr abwechslungsreich geschrieben, denn es erzählt die Geschichte nicht von A bis Z sondern beginnt eher in der Mitte, geht dann immer mal wieder zurück an den Anfang und wieder zurück zur Mitte, bis sich die beiden Stränge dann überlagern und führen dann gemeinsam zum Ende. Mir gefiel das sehr gut, denn es brachte immer wieder frischen Wind in die Geschichte.

Claire blieb mir ein bisschen fremd, muss ich leider sagen. Das liegt aber vielleicht daran, dass ich sie - zumindest anfangs - sehr bockig, dann sehr introvertiert erlebte. Ganz die berühmte Grande Dame, wie man es von einer Französin erwarten kann. Und damit etwas, was ich persönlich nicht sonderlich bevorzuge. Ich mag es lieber quirlig und impulsiv ... daher kam ich Claire wohl auch nie nahe. Tut der Geschichte jedoch keinen Abbruch.

Die Liebe spielt hier in dem Buch sicherlich auch eine Rolle, für mich nahm sie aber nicht viel Stellenwert ein. Ich habe es mehr als eine Reise Claires empfunden, die den richtigen Weg zu sich selbst erst noch finden muss. Es war, als würde man sie als Leser auf diesem Weg begleiten. Und ich gebe zu ... mein Herz hing eher an den Nebenfiguren als an Claire und dennoch konnte ich ihren Weg nicht verlassen und blieb bis zum Ende und schloss dann mit einem Lächeln das Buch.

Fazit:
Für mich eine sehr ruhige Geschichte, die zeigt, dass man den Weg im Leben immer finden kann. Manchmal eben erst später. Und dass man dabei auch schon mal ein paar Schritte rückwärts machen muss, wenn man eine andere Abzweigung nehmen möchte. Für Liebhaber von Frankreich sicherlich eine wundervolle Geschichte, denn die Beschreibungen der Landschaft und der Menschen lassen sehr leicht das Kopfkino angehen und fast schmeckt man das Salz in der Luft ...

Meine Wertung:





Sonntag, 17. Dezember 2017

[Rezension] Claudia Romes - Immortal Love - Ein Hauch von Menschlichkeit

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Verlag: Dark Diamonds
ebook: KLICK - 4,99 € - 378 Seiten
Reihe: Nein
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Genre: Young Adult Fantasy

Die Autorin:
Claudia Romes wurde am 02.10.1984 in Bonn geboren.
Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich zu Büchern hingezogen. Im Alter von neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Die Ideen dazu bezieht sie häufig aus Träumen. 
Die Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern, Hündin Gina und den zwei Katzen in der Vulkaneifel. Mehr unter www.claudiaromes.de








Inhalt:
Sarah ist auf dem Weg nach Hause, als sie mit dem Auto von der Straße abkommt. Sie merkt, dass ihr Leben zu Ende geht. Doch dann ist da plötzlich dieser Fremde, der sie aus dem Auto zieht und ihr Leben rettet. Doch der Fremde, den sonst keiner sah, geht Sarah nicht aus dem Kopf. Im Cafe ihrer Eltern sieht sie ihn dann endlich wieder. Doch er tut, als würde er sie nicht kennen und flüchtet. Doch das Schicksal führt sie bald schon erneut zusammen, als Sarah etwas in das Schloss bringt, wo er wohnt. Und obwohl Zachary jeden Kontakt zu vermeiden versucht, wird klar, dass er diese Rechnung ohne Sarah gemacht wird. Doch Sarah merkt schnell, dass die Legenden, die sich um das Schloss und seine Bewohner ranken nicht nur Legenden sind und sie bereits ein Teil dieser Geschichte ist.

Meine Meinung:
Ich denke bereits seit Tagen darüber nach, wie mir das Buch gefallen hat und komme irgendwie nicht zu einer endgültigen Entscheidung.

Da gibt es zum einen Zach und alles, was sich um ihn, das Schloss und die  Legenden dreht. Bei diesen alten Legenden fühle ich mich immer wie in eine uralte Gruselgeschichte zurückversetzt. Nicht, dass es mich wirklich gegruselt hätte, nein. Aber es fühlt sich alles so hmmm vertraut altmodisch an. Wie in diesen uralten Gruselcomics, die ich in meiner Jugendzeit las. Damit will ich nicht sagen, dass die Geschichte kopiert wäre, nein, definitiv nicht, es vermittelt nur so ein Gefühl des alt vertrauten. Schwer zu beschreiben. Gerade dieser Part der Geschichte war es auch, der mir sehr gut gefiel. Die Idee an sich. Auch wenn ich finde, die Geschichte hätte noch viel viel mehr Potential gehabt. Manches war mir viel zu schnell abgehandelt - völlig ausreichend um die Geschichte fortzuführen, doch ich hätte es gern noch intensiver erlebt.

Zach selbst hingegen erinnerte mich in seiner Art und seinen Sätzen dagegen viel zu sehr an eine der neuen, bekannteren Figuren des Paranormalen, und das war es, was mir nicht so gut gefiel. Er schien so berechenbar, so vorausschaubar, dass es mich hier und da tatsächlich reizte, zu gähnen. Doch eingeflossen in die tolle Idee der Geschichte auch wieder nicht. Ich war neugierig, wie es weiter geht, wie es endet. Und so las ich das Buch tatsächlich in einem Rutsch.

Fazit:
Eine schöne Geschichte mit einer interessanten Story, die Erinnerungen in mir weckte an alte Gruselcomics und mich damit wirklich sehr begeistert hat. Gleichzeitig aber auch fand ich das Potential nicht ausgeschöpft und Zachary war mir irgendwie zu vorhersehbar ... dennoch habe ich die Geschichte in einem Rutsch gelesen und unterhaltsame Stunden genossen.

Meine Wertung:



Donnerstag, 2. November 2017

[Rezension] Isabel Morland - Die Rückkehr der Wale

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Verlag: Knaur
Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 480 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Reihe: Nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Isabel Morland, geboren in Bamberg, arbeitet freiberuflich als Trainerin und Coach. Zahlreiche Reisen auf entlegene schottische Inseln inspirierten sie zu ihrem Roman DIE RÜCKKEHR DER WALE über die faszinierende Landschaft und die Menschen auf den Hebriden. Isabel Morland ist Mutter von vier Töchtern und lebt mit ihrer Familie in Bamberg









Inhalt:
Kaylas Leben auf den äußeren Hybriden ist rauh und nicht einfach. Neben der alltäglichen Sorge ums Geld scheint nun auch ihre Ehe mit Dalziel an einem Scheitelpunkt zu stehen. Viel zu sehr lebt dieser immer noch in der Vergangenheit und seiner ersten Frau, die viel zu früh verstarb. Als nun auch noch sein Sohn Iain im Streit das Haus verlässt, scheint sich Dalziel mehr und mehr von ihr zu entfernen. Der raue, unfreundliche Ton, den er anschlägt, trifft Kayla schwer. Um so empfänglicher ist sie für die sanfte, aufmerksame Art von Brannan, der eines Tages auf der Suche nach einer Arbeit auftauchte und seitdem den Bewohnern Rätsel aufgibt. Schnell ranken sich die Gerüchte um ihn und seiner Herkunft, denn sein ungewöhnliches äußeres und seine Gabe für Musik lassen die alten Legenden wieder lebendig werden. Kayla ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Liebe und Verantwortung zu Dalziel und der Verlockung, ihren Wünschen nachzugeben.


Meine Meinung:
Das war, wie ich finde, ein sehr ungewöhnliches Buch, das man so überhaupt nicht in eine Schublade stecken kann. Es ist eine sehr leise, ruhige Geschichte über eine Frau, die am Scheitelpunkt ihres Lebens steht und ihren Weg in die Zukunft sucht. Ihrem Versuch, das zu tun, was richtig ist, die aber einfach den Ruf ihres Herzens nicht ausschalten kann, das sich nach etwas anderem, etwas erfüllenderem sehnt. Und der  Leser begleitet Kayla auf ihrem Weg, sich selbst zu finden.

Gleichzeitig zeigt uns die Geschichte das raue Schottland und was dazu gehört. Es ist ein so ganz anderes Leben, als wir es kennen. Geprägt vom Wetter und auch immer noch von den Sagen, die dieses Land umgibt. Die Beschreibungen der Autorin sind teilweise so lebendig, dass ganze Landschaften, aber auch Situationen vor den Augen auftauchen und einen mehr und mehr in das Buch hinein ziehen.

Aber auch ein bisschen was mystisches, nicht ganz greifbares begleitet die Geschichte. Die alten Sagen, von denen man nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht, genau wie man bei manchen Aspekten der Geschichte nicht weiß, ist es nun Zufall oder steckt tatsächlich etwas tieferes dahinter. Gerade dieses „man weiß nicht genau“ finde ich eine tolle Führung in dieser Geschichte, denn so kann jeder Leser für sich eigentlich entscheiden, was er davon hält, was seiner Meinung da hinter steckt, ohne dass das eine oder das andere damit falsch wäre.

Schön fand ich aber auch viele Kleinigkeiten, die sich bei Begegnungen mit den Bewohnern abspielten. Hier waren so viele unterschiedliche, eigene Charaktere, dass immer wieder Abwechslung in die Geschichte kam. Und auch das Verhalten der Bewohner passte so herrlich zu der Landschaft, zeigte so viel anderes. Die Kauzigkeiten, die teilweise tiefe Gläubigkeit – sei es an Gott oder die Legenden, oder auch an Beides ..

Und natürlich darf auch die Liebe in so einem Buch nicht fehlen. Doch auch sie war eher leise und dennoch eindringlich von den Gefühlen her. Etwas, das sich so selbstverständlich anfühlte, dass man nichts in Zweifel stellte.

Fazit:
Eine wirklich wunderschöne Geschichte, die schwer in einem Genre unterzubringen ist, da sie so viele Facetten hat. Die so lebendig geschilderte Landschaft Schottlands, die Eigenheiten der Menschen dort, das raue Klima, das alles so schwierig macht. Eine Geschichte über eine Frau, die dabei ist, sich selbst zu finden, ihren Weg zu gehen, wohin er sie auch führen mag. Und einen Hauch von Magie, der aus den alten Sagen des Landes kommt und bei dem man nie so ganz sicher ist, ist es Realität, Zufall oder doch etwas ganz anderes.

Teaser:





Meine Wertung: