Dienstag, 29. März 2011

[Rezension] Simon Beckett - Kalte Asche

Simon Beckett - Kalte Asche

rororo
ISBN: 978-3-499-24195-6
431 Seiten - Taschenbuch


Der Autor:
Simon Beckett arbeitet als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Als Journalist hatte er Einblick in die Polizeiarbeit; dieses Wissen verarbeitet er in seinen ersten Romanen. Sein Thriller "Die Chemie des Todes" war wochenlang auf Platz 1 der Taschenbuch-Bestsellerliste, der erfolgreichste Krimi-Neuzugang des Jahres 2006. Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.

Inhalt:
Dies ist das zweite Buch, das sich mit dem Ermittler David Hunter - ein forensischer Anthropologe - beschäftigt. Hunter ist gerade auf dem Rückweg eines Falles, den er gelöst hat, als ihn ein Anruf von seinem Heimweg abbringt (er kann einfach nicht nein sagen) und ihn auf die schottische Insel Runa bringt. Hier sind in einem verfallenen Cottage die Überreste einer verbrannten Leiche gefunden worden und Hunter ist klar, das war kein Unfall und er versucht zu ermitteln. Doch so wirklich kommt er nicht voran, da sowohl Naturgewalten als auch Menschen ihm im Weg stehen.

Meine Meinung:
Der Wahnsinn. Es ist wirklich faszinierend, wie sehr Simon Beckett mich auch mit diesem Buch wieder gefesselt hat. Er versteht es meisterhaft mit Worten einen Film vor dem inneren Auge entstehen zu lassen und einen völlig in seinen Bann zu ziehen. Man hat beinahe das Gefühl, bei den Ermittlungen neben Hunter zu stehen.

David Hunter war mir schon in "Die Chemie des Todes" äußerst symphatisch. Ich mag diesen ruhigen, leicht verschlossenen und doch so brillianten Ermittler super gern. Und das, obwohl ich eigentlich so gar nicht auf Krimis stehe. Ich wünschte mir fast, es würde diesen Menschen David Hunter wirklich geben, denn ich würde mich zu gerne einmal mit so einem Menschen ausführlich unterhalten. Aber so sehe ich ihn einfach als einen nicht zu erreichenden Freund an. Denn das wird er im Laufe der Bücher wirklich irgendwie.

Obwohl gar nicht so viel über Hunters Privatleben erzählt wird, hat man das Gefühl ihn zu kennen. Man steht an seiner Seite bei den Ermittlungen, ist schockiert, gefesselt, gebannt und fest entschlossen, das Rätsel zu lösen.

Im Gegensatz zu vielen Rezensionen hatte ich bei diesem Buch nicht einen Augenblick der Langeweile oder das Gefühl, das Buch würde sich ziehen. Im Gegenteil, das Buch zog mich völlig in den Bann und ich ärgerte mich, wenn ich es aus der Hand legen mußte. Mußte, weil freiwillig hätte ich es wohl nicht getan :)

Ich finde es genial, wie es Beckett gelingt, einem die Spannung rüberzubringen, die entsteht, als Hunter auf der Insel ermittelt. Als er allein in der Dunkelheit ist. Gänsehaut ist hier absolut vorprogrammiert - sie lief mir nicht nur einmal über den ganzen Körper. Trotzdem war es für mich kein Buch, das mich geängstigt hätte.

Faszinierend finde ich, wie Beckett einen immer wieder auf falsche Fährten lockt, wer denn nun der Täter ist ... bis zum Ende des Buches hat man immer mal wieder eine Ahnung, die man auch schon mal kippt und ist dann doch völlig überrascht vom Ausgang. Klasse sage ich nur. Und ich freue mich schon auf den nächsten Teil, Leichenblässe :)

Absolute Kaufempfehlung, wenn man das Genre mag!

Ein, zwei Sätze möchte ich Euch zur Abwechslung mal wieder mitbringen:

"Drei Uhr morgen ist eine tote Zeit. Man ist dann auf dem Tiefpunkt, körperlich und mental. Man ist so wehrlos wie sonst nie, und der verheißungsvolle Morgen kommt einem unendlich weit weg vor. Die schlimmsten Phantasien und die dunkelsten Ängste scheinen wahr zu werden." ... ja, das Gefühl kennt man, oder nicht?

Meine Bewertung zu dem Buch:

Und damit Ihr es schnell findet, einfach klicken:

Kommentare:

  1. ich fand das auch total mega geil.. :-)
    knuddel

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  2. Hab´s mir soeben notiert - das muss ich mir unbedingt besorgen, da mir sein erstes Werk auch so gut gefallen hat.

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  3. mir hat das buch auch super-gut gefallen

    lg kerry

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  4. Hay :)
    Schöne Rezi!
    Fand das Buch genauso toll und lese jetzt erstmal den dritten Band.
    Ich liebe es einfach, dass Simon Beckett es schafft, den Leser zum Narren zu halten.

    Liebste Grüße!

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  5. Auch mich hatte das Buch dermaßen gepackt, dass ich es nicht aus der Hand legen wollte. Ein wirklich guter Roman, obwohl das so gar nicht mein Genre ist.

    LG
    Monika

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