Mittwoch, 27. Juli 2011

[Rezension] Rebecca James - Die Wahrheit über Alice

Wunderlich
ISBN: 9783805250030
320 Seiten - gebundene Ausgabe

Die Autorin:
Rebecca James, geboren 1970 hatte beruflich nie viel Glück. Sie brach das Studium ab, arbeitete als Kellnerin, reiste um die Welt und ließ sich schließlich mit ihrem Mann in Armidale nördlich von Sydney, Australien, nieder. Dort bauten die beiden ein Küchengeschäft auf. Rebecca bekam vier Söhne und schrieb nebenbei. An dem Tag, als das Familienunternehmen bankrott ging, erhielt Rebecca ein Angebot für ihr erstes Buch. Inzwischen wurde „Die Wahrheit über Alice“ weltweit in 36 Länder verkauft.

Inhalt:

Katherine tut alles, um an ihrer neuen Schule unsichtbar zu bleiben. Sie hat ein Geheimnis, das niemand erfahren soll. Und doch fühlt sie sich geschmeichelt und erfreut, als ausgerechnet die beliebte Alice sie zu ihrer Geburtstagsfeier einlädt. Und entgegen ihrem Entschluß nimmt sie an. Nicht nur die Feier, auch die Zeit danach ist für Katherine eine glückliche Zeit, denn sie findet in Alice eine Freundin. Doch nach und nach verändert sich Alice. Wird bedrohlicher, verrückter und es kommt zu mehreren folgeschweren Begegnungen.

Meine Meinung:

Das Buch spielt in 3 verschiedenen Zeiten. Einmal in der Gegenwart, als alles hinter Katherine liegt. Sie ist älter, Mutter. Aber sie ist allein. Immer wieder erlebt man Bruchstücke ihres derzeitigen Alltags. Und immer wieder denkt sie zurück an die Zeit, als sie Alice kennenlernte und an alles, was danach geschieht. Und in ihrer Geschichte über Alice erhält man nach und nach auch noch einen Einblick in die Vergangenheit, die Zeit, die vor Alice lag und erfährt Katherines dunkles Geheimnis.

Obwohl sich diese drei Zeitwechsel im ganzen Buch abwechseln, ist es dennoch überhaupt nicht verwirrend. Es ist ganz leicht, den Zeiten und der Geschichte zu folgen. Ich finde, die Autorin hat diese Wechsel absolut geschickt angestellt.

Katherine ist gefangen in ihrer schlimmen Vergangenheit, kann nicht vergessen, kann sich nicht vergeben. Und auch ihre Eltern leben in einer eigenen Welt, helfen ihr nicht dabei, ihren Schmerz zu mindern. So ist es kein Wunder, daß sie sich anfangs zu Alice hingezogen fühlt, die Lebendigkeit und Fröhlichkeit ausstrahlt. Man muß es einfach verstehen, wie es Katherine geht. Sie tut einem Leid. Vor allem, als die ganze Geschichte ans Licht kommt. Allerdings braucht man hierfür einiges an Geduld. Denn was damals geschah wird erst ziemlich spät im Buch vollständig aufgelöst. Immer wieder in Bruchstücken. Und das hält die Geschichte spannend, man möchte einfach weiterlesen.

Es ist schon beängstigend, wie eine Person wie Alice es schafft, so viele Menschen ins Unglück zu stürzen. Alice ist wirklich krank und hätte wirklich Hilfe bedurft, die ihr aber keiner gegeben hat. Verständlich für die betroffenen Menschen und doch auch wieder traurig irgendwie. 

Ich mochte Alice nicht aber trotz allem, was geschieht, hatte ich irgendwie Mitleid mit ihr. Aber noch mehr Mitgefühl hatte ich mit Katherine, deren Leben schon in so frühen Jahren zerstört wurde und es geht auch so traurig weiter. Und steigert sich in eine Tragödie.

Fazit: Eine mitreissende, tiefgehende Geschichte über die Tragödien des Lebens und zerstörerischem Hass. Absolut lesenswert!

Ein Video hab ich Euch auch mitgebracht:









Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Tolle Rezi, das Buch will ich auch schon lange lesen...klingt echt super! :)

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  2. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt.

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  3. Tolle Rezi! :D Ich schreib das Buch mal auf die Wunschliste, vielleicht kann ich sie ja besser leiden. :D

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  4. Oh dazu muss ich die Rezi auch noch in meinem Blog posten, fällt mir da auf. Deine Rezi ist dir echt gelungen

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