Samstag, 20. August 2011

[Rezension] Antje Szillat - Alice im Netz

zweihorn-edition
ISBN: 9783935265485
155 Seiten - Taschenbuch

Die Autorin:
Geboren 1966, verheiratet, Mutter von 4 Kindern, ist ausgebildete Lerntherapeutin und Lernberaterin. Sie lebt und arbeitet in der Nähe von Hannover. Sie ist freiberuflich als Autorin von Kinder- und Jugendbüchern sowie Sachbüchern tätig. Außerdem arbeitet sie als freie Redakteurin für namhafte Printmagazine. Die Lese- und Jugendförderung liegt ihr besonders am Herzen.

Inhalt:
Alice hält sich viel im Netz auf. Sie betreibt einen Blog unter dem Pseudonym "Rasende Rita", trifft sich mit Freunden auf Internet-Plattformen und chattet. Es macht ihr riesigen Spaß und nie hätte sie damit gerechnet, daß daraus etwas böses entstehen könnte. Bis zu dem Tag, an dem sie eine Email von Jared erhält, der ihr erzählt, daß er alles über sie weiß und das sie ihm nie entkommen wird. Alice hat Angst, doch erst nach und nach erkennt sie, wieviel er wirklich weiß. Wieviel sie über sich selbst im Internet verraten hat.

Meine Meinung:
Es ist ja nicht so, als hätten sich klar denkende Menschen noch keine Gedanken über dieses Thema gemacht. Es ist wirklich eine Gratwanderung, was erzählt man über sich und was nicht. Kranke Menschen gibt es überall und ich denke, das Internet ist wirklich eine anonyme Spielwiese für solche. Doch auf der anderen Seite frage ich mich, wie stark ich mich in meinem Leben einschränken müßte, um allen Gefahren zu entgehen. Kann mir nicht auch jemand in der Bücherei folgen, nicht dort auch an meine Daten kommen? Könnte es nicht sein, daß der Typ neben mir im Fitness-Studio genau die gleichen Ambitionen hat? Ich habe für mich eine Wahl getroffen, wie ich mit persönlichen Dingen im Internet umgehe. Ich lasse mich nicht in meiner freien Meinung einsperren.

Aber .. ich bin auch ein erwachsener Mensch. Ich weiß, was ich mache, was ich preisgebe. Wie aber sieht es mit den Jugendlichen aus. Denen doch noch so viel Erfahrung fehlt. Die noch nichts schlimmes erlebt haben, also nichts böses ahnen. Die aber auch schon jetzt den Umgang mit dem Internet wollen, was ich auch völlig richtig finde. Das Internet gehört einfach inzwischen zum Leben dazu. Es ist nicht lebensnotwendig, aber doch eine Bereicherung wie ich finde. Schließlich habe ich selbst meine besten Freundinnen darüber kennengelernt und das schon vor vielen vielen Jahren.

Ich denke, das Buch ist eine sehr lehrreiche Geschichte für Jugendliche zu erfahren, daß sich nicht nur Gutes hinter dem Internet versteckt. Genau so, wie man kleinen Kindern beibringt, nicht mit Fremden mitzugehen, sollte man heute seinen Kindern lehren, was für virtuelle Gefahren es geben kann. Und mit "Alice im Netz" ist es Antje gelungen, eine wirklich fesselnde Geschichte mit viel wahrem Hintergrund zu gestalten.

Bevor ich das Buch gelesen habe, war ich überzeugt, es einem kleinen Mädchen schenken zu wollen, das gerade die ersten Schritte im Internet macht. Jedoch hält mich das gerade gelesene doch davon ab. Es ist für Kinder dann doch einen Schritt zu heftig. Aber ich werde es wohl ihrer Mutter schenken, die selber gar keinen Bezug zum Internet hat, ihrer Tochter aber die Möglichkeit nicht entziehen möchte. Der wir schon versucht haben zu erklären, wo die Gefahren liegen. Aber jemanden das Internet zu erklären, der es nicht kennt, ist sehr schwer. So kann ich nur hoffen, daß dieses Buch dabei helfen kann. Mit seinen 155 Seiten sollten selbst Menschen die sonst nicht lesen, damit keine Probleme haben.

Mein Dank geht an die Autorin Antje Szillat, die mir dieses Buch geschenkt hat!

Fazit: Ich kann das Buch nur uneingeschränkt empfehlen, da es doch wachrüttelt und zeigt, woran wir mit der Zeit einfach nicht mehr denken, wenn wir uns virtuell bewegen! Danke Antje!

Meine Wertung:






Kommentare:

  1. Ich habe das Buch auch vorgestern (glaub ich) rezensiert und ihm auch 5 Sterne gegeben!
    LG Claudia

    AntwortenLöschen
  2. Ich werde es als nächstes lesen und bin schon gespannt. Ich habe ja schließlich auch einen kleinen Klugsch... hier rumlaufen, der meint, er wüsste alles über PC und Internet.
    Für Kinder ist es auch schwer zu verstehen, was Internet eigentlich ist und was passieren kann. Ich predige ständig, dass mein Kind seine Adresse nicht weitergeben und sich vor allem mit NIEMANDEM, den er im I-net kennen gelernt hat, treffen darf. Das narvt, aber wozu sind Mütter denn da, wenn nicht zum Nerven *g*
    LG
    Anja

    AntwortenLöschen