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Dienstag, 4. September 2018

[Sachbuch-Rezension] Claudia Böhm - Bullet Journal für Einsteiger

[WERBUNG]
Verlag: mvgverlag
Buch: KLICK - 9,99 € - 112 Seiten [Affiliatelink]

Die Autorin:
Claudia Böhm studierte Buchwissenschaft und Kunstgeschichte, bevor sie als Redakteurin und Lektorin für verschiedene Verlage in Berlin und München tätig war. Stift und Papier sind ihre ständigen Begleiter und von Grillkohle bis Pfauenfedern hat sie schon jedes Zeichenmaterial getestet. Ihre Kreativität lebt sie heute u.a. im Marketingbereich in Regensburg aus.












Inhalt:
Ein Ratgeber für alle, die das Thema Bullet Journal interessiert und die sich damit beschäftigen möchten. Es informiert umfangreich über Fachbegriffe, bietet Ideen und Anregungen und bringt praktische Übungen mit sich auf dafür vorgesehenen Seiten.


Meine Meinung:
Ich habe mich schon vor diesem Buch mit dem Thema Bullet Journal(ing) befasst und auch ein paar Anläufe gestartet. Daher ist vieles in diesem Buch mir bereits bekannt gewesen. Es richtet sich wirklich an absolute Anfänger wie ich finde. Dann aber ist es wirklich ein perfekter Ratgeber. Ich habe mich lange mit dem Thema beschäftigt, um überhaupt herauszufinden, was genau ist das Bullet Journaling. Gerade was auch die "Fachbegriffe" angeht, steht man Anfangs nicht selten ratlos da. Genau dafür ist dieses Buch aber perfekt .. es zeigt einem auf eine sehr interessante und abwechslungsreiche Weise, was sich hinter dem Thema alles verbergen kann.

Zunächst einmal kurz, was ist ein Bullet Journal? Für die, die mit dem Thema gar nichts anfangen können ... es ist eine sehr individuelle Art einen Kalender zu führen. Man erschafft ihn aus einem leeren Notizbuch. Der Sinn ist, es genau so zu machen, wie es für jeden individuell passt. Daher gibt es eigentlich keine klare Richtlinie was richtig und was falsch ist. "Erfunden" hat das ganze Ryder Caroll ... der ein ganz einfaches, strukturiertes System für sich entdeckte. Heute aber macht jeder, was er gerne möchte. Und genau dabei hilft das Buch. Es zeigt die Möglichkeiten, die es gibt.

Es zeigt, wie man Jahres-, Monats-, Wochenübersichten gestalten kann. Wie unterschiedlich die Optik hierbei sein kann. Es zeigt wie man mit einfachen Zeichnungen seine Einträge verzieren kann oder sogar mit Hilfsmitteln wie bunten Klebebändern (Washis), Erinnerungsstücken, farbigen Stiften oder Lettering (schöne Handschriften) ein einzigartiges Werk daraus macht.

Das Buch ist so aufgeteilt, dass immer ein paar Seiten Erklärungen sind. Selbst diese Seiten sind optisch wirklich ansprechend gestaltet. Dann kommen Beispiele, wie man etwas anlegen könnte - beispielsweise eine Wochenübersicht. Oft ist dann auf der daneben liegenden Seite Platz um genau so etwas selbst zu zeichnen. Dafür ist eine gepunktete Seite (dotted / dotgrid) eingefügt. Manchmal mit schon halben grauen Zeichnungen, manchmal ganz leer. Sehr schön also, um etwas zu testen, ohne direkt ein Notizbuch selbst zu benötigen.

So lernt man nach und nach, was alles möglich ist und soll sich dadurch das heraus suchen, was für einen selbst die beste Methode ist. Und das schöne ... man kann jederzeit seinen Stil ändern - das ist der Unterschied zu einem fertigen Kalender, bei dem alles starr vorgegeben ist.

Fazit:
Wer Papierkalender liebt, aber die starren vorhandenen Optiken nicht mehr mag, der ist beim Bullet Journal genau richtig. Hier kann man alles nach seinem Zweck gestalten und sich dabei (wenn man möchte) auch noch künstlerisch betätigen - muss es aber nicht. Dieses Buch hilft, die Terminologie des Themas zu verstehen und vor allem bietet es Anfängern Hilfestellung für einen gelungenen Start. Ein wirklich schönes Werk!

Meine Wertung:






Donnerstag, 23. November 2017

[Rezension] Daniela & Tobias Gronau - Das grosse Mix Backbuch für den Thermomix

Verlag: Südwest
Gebunden: KLICK - 19,99 € - 192 Seiten
ebook: KLICK - 15,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: -
Genre: Backbuch

Die Autoren:
Daniela Gronau ist begeisterte Besitzerin des TM31 und TM5 und kocht zusammen mit ihrem Mann Tobias hauptberuflich mit dem Thermomix®. Die beiden Blogger überzeugen ihre über 90.000 Follower auf Facebook immer wieder durch gesunde, moderne und leckere Kreationen. In ihrem eigenen Verlag veröffentlichen sie beliebte Thermomix®-Rezepthefte zu Spezialthemen. Im Südwest Verlag erschien bereits der erfolgreiche Titel "Das große Mix-Kochbuch".





Inhalt:
Das vorliegende Backbuch dreht sich komplett rund ums Backen - und in der Zubereitung ausschließlich auf den Thermomix (TM5 und TM31) ausgelegt. Hierbei zeigen die beiden begeisterten Thermomixfans Daniela und Tobias Gronau, was man alles mit dem TM im Bereich des Backens zaubern kann. Herzhaftes, Süßes, Schnelles und Aufwendiges. Hier findet man weit über 100 Rezepte, die das Herz höher schlagen lassen.

Meine Meinung:
Gerade wenn man den TM5 besitzt, ist man immer wieder hin- und hergerissen, ob man nun noch mehr Back- und Kochbücher "braucht" oder nicht. Denn der TM5 vefügt über einen Rezeptchip, der es einem ermöglicht, unzählige Rezepte zu erhalten und auch direkt im Gerät anzuwenden. Und dennoch ... ich kann dem Zauber von tollen Büchern einfach nicht widerstehen. Und dieses Backbuch hier gehört ganz klar zu der Kategorie von Büchern, die allein schon beim Durchblättern große Freude bereiten.

Die Vielfalt der Rezepte, die Präsentation der Einzelnen und die vielen hilfreichen Informationen machen es zu einem Buch, das man sehr gern immer wieder in die Hand nimmt.

Das Buch ist grob in zehn Kategorien eingeteilt, von denen 7 die eigentlichen Rezepte beinhalten. In den ersten drei Kapiteln geht es auf - erfreulich wenigen Seiten - zunächst um die Autoren, um grundlegende Tipps zum Backen mit dem TM und um einige Erklärungen rund um den TM und auch die Zutaten und das Zubehör, das zum Gelingen notwendig sind.

Die Rezeptkapitel starten zunächst mit den gängigsten Grundteigen. Hier werden vielleicht einige sagen "das kennt man doch alles" - ich persönlich finde es gut, dass sie hier ebenso gebündelt sind, denn sie sind Grundlage mancher Rezepte. Das spart im eigentlichen Rezept dann die ausführlichen Schritte, und man kann jederzeit schnell nachschlagen, ohne dass man weitere Bücher zu Hilfe ziehen muss.

Die Hauptkapitel, die sich um die Rezepte drehen sind unterteilt in Kuchen & Torten, Süßes Gebäck, Weihnachtsbäckerei, Herzhaftes Gebäck, Brot & Brötchen und Backmischungen (herrlich zum Verschenken). So findet man z.B Burgerbrötchen, Alpenwurzelbrot, Naan, Quiche Lorraine, Pizza, Vanillekipferl, Macarons, Tassenkuchen, um nur mal ein paar zu nennen. Es ist eine gelungene Mischung aus altbekannten Rezepten und auch weniger bekannten. Auch findet man das ein oder andere vegane Rezept, LowCarb Rezepte und vieles mehr.

Jedes Rezept hat ein wirklich ansprechendes Bild dabei, auf dem das fertige Werk abgebildet ist. Die Zutaten und auch die Zubereitung ist sehr übersichtlich und gut gegliedert, so dass man den Rezepten leicht folgen kann. Nichts ist zu kompliziert geschildert und gerade die Einstellungen für das Gerät sind im Fettdruck hervorgehoben. Hierbei wird allerdings auf die typischen Symbole verzichtet, sondern Schrift genutzt. Auch Nährwertangaben (kcal, Eiweiß, Kohlehydrate, Fett), die Anzahl der zu erwartenden Gebäckstücke, sowie Zubereitungszeit, Backzeit und weitere notwendige Zeiten sind übersichtlich angegeben. Bei den Grundteigen findet man sogar ein paar Bilder der einzelnen Schritte der Zubereitung.

Fazit:
Ein wirklich tolles Backbuch, das tolle, vielfältige Rezepte und Anregungen mit sich bringt. Jedes Rezept mit einem ansprechenden Bild, das nur noch mehr Appetit macht. Die Anleitungen sind klar und verständlich und sehr leicht zu folgen. Wirklich empfehlenswert!

Meine Wertung:



Dienstag, 22. August 2017

[Rezension] Maike Ehrlichmann - Einfach ehrlich essen

Verlag: Hirzel
Softcover: KLICK - 19,80 € - 168 Seiten
Altersempfehlung: -
Genre: Ratgeber / Sachbuch

Die Autorin:
Maike Ehrlichmann ist Ökotrophologin mit dem Schwerpunkt Ernährungswissenschaft. Seit 2005 arbeitet sie journalistisch für Hans-Ulrich Grimm und unterstützt ihn bei seinen Recherchen rund ums Essen. Außerdem berät sie als zertifizierte Ernährungsberaterin Menschen, die wissen wollen, was sie essen sollen überwiegend nach der von ihr entwickelten Ehrlich Essen Methode.









Inhalt:
Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit der Überlegung, wohin uns die gesamten Diäten und Ernährungstipps geführt haben und ob es nicht vielmehr möglich ist, durch eine optimale Selbsterkenntnis seiner Bedürfnisse zu einem normalen Essverhalten zurück zu gelangen. Hierbei beleuchtet sie viele Diättrends, Expertenratgeber zu sinnvoller Ernährung, aber auch ihre Erfahrungen aus ihrer Praxis der Ernährungsberatung. Grob gesagt sind es Ausführungen ihrer eigenen Meinung zu dem Thema - unterlegt mit fachlichen Hinweisen, dass sie nicht die Einzige ist, die so denkt.


Meine Meinung:
Schwierig. Zum einen finde ich es ein sehr gelungenes Buch. Vieles, was die Autorin hier aufführt, ist mir in den letzten Monaten auch durch den Kopf gegangen. Ich bin so ein typisches Beispiel dafür, dass ich mich zu leicht von Esstrends leiten lasse. Immer darauf bedacht, die 5 Kilo zu viel loszuwerden, ja nicht mehr zuzunehmen und dabei aber auch möglichst den gesunden Weg für den Körper zu finden. So kenne ich natürlich all die gängigen "Diäten" von Low Carb zu SIS, zu Trennkost, zu intermittierendes Fasten, Heilfasten, Kalorienzählen, Eiweißdiät, Shake-Diäten .. die meisten natürlich immer als "keine Diät sondern lebenslange Ernährungsumstellung" angepriesen.

Was mir das gebracht hat? Genau das, was die Autorin in ihrem Buch sehr gut wiedergibt und was ich in den letzten Monaten immer mehr gedacht habe - man ist so voller Weisheiten, was nun gut sein soll und was nicht, dass man total verwirrt ist und gar nicht  mehr weiß, was man noch essen soll, weil sich alle ständig widersprechen. Doch ... einfach essen? Bringt mir erfahrungsgemäß auch nur zu viel ein... denn immer wenn ich mal ein paar Wochen einfach diät-müde bin und nicht drauf achte, nehme ich auch wieder zu ... und bei jedem Essen meckert auch noch das schlechte Gewissen.

Auch das beleuchtet die  Autorin sehr gut formuliert ... zeigt Auslöser dazu, die sie Störfaktoren nennt, die uns daran hindern, uns bzw. unseren Hunger wirklich wahr zu nehmen. Manche Tipps sind aber in der Realität sicherlich nicht immer umsetzbar.... so regt sie dazu an, zu prüfen, ob der gerade einsetzende Hunger nicht der sogenannte Lusthunger ist - man sollte dann einfach mal küssen oder kuscheln .. naja, schlecht umsetzbar, wenn man gerade im Büro ist oder vielleicht gar keinen Partner hat ...

Und während sie uns einige Störfaktoren aufzeigt, bringt sie aber meiner Meinung nach leider nicht genug Hinweise, wie man für sich allein da heraus finden kann. Und das ist, was sie in ihrem Vorwort auch angibt: "Dieses Buch ist keine Anleitung, um Schritt für Schritt den ehrlichen Appetit zu aktivieren". Und das genau trifft den Kern des Buches und hätte meiner Meinung nach auch klar auf den Klappentext gehört. Damit man sich von Anfang an darüber klar wird, dass dieses Buch ein reiner Anstoß ist, seine Denkweise zu hinterfragen und vielleicht umzudenken.... wie ... tja nun ... gute Frage.

Für mich hat die Autorin ganz  klar meine eigenen Gedanken unterstrichen und mir viele weitere Denkanstöße gegeben. Dafür ist es sehr empfehlenswert. Um aber jetzt aus dieser Gedankenfalle herauszufinden, muss ich wohl weiter suchen .... aber es war auf jeden Fall ein guter Anreiz, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen.

Fazit:
Keine Anleitung zum ehrlichen Essen. Vielmehr eine ausgiebige Meinungsfindung der Autorin, die viele Diäten, Trends, Ratgeber durchleuchtet und den Mensch dazu bringt, einmal in Frage zu stellen, was er da eigentlich macht. Was der Leser letztendlich daraus macht, bleibt ihm überlassen. Denn es gibt hier keine klaren Lösungswege, da es zu viele individuelle Störfaktoren geben kann, die uns vom ehrlichen Essen abhalten. Auch wenn es mir nicht in allen Punkten zusagte, ist es eine wirklich interessante  Lektüre, die ich jedem empfehlen kann, der auch über dieses ganze Thema nachdenkt.

Meine Wertung:




Freitag, 17. März 2017

[Rezension] Grimms Märchen - Ein sexy Malbuch für Erwachsene

Verlag: riva

Buch: KLICK - 8,99 € - 96 Seiten
Genre: Malbuch für Erwachsene
















Inhalt:
In diesem Buch findet man 45 verschiedene Illustrationen ganz verschiedener Künstler, die zum Ausmalen bestimmt sind.



Meine Meinung:
Ich mag Malbücher für Erwachsene sehr gern. Es ist eine sehr entspannende Tätigkeit, Motive auszumalen. Nicht selten wird hier auch von meditativer Tätigkeit gesprochen, denn die gleichmäßigen Handbewegungen, die man zumeinst beim Malen macht, sind sehr entspannend und lassen einen vom Hektik des Alltags abschalten. Hierfür braucht man auch kein großes Talent oder wahnsinnig teure Farben ... denn es geht nicht darum, ein Kunstwerk entstehen zu lassen sondern Spaß an der Malerei zu haben. So kann man schon für wenige Euro Buntstifte erwerben oder einen Farbkasten, der den Zweck völlig erfüllt. Natürlich spricht auch überhaupt nichts gegen hochwertige Stifte, es ist nur keine Voraussetzung.

Es gibt unendlich viele Bücher zu diesem Thema, da es ja schon seit längerem ein ziemlich großer Hype ist. Trotzdem kann man immer wieder Neues entdecken. Und auch sehr außergewöhnliches, so wie dieses Buch hier.

Grimms Märchen an sich sind ja schon eine tolle Idee, aber mal sexy und für Erwachsene fand ich eine wirklich gelungene Abwechslung. Schön ist, dass die Werke von vielen verschiedenen Künstlern sind, so dass man selbst bei dem gleichen Märchen so unterschiedliche Interpretationen hat, dass es nicht langweilig wird. Sexy ist es, weil auf fast allen Bildern Frauen mit sehr ausgeprägten weiblichen Runden zu sehen sind - zumeist sind sie sehr spärlich bekleidet, wei man auf an dem Rotkäppchen auf dem Cover schon erkennen kann. Nackt ist aber keine, die "wichtigen" Stellen sind immer bedeckt. Die meisten Bilder sind sehr detaillreich, so dass man wirklich viel Zeit für ein Bild investieren kann.

Die Zeichnungen sind einseitig auf das Papier gedruckt, so dass man sich nie Gedanken machen muss, ob man die Rückseite mit bestimmten Farben vielleicht zerstört. Es gibt leider keine nähere Angabe zum Papier (ist ja auch nicht üblich) .. ich würde mal auf so 120 gr tippen. Die Oberfläche ist ganz leicht rauh, es ist also nicht zu glatt, so dass sich  mit Buntstiften ganz gut arbeiten lässt. Wasserfarben habe ich nur mal getestet .. das Papier wellt sich bei mäßigem Wassergebrauch nur leicht, die Oberfläche löst sich nicht sofort, wenn man nicht zu lange und zu viel auf einer Stelle bleibt. Auch läuft die Farbe bei dem Test nicht über das Papier, so dass ich davon ausgehe, dass man mit Wasserfarben und nicht zu viel Wasser recht gute Ergebnisse erzielen kann.

Auch mit Filzstiften habe ich getestet, das Papier blutete nicht, auch auf der Rückseite sieht man nicht viel davon - allerdings waren es keine Filzstifte auf Alkoholbasis, so dass ich darüber nichts sagen kann.

Bislang habe ich nur ein Motiv vollständig ausgemalt - ich bin halt auch kein großer  Künstler, sondern mache es nur aus Freude. Gearbeitet habe ich übrigens mit diesen Koh-I-Noor Farbstiften: KLICK 





Fazit:
Für mich ein tolles "anderes" Malbuch, das aussergewöhliche Motive rund um das Thema Grimms Märchen zeigt. Durch die unterschiedlichen Künstler werden die Illustrationen auch nicht langweilig, sondern sind sehr abwechslungsreich - und sexy :)

Meine Wertung:




Donnerstag, 16. Juni 2016

[Rezension] Doris Muliar - Abnehmen mit dem Thermomix

Verlag: riva

Taschenbuch (11.4.16): KLICK - 14,99 € - 192 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Genre: Kochbuch

Die Autorin:
Doris Muliar, gebürtige Österreicherin, ist Journalistin für Hörfunk, Fernsehen und Verlage. Seit Mitte der 90er-Jahre schreibt sie zahlreiche Bücher mit dem Schwerpunkt gesunde Ernährung und entwickelt die Rezepte dafür. Die viel beschäftigte Autorin weiß, wie wenig Zeit oft zum Kochen bleibt, daher sind ihre Rezepte auch für Ungeübte einfach und im Handumdrehen zubereitet.






Inhalt:
In diesem Buch stellt uns die Autorin viele Rezepte vor, die alle eins gemeinsam haben - sie sind aus gesunden Zutaten, vermeiden Kohlehydrate aus Getreiden und Zucker und bringen uns damit die Low-Carb-Küche einen Schritt näher. Es finden sich Gerichte für jede Tageszeit und auch hier eine abwechslungsreiche Vielfalt.

Meine Meinung:
Es ist bereits das zweite Buch der Autorin, das ich in der Hand halte. Und wieder überzeugt mich das Buch mit Vielfalt, schönen Ideen, tollen Präsentationen und vielen kleinen Tipps am Rande.

Das Buch fängt an mit einer wirklich kleinen Einführung, worum es in dem Buch geht. Es zeigt einen kurzen Zusammenriss der verschiedenen Low-Carb-"Diäten" - für mich sind nicht alle dieser Formen wirkliche Diäten sondern manche auch eine Ernährungsumstellung - auf. Wer sich ein bisschen mit Ernährung beschäftigt wird wissen, ganz ohne Kohlehydrate geht es nicht .. denn auch Lebensmittel wie Gemüse haben noch Kohlehydrate. Aber es sind weniger und es sind gesunde.

Die Rezeptauswahl umreißt alle Mahlzeiten. So finden sich im Bereich des Frühstücks einige Smoothies aber auch verschiedene Porridge-Rezepte. Zu den Hauptmahlzeiten finden sich Suppen, Eintöpfe, Gemüsegerichte bis hin zu ganzen Gerichten. Auch Soßen, wie z.B. Ketchup ohne Zucker wird hier vorgestellt. Und natürlich darf auch der Nachtisch in Form von Kuchen oder Puddings nicht fehlen. Die Hauptgerichte sind mit und ohne Fleisch, so dass sich für jeden was finden sollte - und wie immer bei Low-Carb - meckert der Partner, macht man ihm halt einfach zusätzlich eine Beilage .. funktioniert bei uns Zuhause wunderbar :)

Die Rezepte sind meist sehr klein und schnell zubereitet - oft findet sich auf jeder Seite ein neues Rezept, viele davon mit ansprechenden Bildern. Bei allen Rezepten findet man auch die Angaben zu Kalorien, Kohlehydraten, Fett und Eiweiß.

Die Gerichte sind auf den TM5 ausgelegt. Wer also noch den TM31 hat, der sollte einfach gerade bei Suppen auf die Mengen achten - aber das muss kein Grund sein, nicht zu diesem  Buch zu greifen. Sicherlich finden sich viele sehr ähnliche Gerichte auch im Netz - das Rad wird hier nicht neu erfunden - weder bei Lowcarb noch bei Gerichten für den TM. Doch wem es wie mir geht - ich mag gern kompakte Sammlungen von guten Rezepten, die mich auch mit ansprechenden Bildern überzeugen - und das möglichst zu einem Thema, der wird dieses Buch wie ich lieben.

Fazit:
Wieder ein sehr ansprechendes Werk der Autorin, das eine Vielzahl von LowCarb Rezepten für den Thermomix beinhaltet. Ob  Smoothies, Porridges, Eintöpfe, ganze Hauptmahlzeiten, Nachtische, Soßen oder Dips, hier findet jeder etwas, was ihm schmeckt. Dazu sind es leichte Gerichte, die zum einen im nahen Sommer immer schön sind, auf der anderen Seite aber auch durch den hohen Anteil von Gemüse leicht bekömmlich sind und somit der Figur gut tun. Sehr empfehlenswert!

Meine Wertung:




Montag, 21. März 2016

[Rezension] Doris Muliar - Sandwiches ohne Brot

Verlag: riva

Taschenbuch (15.2.16): KLICK -12,99  € - 92 Seiten
ebook: KLICK - 10,99 €
Genre: Rezepte - Low-Carb

Die Autorin:
Doris Muliar, gebürtige Österreicherin, ist Journalistin für Hörfunk, Fernsehen und Verlage. Seit Mitte der 90er-Jahre schreibt sie zahlreiche Bücher mit dem Schwerpunkt gesunde Ernährung und entwickelt die Rezepte dafür. Die viel beschäftigte Autorin weiß, wie wenig Zeit oft zum Kochen bleibt, daher sind ihre Rezepte auch für Ungeübte einfach und im Handumdrehen zubereitet.







Inhalt:
In diesem Buch findet Ihr über 80 Rezepte. Es handelt sich um Haupt- oder Zwischenmahlzeiten und kleine Snacks. Manches auch super als Fingerfood für Feiern oder Gäste geeignet. Hier sollte wirklich jeder etwas finden, was ihm schmeckt - solange er Gemüse mag. Denn das Gemüse ist hier ganz klarer Hauptbestandteil - oft aber ergänzt mit Fisch, Fleisch oder Käse ... ab und auch auch mal Tofu. Das Buch ist also nicht wirklich für Vegetarier und schon gar nicht Veganer geeignet, sondern richtet sich mehr an die Menschen, die einfach tolle Rezepte suchen, bei denen nur wenig Kohlehydrate vorhanden sind.

Meine Meinung:
Da ich mich momentan mit der "gesunden" Ernährung etwas ausgiebiger beschäftigte, gehört für mich auch eine Reduzierung der Kohlehydrate dazu. Wobei ich persönlich hier versuche, die leeren Kohlehydrate wie Weißmehl etc zu vermeiden und nicht generell alle kohlehydrathaltigen Produkte. Und so suche ich gerade im Bereich der Zwischenmahlzeiten oder auch für das Mitnahme-Mittags-Büro-Gericht Alternativen zu den sonst so üblichen belegten Broten. Und da lief mir dieses Büchlein hier über die Füße.

Das Buch besteht aus drei Seiten Inhaltsverzeichnis, zwei Seiten Erklärung worum es eigentlich geht und dann aus 82 Seiten Rezepte. Jede Rezeptseite besteht aus einem kleinen Bild, den Zutaten, der Portionenangabe, der Zubereitung und einem kleinen Tipp. Diese Tipps sind z.b. Veränderungen für Varianten, Verpackungstipps, Erklärungen etc. Die Fotos sind sehr ansprechend, die Rezepte leicht verständlich und man braucht überhaupt kein großes Können, um sich hier schnelle und gesunde kleine Häppchen zu zaubern. Ganz klar, alles im herzhaften Bereich.

Die Variationen sind für mich unglaublich vielfältig. Gerade wenn man bedenkt, ich persönlich mag z.B. keine Auberginen. Allerdings habe ich in dem Buch so vieles gesehen, dass es mich doch überzeugt hat, auch diese noch einmal zu probieren. Vieles lässt sich aber auch austauschen, zb. gegen Zucchini. Und selbst wenn ich die Auberginen-Gerichte meiden würde, so wären wirklich noch genug andere da, die einen abwechslungsreich gedeckten Tisch ermöglichen.

Es gibt in dem Buch keine Kalorienangaben oder ähnliches. Die meisten Rezepte sind allerdings aufgrund ihrer Zutaten auch nicht sehr kalorienreich - oder man kann sie durch Austauschen von Komponenten zu solchen machen - beispiel Mozzarella gegen Light-Mozzarella etc ... das bleibt hier jedem selbst überlassen.

Ansonsten sind die Gerichte noch einmal unterteilt in 4 Kategorien: "Belegt und bestrichen", "Prall gefüllt", "Toll gerollt" und "Schnell gebacken" .... ich denke man kann gut erahnen, was sich so dahinter verbirgt.

Fazit:
Ein kleines Büchlein, prall gefüllt mit wundervollen Rezepten für eine kohlehydratreduzierte Ernährung. Perfekt für kleine Zwischensnacks, oder auch Gerichte, bei denen man vielleicht mal auf Kohlehydrate verzichten möchte. Tolle Anregungen für Fingersnacks, die jedes Buffet um ein paar köstliche aber gesunde Variationen bereichern. Hier findet sich für jeden was, der Gemüse mag!

Meine Wertung:




Montag, 22. Februar 2016

[Rezension] Kathie Swift - Heile Deinen Darm und werde schlank

Verlag: riva

Taschenbuch (23.1.15): KLICK - 16,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €

Die Autorin:
Kathie Madonna Swift ist die einflussreichste Expertin für ganzheitliche Ernährung der USA. Sie ist für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Ernährung an drei der renommiertesten Wellness- und Gesundheitszentren des Landes bekannt und anerkannt: Darüber hinaus hat sie eine eigene Ernährungspraxis: www.kathieswift.com

Joseph Hooper ist Co-Autor des 2009 erschienenen New York Times-Bestsellers Muscle Medicine: The Revolutionary Approache to Maintaining Strengthening, and Repairing Your Muscles and Joints. Er ist  zudem freier Autor und Redakteur der renommierten Zeitschriften Elle, Men´s Journal und Popular Science und schreibt regelmäßig für das New York Times Magazine, The New York Observer und Esquire.




Inhalt:
Eine gesunde Darmflora gewinnt immer mehr Bedeutung. Denn eine gestörte kann Auslöser für zahlreiche Krankheiten und Übergewicht sein. Kathie Swift zeigt in diesem Buch die von ihr entwickelte Swift-Diät, mit der man dauerhaft Probleme und Übergewicht bekämpfen kann. Das Buch ist aufgeteilt in 8 Kapitel, die uns Schritt für Schritt näher bringen, was genau den Darm krank machen kann und welche Auswirkungen dies hat. Ausserdem gibt es eine 4 Wochen-Diät und einige Rezepte für Frühstück, Mittag und Abend. Unterstützt immer mal durch Geschichten von Swifts Kunden.

Meine Meinung:
Da ich mich mit einigen Allergien herumschlage, deren  Auslöser ich bislang nicht wirklich herausfinden konnte, interessierte mich auch die These, die hinter diesem Buch liegt. Und so war ich froh, dass ich dieses Buch lesen konnte und mich ausgiebig mit ihm beschäftigen konnte.

Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Gluten, Zucker und weitere Lebensmittel zu erkennen und diese für eine Zeit oder auch fast ganz aus dem Ernährungsplan zu verbannen.

Das Buch zu lesen ist etwas für Menschen, die das Thema wirklich interessiert. Denn es ist fast nur Text, keine Bilder, ganz wenige Zeichnungen. Dafür erhält man aber eine solche Fülle von Informationen, dass man vieles davon versteht und Zusammenhänge erkennt. Es ist erschreckend, zu sehen, wieviele Lebensmittel nicht gut sind, was sie auslösen können. Und je mehr man dieses Buch liest, desto überzeugter ist man eigentlich, genau das ausprobieren zu wollen.

Das Ziel ist es, einen 4-Wochen-Plan einzuhalten, der nach und nach aufeinander aufbaut. An sich klingt das vernünftig. Allerdings kam ich hier sehr schnell an meine Grenzen. Es sind also nicht wirklich viele Lebensmittel erlaubt und von den erlaubten kann ich auch nicht alles aufgrund meiner Allergien essen (Nüssel, Essig) ... was das ganze noch weiter einschränkt.

Hinzu kommt, dass die Autorin aus den USA kommt. Sie arbeitet sehr viel mit Truthahn, den ich hier erstmal suchen muss und nicht sicher bin, ob und wo ich ihn bekomme. Auch andere Sachen wie Mangold, Babyspinat, schwarze Bohnen und noch einige weitere müsste ich erst einmal suchen, manche von ihnen sind nur saisonal, was mir bei der ersten Woche nicht viel hilft. Hinzu kommt, dass fast alle Gerichte aufwändig hergestellt werden. Manche davon kann man bestimmt am Vorabend zubereiten, doch hat man im Büro keine Möglichkeit, etwas zu erwärmen, ist es eigentlich bis auf die wenigen Salate vorbei. Ich persönlich stehe ehrlich gesagt nicht darauf, mir am Vorabend aufwendig eine Hühnersuppe (mit ganzem Biohähnchen kochen etc) vorzubereiten, um das Ergebnis dann am nächsten Mittag mangels Erwärmung kalt im Büro zu essen. Auch Gerichte wie Fischwrap mit Gemüse ist nicht wirklich etwas für eine 30-minütige-Mittagspause ohne jegliche Kochmöglichkeit. Trotz dutzender Überlegungen, weil ich vom Prinzip wirklich angetan bin, musste ich feststellen, ich kann das einfach nicht bewerkstelligen - außer ich würde dafür 4 Wochen Urlaub nehmen - aber danach soll man die Ernährung ja erweitert, aber vom Prinzip her ähnlich fortführen.

Ja ich weiß, wenn man etwas möchte, kann man es auch ... aber ich persönlich komme hier an meine Grenzen. Daher kann ich nur empfehlen, man muss das von vornherein wirklich gut bedenken und gewillt sein, diese Art Ernährung für immer durchzuhalten. Nur 4 Wochen und dann zum normalen zurück zu kehren ist eigentlich Zeitverschwendung.

Was ich aus dem Buch aber dennoch gelernt habe sind einige wesentliche Dinge, die ich versuchen werde, zukünftig umzusetzen. Zucker, seine Ersatzstoffe und die gesunden Alternativen. Austausch von bestimmten Getreidesorten und vor allem Gluten. Dafür werde ich dieses Buch sicherlich noch oft in die Hand nehmen, denn es enthält sehr viele Informationen über Alternativen und gibt an, was gut, schlecht oder in Maßen erträglich ist.

Fazit:
Auch wenn die hierin vorgegebene Ernährung leider für mich nicht umsetzbar ist, kann ich sehr viel wertvolles aus den umfangreichen Erläuterungen der Autorin nehmen. Sie zeigt mir persönlich zumindest eine Richtung an, in die ich etwas verändern werde, wenn ich ihr Prinzip auch nicht vollständig umsetzen werde. Das Buch informiert wirklich super über das, was unseren Darm belasten und damit Krankheiten hervorrufen kann. Und das sind wirklich viele, an die wir im Zusammenhang mit dem Darm sicherlich nicht immer denken. Daher: trotz mangelnder Umsetzung absolut empfehlenswert!

Meine Wertung:



Sonntag, 21. Juni 2015

[Rezension] Diane Sanfilippo - Das grosse Buch der Paläo Ernährung

Verlag: riva

Softcover (15.8.15): KLICK - 24,99 € - 431 Seiten
ebook: KLICK - 21,99 € - oder in unlimited
Genre: Ernährung

Die Autorin:
Diane Sanfilippo studierte an der Syracuse University, ist Naturwissenschaftlerin und approbierte Ernährungsberaterin. Sie schreibt den beliebten Gesundheitsblog Balance Bites, hat eine Praxis als Ernährungsberaterin, gibt überall in den USA Seminare über Paläo-Ernährung und hat einen sehr erfolgreichen wöchentlichen Podcast, The Balanced Bites Podcast, der bei iTunes kostenlos erhältlich ist.








Inhalt:
Das Buch zeigt einem, wie einfach und leicht es ist, sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Es informiert darüber, warum unser selbst vermeintlich gesundes Essen nicht unbedingt immer gut für uns sein muss. Es ist klar, dass eine gesunde Ernährung ein Leben lang der einzige Weg ist, seine Gesundheit zu fördern und sein Gewicht  zu normalisieren und zu halten. Doch die meiste Wege dahin sind entweder einseitige Diäten, umständliche Programme, die einen ständig irgendwas zählen oder wiegen lassen. Und deren Erfolg wenn überhaupt nur so lange hält, wie man sich streng an die Vorgaben hält. Allerdings geht es auch bei der Paläo Ernährung darum, sein Essverhalten dauerhaft und endgültig umzustellen - mit sehr vielen positiven Ergebnissen.


Meine Meinung:
Wow, das ist wirklich ein Wälzer. Und sein Inhalt ist super interessant und lehrreich. Die Aufteilung ist so toll und abwechslungsreich, dass es tatsächlich richtig viel Spaß macht, dieses Buch zu lesen.

Grob gesehen ist das Buch in drei Teile aufgeteilt, die man der Reihenfolge nach lesen sollte. Daher möchte ich auch in dieser Rezension darauf eingehen, was dort jeweils zu finden ist:

Teil 1:
Dieser beschäftigt sich ausgiebig damit, was Paläo Ernährung überhaupt ist. Paläo ist die Kurzform von paläolithisch, also altsteinzeitlich. Somit ist eigentlich schnell klar - back to the roots. Unsere Vorfahren zeigten uns, wie es geht. Und ja, sie starben jung, das hat aber andere Ursachen.  Das Kapitel erzählt uns ein wenig über die Herkunft und den Umfang der Ernährung. Es zeigt auf, was gut und was nicht gut ist. Es räumt auf mit Mythen über gesundes Essen und erläutert warum. Es gibt Hilfestellung für das Essen zu Hause aber auch in der Öffentlichkeit. Es zeigt, diese Ernährung ist einfach zu befolgen - wichtig ist, dass man es will. Es geht näher ein auf Krankheiten, die durch falsche Ernährung entstehen können -Darmprobleme, Blutzuckerprobleme und einiges mehr.

Teil 2:
Hier kommen wir nun zu 30 Tage Menue Plänen. Aber die Autorin hat es sich hier nicht einfach gemacht. Nein, sie zeigt vielmehr viele verschiedene Pläne für die verschiedensten Krankheiten, Abnahmen oder sportliche Leistungsfähigkeit auf.  So kann man wirklich entscheiden, welcher der Pläne gerade für einen am wichtigsten ist ...und jeder dieser Pläne umfasst 30 Tage. Vergleicht man die Pläne miteinander wird man sehen, dass oft auch das Gleiche zu finden ist - aber eben nicht alles, überall sind feine Abweichungen, denn schließlich ist es wichtig, auf die verschiedenen Bedürfnisse einzugehen.

Teil 3:
Hier findet man jetzt alles rund um das Zubereiten der Speisen der Menue Pläne. Ein bisschen was zur Küchenpraxis, zu Gewürzen und sehr sehr viele Rezepte. Jedes Rezept wunderbar anschaulich mit Foto. Aufgeführt ist neben den Zutaten und der Zubereitung auch die Zeit und die Menge. Sachen wie Kalorienangaben, Fett etc sucht man hier vergebens - schließlich ist das auch nicht der Sinn dieses Buches.

Am Ende des Buches finden sich dann auch noch zusätzlich herausnehmbare Übersichten zu verschiedenen Lebensmitteln, so dass man nicht immer das große Buch zur Hand nehmen muss.

Im Moment gebe ich zu, bin ich erst einmal erschlagen von all den Informationen. Eigentlich verlangt das Buch, seine komplette bisherige Ernährung zu vergessen und umzustellen. Das gibt einem erst einmal das Gefühl: "NEIN, das ist nichts für mich, ich darf ja gar nichts mehr...". Doch ich habe es bereits mehrfach in die Hand genommen und bin an sich vom System überzeugt. Und denke, ok, ich muss das nicht von heute auf morgen 100% übernehmen. Vielleicht fange ich stufenweise an, tausche Lebensmittel gegen andere - probiere andere Zubereitungen, andere Zutaten. Allerdings muss ich derzeit zugeben, dass man hier tatsächlich sehr viel Zeit für die Zubereitung von Speisen verbringen muss und ich bin auch nicht sicher, ob für uns alles so einfach umzusetzen ist. Denn die Autorin ist Amerikanerin ... ich habe z.B. noch nie beim Metzger Truthahnkeulen gesehen ... also müsste man erst einmal schauen, wo gibt es so was, wie kann ich es austauschen etc.

Und zusätzlich muss man sich denke ich auch total überwinden, sich auf diese Ernährung einzulassen ... denn Brot oder ähnliches gibt es nicht .. Zum Frühstück gibts solche Sachen wie Scholle, Grünkohl, Brei, Beeren, Lammfleischbällchen etc. Zum Mittag z.B. Lammkoteletts, Pilze, Huhn und zum Abendessen Steaks, Rinderbeinscheiben, Kohlrouladen etc.

Jetzt muss ich dazu sagen, dass das Frühstück oft aus Teilen des vorherigen Abendessens besteht, gleiches auch beim Mittagessen, aber nicht immer. Manchmal müsste man theoretisch abends 3 verschiedene Sachen kochen, nur um am nächsten Tag sein Essen zu haben. Das ehrlich gesagt würde bedeuten, dass ich meine komplette Freizeit nur noch zum planen, einkaufen und kochen investieren müsste... und da weiß ich jetzt schon, das ist zum scheitern verurteilt. Daher werde ich es wohl erst einmal schrittweise versuchen und wenigstens viele nicht so tolle Lebensmittel gegen bessere eintauschen. Das ist zwar nicht im Sinne dieser Ernährung, aber wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung.

Was ich noch einmal unbedingt erwähnen möchte ist der tolle Aufbau. Viele Übersichten, Tabellen, Texte fett oder kursiv hervorgehoben, farbige Rahmen, viele Bilder machen das Lesen zu einer wirklichen Freude! Langeweile kommt hier wirklich nicht auf!


Fazit:
Eine sehr spezielle Ernährung. Die uns zurück zu den Ursprüngen führen möchte. Die uns erzählt, was an unserer vermeintlich gesunden Ernährung vielleicht ein Irrglaube ist, uns zeigt, dass wir selbst in der Lage sind unsere Krankheiten zu verändern, zu verringern. Unseren Körper zu stärken, ihm zu helfen - natürlich verteufelt es hier bei NICHT die Schulmedizin! Ein wirklich interessantes Buch, das optisch und inhaltlich sehr toll zu lesen ist. Das uns allerdings auch sagt, wie einfach diese Ernährung ist, ohne Kalorienzählen oder ähnlichem - aber die uns zeitlich auch viel abverlangt.


Meine Wertung - für das Buch und die Gestaltung und den Denkanstoß:




Dienstag, 19. Mai 2015

[Nähbuch] Cassie Barden - Taschen, Täschchen und noch mehr

Verlag: Knaur

Flex-Cover (2.3.15): KLICK - 16,99 € - 112 Seiten
Genre: Nähbuch

Die Autorin:
Cassie Barden ist ihr ganzes Leben lang künstlerisch tätig: Sie hat Cartoons gezeichnet, gemalt, illustriert, Mode entworfen und natürlich genäht. Seit ihrer Zeit auf dem College entwirft sie eigene Muster und Modelle, wobei sie sich von zeitgenössischer Kunst, aber auch traditionellen Handarbeiten inspirieren lässt, wie man an ihren erfolgreichen Titeln "Jelly Babies" und "Sew your own gift" sehen kann. Dies ist ihr zweites auf Deutsch erschienenes Buch nach "Taschen, Täschchen und mehr", das sie zusammen mit Adrienne Smitke veröffentlicht hat.





Inhalt:
Dieses Buch beinhaltet eine Sammlung einiger Taschen und Täschchen mit den entsprechend benötigten Nähanleitungen. Die meisten Schnittmuster werden als Maßangaben und nicht mit Schnittmusterbögen vorgegeben. Ein paar sehr wenige Ausnahmen sind im Buch selbst abgedruckt. 23 verschiedene Anleitungen für große Taschen, kleine Täschchen, aber auch für Handy- oder Tablet-Hüllen, Topflappen oder gar ein Schal sind zu finden.

Meine Meinung:
Dieses Buch erschien bereits 2008 im Original. Und genau das merkt man auch bei einigen der Anleitungen schnell, wie z.B. bei einer Handy-Tasche, auf der ein kleines klappbares Handy zu sehen ist. Andererseits gibt es aber auch sehr viele Ideen, die zeitlos sind.

Wer sich bereits im Internet viel nach Schnittmustern umgeschaut hat, der wird hier definitiv nichts neues entdecken. Vielmehr aber find ich, ist es eine schöne Sammlung von kleinen Nähprojekten, die man schnell und simpel nachnähen kann. Kleinigkeiten, die sich gut als Geschenke machen lassen oder auch nützliches, wie große Einkaufstaschen. Wer einfach mal gerne ein Buch zu Hand nehmen möchte, der ist mit dieser Sammlung bestimmt zufrieden.

Mir persönlich geht es wie mit den meisten Büchern - ein paar Sachen sprechen mich wirklich an, ein paar interessieren mich gar nicht. Das ist aber gut und richtig so, schließlich soll es ja möglichst vielen Menschen gefallen. Das sehe ich bei Rezeptbüchern ganz genau so, schließlich schmeckt einem auch nicht jedes Rezept.

Was mir z.B. nicht so gut gefällt sind Anleitungen für Taschen, bei denen man ganz bestimmte Griffe (Holzgriffe) benötigt. Ich hasse es, für eine Taschenanleitung erstmal noch lange nach den nötigen Zubehörteilen suchen zu müssen ... ich zähle nicht zu den Leuten, die tausende solcher Griffe zu Hause liegen haben - mal abgesehen davon, dass ich sie überhaupt nicht mag. Hier hätte mich ein Alternativvorschlag für einen anderen Griff ... z.B. selbstgenäht sehr gefreut. Wer versiert ist beim Taschen nähen, kann dies bestimmt selbst umsetzen, ich finde aber, ein Buch sollte so etwas nicht unbedingt voraussetzen.


Bei allen Anleitungen steht direkt am Anfang, welchen Schwierigkeitsgrad die Anleitung hat. Nirgendwo aber steht, nach welchen Richtlinien diese Schwierigkeitsgrade gemessen werden. Insofern hilft es also nicht weiter, außer dass man vielleicht weiß, als Anfänger nicht grad mit Schwierigkeitsstufe 5 anzufangen ..

Überhaupt werden Anfänger bestimmt ein bisschen überfordert sein, mit den oft nur wagen Angaben. So taucht z.B. in den Materiallisten "Volumenvlies" auf... nirgendwo aber gibt es eine nähere Bezeichnung oder Erklärung dazu. Für Menschen, die schon mit solchen Materialien gearbeitet haben - kein Problem. Für Anfänger bedeutet es wohl weitere Nachforschungen, die nicht in diesem Buch vorgenommen werden können.

Ich habe mir aus dem Buch zunächst die Messenger-Tasche herausgepickt, die die Angabe Schwierigkeitsgrad 3 hat. Da ich schon viele Taschen genäht habe, machte ich mir über den Schwierigkeitsgrad keine Gedanken. Bei dieser Anleitung stand übrigens auch mal bei, was für Bügeleinlagen es denn sein sollten.

Bereits bei der Anleitung zum Zuschneiden gab die Autorin den Tipp, sich die Teile zu beschriften, das war auch wirklich gut, da zwischen Zuschneiden und Nähen bei mir unerwartet 14 Tage lagen und ich überhaupt keinen Durchblick mehr hatte.

Dann wird aus Stoff 1 - 4 erklärt, wie groß die Stücke sein sollen - zusätzlich Bügeleinlage. Bei 2 Stoffstücken wird sogar ein Zuschneideschema aufgezeichnet, damit man möglichst verschwendungsfrei arbeiten kann. Das fand ich sehr gut, nutze mir bei meinem Muster aber leider nicht viel weiter.

Zusätzlich zu den nun folgenden Arbeitsschritten gibt es auch immer kleinere Zeichnungen, die einem behilflich sein sollen. In der Anleitung gibt es auch immer Hinweise, wenn es eine passende Zeichnung gibt.

Bei einigen Schritten habe ich persönlich die Anleitung nicht ganz verstanden. Jedoch war ich aufgrund meiner Erfahrungen nie hilflos und konnte zügig durchnähen. Es ist halt sehr schwer, manche Sachen nur in Worten zu beschreiben, da alle Menschen ja nun einmal unerschiedliche Denkstrukturen haben .. bestimmt wären diese Sachen anderen total verständlich gewesen.

In der mir vorliegenden Auflage ist übrigens auch bei dieser Anleitung ein Fehler in den Maßen eines Vlies-Teiles, jedoch war das nicht gravierend und fiel beim Aufbügeln auf und ließ sich entsprechend verkürzen.

Wenn man das Prinzip der Tasche verstanden hat, ist es eine schnell zu nähende kleine Tasche, die dennoch ein ziemliches Raumwunder ist. ich finde sie genial, wenn man mal nur ein paar Sachen mitnehmen möchte. Mit ihrer geräumigen Innentasche und den insgesamt 3-4 zusätzlichen Taschen passt sie perfekt. Ich habe z.B. eine seitliche Außentasche einfach weggelassen, weil ich diese eh nie nutzen würde. Die weiteren Taschen sind unter der Klappe versteckt und damit für mich sinnvoller. Den Träger habe ich statt aus dem angegebenen Stoff einfach aus Gurtband gefertigt, weil ich diesen lieber mag. Insgesamt hat mich die Tasche wohl so ungefähr 4-5 Stunden Arbeit gekostet .. ich denke, die nächste nach diesem Schnitt dürfte sogar locker in 2-3 Stunden zu schaffen sein!

Ich habe auch noch weitere Projekte, die ich unbedingt nachnähen möchte, für mich hat sich dieses Buch also absolut gelohnt!

Meine Wertung:
Ich vergebe nur 4 Sterne, weil ich finde, dass ein paar der Anleitungen zu unflexibel sind für Anfänger und vielleicht auch einen zu alten Touch haben. Ansonsten aber kann ich das Buch absolut empfehlen!



Hier ist meine Tasche:






Dienstag, 21. Oktober 2014

[Rezension] Dr. Dr. Michael Despheghel - 2 Tage Diät sind genug

riva
broschierte Ausgabe (14.8.13): KLICK - 9,99 € - 202 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Sachbuch / Diätratgeber

Der Autor:
Dr. Dr. Michael Despeghel hat seit rund 25 Jahren Erfahrung als Referent. Er hält europaweit Vorträge zu Fitness-, Präventions- und Gesundheitsthemen und ist Autor zahlreicher Bücher zu diesen Themen.
Der Sportwissenschaftler und Gesundheitsexperte ist Spezialist für nachhaltige Lebensstiländerung und gesunde Lebensführung.
Er doziert er an der Justus Liebig Universität Gießen im Fachbereich Sportmedizin. Er ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für präventive Männermedizin e. V. 2006 und 2008 wurde Dr. Dr. Michael Despeghel mit dem Award Speaker of the Year ausgezeichnet.
Dr. Dr. Michael Despeghel ist bekannt durch eine FOCUS-Serie und  Fernsehauftritte. Den Erfolg seiner Konzepte weisen wissenschaftliche Studien der Sporthochschule Köln und der Universität Gießen nach.


Inhalt:
Dieses Buch ist eigentlich weder eine strenge Diät, noch eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Vielmehr zeigt es Menschen, die weder das eine noch das andere dauerhaft schaffen, eine Alternative, sein Gewicht trotzdem zu reduzieren. Und zwar ohne den massiven Stress, den beide Formen mit sich bringen können.


Meine Meinung:
Mal vorab, dies ist wirklich wie es dort steht - Meine Meinung. Ob sie richtig oder falsch ist, will ich hier nicht diskutieren und ich möchte auch keine Belehrungen. Es ist einfach meine Meinung. Jeder darf sich gern seine eigene bilden und auch selbstständig eine Bewertung abgeben, dies muss er nicht in einem Kommentar zu meiner Rezension tun! - Danke :)

In diesem Buch führt der Autor Sachen auf, die den meisten diäterprobten  Menschen nicht unbekannt sind. Dass Radikaldiäten immer nur so lange wirken, wie sie angewendet werden, dann meist ein Jojo-Effekt folgt, dass theoretisch nur lebenslange vernünftige Ernährungsumstellungen etwas bringen - UND .. das die meisten das einfach nicht schaffen. Danke. Bingo .. genau so ist es. Theoretisch bin ich perfekt und müsste auch die perfekte Ernährung leben ... praktisch versage ich auch immer wieder, es gibt einfach zu viel, was lecker ist und in größeren Dosen einfach nicht mehr ernährungsbewusst ist. Ich weiß das .. aber ... :)

Daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Grob umrissen empfiehlt der Autor in unserer Überflussgesellschaft einfach, eine etwas andere Routine in seine Essgewohnheiten zu bringen. Dem Körper Ruhephasen zu geben, um den Überfluss verarbeiten zu können und gibt einem ein Prinzip an die Hand, was auf Dauer vielleicht leichter durchzuhalten ist, als 100%iger Verzicht. Doch auch hier spielt natürlich der Wille eine große Rolle. Was will ich wirklich ... will ich weiter das fortführen, was ich derzeit habe - das ständige Gefühl mir etwas zu verkneifen und ständig doch zu versagen und dadurch immer etwas zuviel mitzuschleppen, oder mich an 2 von 7 Tagen zusammen zu reißen - um dann 5 Tage frei von Zwängen zu sein ...

Diese 2 Tage sind nicht, wie ich im Vorfeld dachte - Fastentage. Es gibt schon etwas zu essen, aber sehr sehr reduziert. Dafür aber gibt es im Buch sehr viele Rezeptvorschläge, so dass es gar nicht schwer ist, das einzuhalten. Mit etwas Routine denke ich, sehr einfach auch in den Alltag einzubauen. Denn an diesen 2 Tagen gibt es nur eine Mahlzeit - und ob die Mittags oder Abends eingenommen wird, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, aus was sie besteht und wieviele Kalorien sie hat. An den anderen 5 Tagen kann man ganz normal essen ... auch wenn hier 5 Tage Sahnetorte garantiert kontraproduktiv sind, verboten wäre sie jedenfalls nicht. Aber mal ehrlich, wer macht das schon... ich denke, die wenigsten. Aber an den 5 Tagen muss man weder auf Kohlehydrate verzichten, noch auf Fett oder auf Süßes, sich nicht an bestimmte Zusammenstellungen der Mahlzeiten halten oder irgendwas zählen. Wir könnten also 5 von 7 Tagen ohne Zwänge leben, die es ja eigentlich sind, die uns stressen. Ich finde, das klingt auf Dauer umsetzbar. Es ist auch egal, ob man die 2 Tage Verzicht hintereinander oder auseinander gelegt macht - aber .. sie sollten immer am gleichen Tag sein. Warum, das erläutert der Autor in seinem Buch sehr glaubhaft, ich denke, er könnte damit gar nicht so unrecht haben.

Aber er vermittelt im Buch noch vieles mehr, was ich teilweise sehr interessant fand, was für mich teilweise aber auch nur Wiederholungen darstellte, da ich in dem Bereich halt schon vieles gelesen habe - aber, zur Umsetzung seines Prinzips muss man denke ich auch nicht zwangsläufig alles lesen, sofern man das Wichtige sieht.

Achso .. ja .. und er empfiehlt natürlich auch wieder etwas Bewegung, allerdings auch in Maßen und auch nicht zwanghaft! ... sehr nett, wenn die Entscheidung bei mir bleibt. Danke.

Ob diese Diät etwas bringt - weiß ich nicht. Bislang hab ich sie nur theoretisch verinnerlicht. Aber ich werde sie nach dem Urlaub starten und sehen, ob ich es wirklich so mühelos in den Alltag integrieren kann, wie es sich anhört und vor allem, ob es was bringt. Der Autor verspricht im Prinzip pro Woche ein halbes Kilo Gewichtsverlust, je nachdem, was man an den 5 Tagen anstellt. Also eine langsame, aber stetige Reduktion, die langfristig - wie man ja weiß - die Beste ist.

Sollte ich durchhalten, werde ich ein Update geben... vielleicht im Monatsrhythmus .. mal sehen ..

Es gibt übrigens auch noch ein Rezeptbuch, aber in diesem Buch hier sind für den Anfang so viele leckere Rezepte enthalten, dass ich zu Beginn davon abraten würde - bei Durchhalten sicherlich ergänzend ganz toll!

Fazit: 
Wer (mal wieder wie ich) nach etwas sucht, das langfristig das Gewicht reduziert, dem könnte es mit diesem Buch gelingen. Zumindest theoretisch klingt es für mich umsetzbar. Es vermittelt viel interessantes, für diäterprobte sicherlich nichts bahnbrechend neues, dennoch gut zusammengestellt und für den kleinen Preis durchaus ein Ratgeber, den ich empfehlen möchte. Ob es wirkt, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt gern ergänzen .. wenn ich es denn durchhalte ;)

Meine Wertung:


Donnerstag, 27. Februar 2014

[Rezension] Tone Finnanger - Mit Tilda durch das Jahr

KNAUR

gebundene Ausgabe (3.2.14): KLICK - 15,- € - 192 Seiten

Bei dem Buch handelt es sich um ein Nähbuch incl. Schnittmuster!

Die Autorin:
Tone Finnanger ist eine junge norwegische Designerin, die sehr erfolgreich das Tilda-Label eingeführt hat und unter dieser Marke eigene Modelle veröffentlicht und die dazugehörigen Stoffe entwirft. Sowohl ihre Stoffe als auch die Bücher kann man mittlerweile europaweit kaufen.
Seit Neuestem gibt es auch deutsche Tilda-Onlinekurse im Internet.


Inhalt:
Im Näh- und Bastelbereich ist der Begriff "Tilda" ein sehr bekanntes Schlagwort. Man verbindet damit sowohl Puppen, Stofftiere, als auch Stoffe - alles angehaucht im Landhausstil (so jedenfalls empfinde ich es). Meist geht es um Blumenmuster, nicht selten in Pasteltönen. Zarte, schlichte Formen und Farben zeichnen die Linie aus und meist erkennt man sie tatsächlich ohne den Namen zu lesen.

Dieses Buch hier zeigt kleine und größere Werke, passend zu den verschiedenen Jahreszeiten. Die Anleitungen sind ausreichend erklärt, nicht selten mit Schritt für Schritt Anleitungen und so ist das nacharbeiten nicht schwierig. Für die meisten Projekte ist auch keine Nähmaschine Voraussetzungen, da es hier um kleinere Projekte geht, funktioniert alles auch sehr gut mit dem Handnähen.


Meine Meinung:
Schon lange wollte ich mal ein Tilda-Buch haben - nun, wer, der sich für Handarbeiten interessiert nicht. Ich persönlich finde sowohl die Ideen als auch das Zubehör außergewöhnlich ansprechend und liebenswert. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die aber den ganz besonderen Reiz ausmachen.

Das Buch ist nach den vier Jahreszeiten aufgeteilt und so finden sich hier passende Projekte, die die Wohnung über das Jahr begleiten können. Ob es nun Hasen und Hühner im Frühling, kleine Taschen oder niedliche Käfer im Sommer, bezaubernde Waldtiere im Herbst oder Engel in der Weihnachtszeit sind, am liebsten würde man spontan das ganze Buch von vorn bis hinten nacharbeiten. Bevor hier der falsche Eindruck entsteht, das war grad nur eine kleine Auswahl der Projekte, es gibt noch viele viele mehr!

Das Buch ist sehr aufwendig gestaltet, mit vielen Bildern zu jedem Projekt, das einem nicht nur manche Arbeitsschritte, sondern auch die mögliche Ausführung der Projekte zeigen sollen. Viele kleine Details runden die Projekte ab, ob es nun Verzierungen sind, die eine ansonsten schlichte Tasche zu einem Eyecatcher werden lassen, oder die verschiedenen Möglichkeiten, Engel zu bekleiden - mit Schlafanzügen , weihnachtlichem Festgewand mit Krönchen, kleinen Halskrausen für die Wildtiere, die man so etwas besonderem verwandelt.

Was beim durchlesen des Buches jedoch schnell klar wird: Es ist wirklich empfohlen, hier auf die original-Stoffe zurückzugreifen. So sind beispielsweise die Körper der Stofftiere und Puppen aus einem bestimmten Stoff, der ein bisschen an Leinen erinnert. Er sieht einfach absolut passend in Struktur und Farbe aus. Gleiches gilt auch für die zwarten Stoffe, die kleinen Muster, die man sonst nicht so oft findet und natürlich den typischen norwegischen Stil, der einfach gut zu den Projekten passt.

Sicher, es gibt auch genügend neutrale Projekte - kleine Taschen, große Taschen, Handy-Hüllen. Dafür sind die Stoffe nicht zwingend nötig und man kann bereits vorhandene genau so gut verwenden. So ist man nicht gezwungen, hier nur die Stoffe nutzen zu können. Wenn sie auch eindeutig passender sind.

Mir gefällt einfach sehr gut, dass ich zu jeder Jahreszeit dieses Buch aufschlagen kann und etwas zur entsprechenden Zeit finde, mit dem ich meine Wohnung verschönern kann, mit dem ich anderen eine kleine Freude bereiten kann oder wo ich auch immer Jahreszeitunabhängige Sachen finden kann. Eine perfekte Mischung.

Die Einleitung ist mit drei Seiten sehr kurz, aber ausreichend gestaltet. Danach folgen knapp 120 Seiten Anleitungen, um dann auf den restlichen Seiten die Schnittmuster zu finden, die alle in der original-Größe gehalten sind, so dass man nicht noch künstlich etwas vergrößern muss.

Fazit:
Wer Tilda mag, der findet hier eine wundervolle Begleitung für das ganze Jahr. Mit großen und kleinen Projekten, passend für die vier Jahreszeiten, aber auch völlig neutrale. Puppen, Stofftiere, kleine und große Taschen, Hüllen und Beutel, Nadelkissen und vieles mehr verzaubern einen durch wundervolle Bilder und gut geschriebene Anleitungen. Man sollte sich diese Sonderausgabe wirklich nicht entgehen lassen!

Meine Wertung:

Dienstag, 18. Februar 2014

[Rezension] Detlef A. Huber - Zwischen Walen und Windeln am Ende der Welt

Einmal quer durch Südamerika

Taschenbuch (Nov 13): KLICK - 17,90 € - 280 Seiten
Altersempfehlung: ? - jedes Alter
Genre: Reisebericht - wobei es viel mehr ist

Der Autor:
Geboren 1971 in Hermannstadt (Siebenbürgen), arbeitet als Rechtsanwalt und Unternehmensberater in der Schweiz. Mit seinem Sabbatjahr im Süden Amerikas hat er sich einen lange schon gehegten Traum erfüllt und die Familie gleich mitgenommen.








Herzlichen Dank, Detlef, dass ich an Eurem Abenteuer teilnehmen durfte. Es hat wirklich viel Spaß gemacht!



Inhalt:
Man schnappe sich das Wohnmobil und seine Familie, kündige seinen Job und startet mal eben einfach so für ein Jahr quer durch Südamerika. Eigentlich umfasst das den Inhalt. Und doch ist es auch so viel mehr. In seiner lockeren leichten Art schildert der Autor, was ihnen auf dem Weg dorthin, und auf ihrer Reise selbst so passiert. Was sie erleben, erfahren. Gibt seine Eindrücke an uns weiter, lässt uns teilhaben an einem ungewöhnlichen Abenteuer, das viel Mut erfordert und einen doch so reichlich belohnt.

Meine Meinung:
Zuerst war ich mir nicht sicher. Sollte ich wirklich einen Reisebericht von einem mir gar nicht bekannten Menschen lesen? Könnte mich so etwas fesseln, wo ich es manchmal schon langweilig finde, unendlich viele Bilder von Freunden aus dem Urlaub zu sehen? Nun wie gut, dass es Leseproben gibt. Die ich sonst zugegebener Maßen nicht lese, aber hier doch sehr aufmerksam tat. Und ich brauchte auch nicht viel lesen, um mich zu überzeugen, der Schreibstil, der gefällt, der ist unterhaltsam, vermittelt von Land und Leute und von Erlebnissen und meine Neugier siegte.

Ich finde es bemerkenswert, sich so einen Traum zu erfüllen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht den Mut dazu. Alles aufgeben und ein Jahr mit zwei kleinen Kindern in einem Wohnmobil in so einem fremden Kontinent? Ich würde wohl von meiner Angst gelähmt werden - was schade ist. Denn wie man hier in dem Buch erfahren kann, überwiegen die ganzen positiven Eindrücke und Erlebnisse alle Hindernisse.

Das Wohnmobil ist noch nicht freigegeben? Ärgerlich, aber gott, bleiben wir noch etwas in dieser Stadt, schauen uns die Umgebung an, lernen die Leute näher kennen. Ein Waldstück brennt, nun, es ist zwar schade, dass wir doch schon wieder weg müssen, aber wir ändern einfach unsere Pläne und verbringen dafür wo anders mehr Zeit. Jedes kleine Hindernis nahm der Autor mit einer - wie ich finde - gesunden Prise Humor und machte einfach das beste daraus. Er fuhr nicht streng nach festgelegtem Plan, sondern schmiss auch mal spontan etwas über den Haufen, wenn etwas anderes sinnvoller war.

Belohnt wurden sie dafür mit Eindrücken, die man so wohl nie wieder sammelt. Sie erleben die unterschiedlichsten Tierarten hautnah, kommen Land und Einwohner näher, als man es in einem normalen Urlaub erlebt, genießen die einheimischen Küchen ohne von Hotels merkwürdig verdeutschtes Essen vorgesetzt zu bekommen. Fast jeder Tag ist einmal, bietet Höhepunkte, die sich einem einprägen, die einen sicherlich unmerklich auch ändern, wandeln. Man lässt sich treiben, legt den Stress und die Hektik ab - Zeitpläne, was ist das? Die Mühlen mahlen langsamer.

Es war wirklich faszinierend, diese Reise mitzuerleben, die nicht nur über den Autor und seine Familie berichtet. Auch wenn sie natürlich ein wichtiger Bestandteil sind, kommen hier die Länder und die Einheimischen ganz klar in den Vordergrund. Unterhaltsam lernt man dies und das, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu lernen. Und so verfliegen die Seiten und ehe man sich versieht, ist man leider schon am Ende angelangt. Und hat so in ein paar Stunden fast einen ganzen Kontinent bereist - und das, während man sicher in den eigenen vier Wänden saß.

Fazit:
So viel mehr als ein Reisebericht. Ein Ausflug in eine uns eher unbekannte Welt. Ein Abenteuer, das man sicher zu Hause erleben kann und in ein paar Stunden so fast einen ganzen Kontinent bereist. Mit viel Humor und sehr lockeren Schreibstil schildert der Autor seinen einjährigen Ausstieg aus dem Leben, um gemeinsam mit seiner Familie einen Kontinent zu erobern. Man wünscht, man wäre dabei gewesen.

Meine Wertung:



Sonntag, 16. Februar 2014

[Rezension] Jacqueline Esen - Fotografieren!

Die Fotoschule zum Mitmachen

Vierfarben
ISBN: 9783842100343
Hardcover - 379 Seiten - 29,90 €
Erschienen: 28.4.2012
Genre: Sachbuch / Fotografieren

Die Autorin:
Die Münchner Fotografin und Buchautorin Jacqueline Esen versteht es, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären. Sobald man die technischen Zusammenhänge versteht, freut man sich geradezu darauf, mehr über Möglichkeiten der digitalen Fotopraxis zu erfahren, so ihr Credo. Ihre eigenen Fotos leben von den leisen Zwischentönen. Mit geschultem fotografischem Blick findet sie selbst im Alltäglichen ihre Motive. Beruflich beschäftigt sie sich mit Porträts, Veranstaltungs- und Bühnenfotografie. Ihre bevorzugte Arbeitsmethode ist das Arbeiten mit dem vorhandenen Licht (Available Light).
Jacqueline Esen versteht das Fotografieren als Berufung. Sie ist seit 2007 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). 
Aktuelle Artikel finden Sie unter fotonanny




Inhalt:
Eine Fotoschule der interessanteren Art. Hier geht es nicht nur darum, die klassischen Motive bestmöglichst abzulichten, sondern besondere Akzente zu setzen, ungewöhnliche Motive zu suchen, Details zu erkennen, Farbenvielfalt wiederzugeben. Sprich, hier soll einfach Spaß und Einfallsreichtum in die Fotografie gebracht werden. Gute Fotos machen heute viele Leute. Das ist schon allein durch die hervorragenden Programme der Kameras bedingt. doch die Kunst ist, das außergewöhnliche zu suchen. Motive zu finden, die das Auge einfangen, die zum längeren Schauen animieren und die vor allem Spaß machen beim fotografieren. Die Autorin hat in diesem Buch eine so interessante Auswahl für alle Situationen geschaffen, dass allein das Lesen des Buches riesig Spaß gemacht hat.

Meine Meinung:
Seien wir doch mal ehrlich. Wir fotografieren alle gern. Die einen meistens schnell mit dem Handy, die anderen mit kleinen Kompakten und ein paar richtig mit toller Ausrüstung im Bereich der Profi-Kameras. Wenn wir die höchste Klasse mal auslassen, sind die meisten mit den Kompakten oder den digitalen Spiegelreflexkameras unterwegs, die heute ja auch kein Vermögen mehr kosten. Das meiste, was wir machen, sind Schnappschüsse, Urlaubsbilder oder geliebte Menschen ablichten für die Ewigkeit. Die Bilder sind meist nett, haben persönliche Bezüge durch vertraute Personen oder Orte. Aber wirklich beeindrucken können sie nicht.

Doch wenn man schon tolle Kameras oder auch einfach nur Spaß am fotografieren hat, dann hat man zumindest anfänglich den Ehrgeiz, etwas zu lernen. Sicherlich geht hier viel übers ausprobieren, doch die wenigstens dürften solche Naturtalente sein, dass sie alles berücksichtigen, was ein gutes Foto ausmacht. Doch wenn es darum geht zu lernen, kommen wir sehr schnell an die Spaßgrenzen. Langatmige Lektüre, Fachbegriffe die man sich nicht merken kann oder will und Bücher, mit deren Gewicht man jemanden erschlagen könnte. Und schon ist der gute Vorsatz wieder weg, die Lektüre steht in der Ecke und wir machen wieder unsere Schnappschüsse. Kenn ich. Geht mir auch so. Wird sich auch nie ändern. Dachte ich jedenfalls. Dann kam mir das Buch hier in die Finger.

Das Buch ist eingeteilt in 10 Kapitel, bei denen für jeden etwas dabei sein dürfte. Bereits im Vorwort, dass den Umgang mit diesem Buch näher bringen soll sagt die Autorin: "Querlesen erwünscht!" ... man soll also gar nicht wie bei den klassischen Büchern sich von vorn bis hinten "durchquälen". Sondern einsteigen, wo man gerade sein Interesse sieht. Wählt einfach ein Thema, das Euch gefällt, beschäftigt Euch damit und geht dann zum nächsten, dann zum nächsten. Ob Ihr dafür Tage, Wochen, Monate braucht oder manche gar nicht aufschlagt, ist hier nicht von Bedeutung. Vielleicht ist der beste Weg, das Buch an die Situationen anzupassen.

Ich habe jetzt mal ein Kapitel herausgepickt. Es ist das erste - Zufall. Es heisst "Für eilige Fotografen". Es ist aufgeteilt in 5 "Aufgaben". Auch diese muss man nicht alle machen, sondern wählt das, was einem gefällt. Mein Beispiel: Tagesnotizen. Hier kommt zum Kapitelbeginn erstmal eine Aufstellung, was man "braucht". Hier zum Beispiel: täglich 5 Minuten Zeit. Das Kameraformat spielt keine Rolle. Die Automatikfunktion reicht völlig aus. Also ganz klein, ganz einfach, perfekter Einstieg. Zusätzlich wird aufgeführt, was man lernt - Hier Ideen, Bildgestaltung eine art Fototagebuch.

Hier geht es einfach darum, die Kamera nicht bis zum nächsten Verwandtenbesuch liegen zu lassen, sondern sie täglich in die Hand zu nehmen. . Sie gibt Tipps für Varianten, für Motive, für Erinnerungen. Und das ganze auf 5 Seiten - hübsch anzuschauen mit Beispielbildern. Und schwupps, schon ist ein Unterkapitel gelesen, probiert und hat bestimmt auch Spaß gemacht.

Natürlich sind nicht alle Kapitel so "schnell". Nehmen wir ein anderes Kapitel, nur so zum Vergleich, diesmal nicht so ausführlich: "Zehn Ansichten". Der Name verrät es schon fast. Man sucht sich ein Objekt und soll es in zehn möglichst unterschiedlichen Ansichten fotografieren. Hierbei lernt man, wie anders ein Objekt wirken kann, wenn man nur die Perspektive verändert. Auch hier erklärt die Autorin, worauf man achten soll, was einen erheblichen Unterschied bringen kann, zeigt selbst anhand von Fotos eindrucksvoll, wie sich ein Objekt verändert.

Das Buch kann einem wirklich wertvolle Tipps in allen Lebenslagen bieten. Ob es nun um Grundlagen geht, die spielend erforscht werden können, um mit den unterschiedlichen Wetterlagen auszukommen, um besondere Effekte zu erstellen, für jeden sollte etwas dabei sein - das meiste aus Alltagssituationen heraus - bei einem Spaziergang, einem Zoobesuch, Langeweile zu Hause ...

Fazit:
Das Buch bietet so viele spielerische Aufgaben, das Fotografieren näher zu bringen, in Kleinigkeiten zu lernen. Ohne trockene Anleitungen, ohne stundenlanges lesen. Zehn Kapitel mit kleinen Unterkapiteln, die immer wieder eine Aufgabe mit sich bringen, die man nachmachen kann. Ein Buch, dem es egal ist, ob man hinten oder vorne oder in der Mitte beginnt. Das auffordert, auch mal zu überspringen, was man nicht mag. Und das einen unbewusst dazu bringt, immer mehr zu "lernen", ohne dass man es überhaupt als lernen erkennen kann. Ich persönlich finde diese Methode einfach grandios. Danke!


Meine Wertung: