Dienstag, 1. Oktober 2019
[Rezension] Isabel Morland - Sehnsucht nach St. Kilda
[unbezahlte Werbung]
Verlag: KNAUR
Buch: KLICK 9,99 €, 400 Seiten, (ET4.11.19) (Affiliate-Link)
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Reihe: Ja, Teil 3 von ? - Einzeln lesbar
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance
Die Autorin:
Isabel Morland wurde 1963 in Bamberg geboren und wuchs in einer literaturbegeisterten Familie auf. Nach verschiedenen selbstständigen Tätigkeiten und Auslandsaufenthalten studierte sie Kommunikationswissenschaften. Sie arbeitet freiberuflich als Trainerin und Coach. Sie brachte zunächst ihre vier leiblichen Kinder zur Welt, bevor sie sich ihren geistigen Kindern widmete und, angeregt durch die vielen Reisen, zu ihrer ursprünglichen Leidenschaft, dem Schreiben, zurückkehrte.
Diverse ausgedehnte Aufenthalte auf entlegene und verlassene schottische Inseln inspirierten sie zu einem Romanzyklus über die faszinierende Landschaft und Lebensweise der Menschen auf den Hebriden. Seelisch in Schottland verwurzelt, lebt sie mit ihrer Familie in ihrer fränkischen Heimat. Neben ihrer Liebe zum Schreiben hält sie als Hobbyfotografin die Stimmungen der Landschaften ihrer Romane fest.
Inhalt:
1930 - Annies Welt bricht auseinander, als die kleine schottische Insel, auf der sie lebt, evakuiert wird. Danach ist nichts mehr wie es war. Doch vergessen kann sie weder die Insel, noch die Menschen dort. Vor allem Finlay nicht, den sie nie wieder sah.
2005 - Auch Rachels Welt geriet aus den Fugen als der Mann, den sie liebte, starb. Dennoch versucht sie alles, um ihrem Sohn Sam eine schöne Kindheit zu ermöglichen. Doch als es nicht mehr geht, erinnert sie sich an ihre Wurzeln und kehrt zurück zu ihrer Großmutter, die sie zwar liebt, aber mit der sie nur schwer leben kann. Zu unterschiedlich sind die Welten, in denen sie groß wurden. Doch gerade die Welt ihrer Großmutter ist es, die sie in eine Richtung schubst, in der sie endlich wieder ein Licht sieht, dass alles wieder gut werden könnte. Wenn sie nur nicht dabei wäre, sich in den genau falschen Mann zu verlieben, als sie den Spuren ihrer Großmutter folgt.
Meine Meinung:
Ein wirklich tolles Buch, das wie immer den ganz eigenen Stil der Autorin zeigt. Zwei Geschichten, zwei Zeiten und dennoch zwei Leben, die miteinander verbunden sind. Ein Buch das zeigt, dass am Ende alles gut werden kann .. man muss nur daran glauben.
Ich finde es toll, wie man hier immer wieder die Geschichten wechseln kann. Zum einen Annie, Rachels Großmutter. Viel erfährt man von dem einstigen Leben auf einer kleinen schottischen Insel. Von den Naturgewalten. Von einer Kinderfreundschaft, die so jäh auseinander gerissen wird, weil das Leben irgendwann dort unmöglich wird.
Und dann Rachel, die in der Welt in der sie lebt, nicht mehr länger klar kommt. Weil auch hier die Gegebenheiten für sie unmöglich sind, zu überleben. Die kurz entschlossen alles aufgibt und zu ihrer Großmutter zieht und dort, ohne es zu wollen, in deren Geschichte hineingezogen wird. Anfangs voller Gegenwehr, später mit immer wachsendem Interesse. Das, was zuerst so unmöglich scheint, wird schnell zu einem Weg, sich selbst zu finden.
Was zusätzlich noch verzaubert, ist die Kunst der Autorin, diese Welten zu schildern. Dieses karge, raue Land, das alles abfordert. Das dennoch eine Magie in sich trägt, wie kaum ein Zweites. Die nicht minder rauen Menschen, die dennoch ihr Herz am rechten Fleck tragen. Aber auch die Emotionen, die Gefühle, werden hier in Worte gepackt, die kein bisschen kitschig sind und dennoch tief berühren ...
Ein Beispiel:
"Sie saßen in einer Schneekugel, geschützt vor der Wirklichkeit, um sie herum schneite es in zarten Flocken von Geborgenheit."
Wunderschön ... und nachhaltig berührend, wie ich finde.
Fazit:
Auch der dritte in sich geschlossene Roman, der auf den Hebriden spielt, ist absolut lesenswert. Wundervolle Beschreibungen der Orte. Zwei Geschichten von zwei Menschen in zwei Zeiten. Die sich berühren und ohne es zu wollen verändern. Eine Liebe, die die Zeit überdauert und zeigt, dass alles gut werden kann, wenn man vertraut. Ein Buch, das berührt. Für mich mit Abstand das beste Buch der Autorin, das unendlich lange in einem nachhallt .. seit ich es las, habe auch ich Sehnsucht nach St. Kilda, ohne es zu kennen.
Meine Wertung:


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