Sonntag, 27. Februar 2011

[Rezension] Holly Black - Weisser Fluch


Holly Black - Weisser Fluch

cbt
ISBN: 978-3570161074
378 Seiten - gebundenes Buch


Die Autorin:
Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman 'Elfentochter' veröffentlichte, der von der American Library Association als 'Best Book for Young Adults' ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi schreibt und gestaltet sie die fantastische Kinderbuchreihe 'Die Spiderwick Geheimnisse', und schlägt die internationale Presse und ein riesiges Publikum mit ihren Romanen aus der Zauberwelt in ihren Bann.


Inhalt:
Cassel wächst in einer Familie von Fluchmagiern auf. Er selbst jedoch scheint keiner zu sein, was ihn aber nicht weiter stört. Was ihn aber stört ist, daß er scheinbar fähig ist zu morden, ohne sich daran zu erinnern wie. Denn so geschah es ihm mit seiner besten Freundin Lila. Drei Jahre ist es her, seit er sich daran erinnern kann vor ihrer blutüberströmten Leiche zu stehen, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Seitdem scheut er den nahen Kontakt zu anderen Menschen, geht Freundschaften aus dem Weg. Da er nicht weiß, was passiert ist, hat er Angst, daß es wieder passiert. Und das ist schwierig, denn seit seine Mutter im Gefängnis ist, lebt er in einem Internat. Bis zu dem Tag, an dem er - wie so oft als kleiner Junge schon - schlafwandelt und sich auf dem Dach der Schule wiederfindet. Die Schulleitung, erst überzeugt er wollte sich das Leben nehmen, läßt sich davon überzeugen, daß er nur Schlafgewandelt ist. Als Voraussetzung ihn jedoch nicht für immer von der Schule zu verweisen, muß er ein Attest von einem Arzt bringen, daß er nicht mehr schlafwandeln wird. Und so kehrt Cassel - zumindest für die Nächte - zurück in sein Elternhaus und beginnt dies mit seinem Großvater zu entrümpeln.

Meine Meinung:
Uff, schwierig. Der Anfang hat mir gar nicht gefallen, denn ich kam überhaupt nicht in die Geschichte rein. Viele Erklärungen, worum es hier eigentlich geht, gibt es nicht. Man liest immer wieder, daß Hände ständig in Handschuhen stecken, weil bloße Hände Gefahren für andere Menschen darstellen, aber um was es genau geht, kommt für mich erst nach und nach im Buch heraus. Das fand ich irgendwie schade, weil ich die meiste Zeit damit verbracht habe herauszufinden, worum es eigentlich geht. So konnte mich das Buch auch nicht wirklich in seinen Bann ziehen.

Im Laufe der Geschichte werden die Hintergründe dann klarer, aber es vergeht mehr als die Hälfte des Buches, bis man wirklich den kompletten Durchblick hat und sich dann endlich auf die Geschichte konzentrieren kann. Ab der Mitte des Buches fesselt einen das Buch dann auch ein bißchen mehr - wenn es mich auch immer noch nicht wirklich überzeugt hat.

Wäre die Geschichte nicht so verworren, hätte mir der Schreibstil der Autorin eigentlich ganz gut gefallen. Manche Ortsschilderungen waren so gut geschildert, daß es einem nicht schwer fiel, sich die Umgebung vorzustellen. Andere Beschreibungen wiederum waren mir zu kurz oder fehlten ganz. Gerade bei einigen Personen (nicht bei allen) war dies der Fall, so daß es mir schwerfiel, die Personen "zu sehen".

Die Hauptprotagonisten in diesem Buch sind ganz klar Cassel ... tja und dann fällts schwer. Es gibt noch einige, die wichtige Rollen spielen, aber irgendwie keiner, der sich klar herauskristallisierte. Das Buch springt vielmehr von einer Person zur anderen, kaum denkt man, eine Person würde jetzt wichtiger, ist schon wieder eine andere im Spiel.

Zum Ende hin verändert sich die Geschichte in knappen Worten nochmal um ein ganzes Stück, wird jedoch in meinen Augen etwas hektisch abgehandelt und am Ende läßt es einen etwas offen darstehen - ob hier eine Fortsetzung geplant ist? Man weiß es nicht wirklich. Ich würde sie jedenfalls nicht kaufen.

Abschließend kann ich sagen, es war wohl wieder einmal kein Buch für mich. Es hat mich nicht gepackt, es war mir zu wirr anfangs um überhaupt einen Bezug zu bekommen. Es ist kein Buch, das ich nochmal in die Hand nehmen würde. Ich kann aber auch nicht sagen, daß es rundherum schlecht ist, denn die Geschichte an sich finde ich eigentlich eine tolle Idee.

Wunderschön gestaltet finde ich bei diesem Buch das Cover, es sticht einfach ins Auge. Wobei ich bei dem Titel immer noch nicht so ganz sicher bin, worauf es sich bezieht ... denn um weisse Magie geht es hier definitiv nicht. Ich vermute einfach, es bezieht sich auf Lila und die Umstände, die ich hier aber nicht näher erläutern kann ohne etwas zu verraten.

Ich möchte mich noch einmal herzlich beim Verlag bedanken, die mir dieses Buch zur Verfügung stellten!

Wen das Buch jetzt angesprochen hat, auf der cbt-Seite gibt es ein Gewinnspiel, das noch bis zum 09.03.2011 läuft! Schaut mal hier, unter dem Reiter Gewinnspiel: KLICK

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