Dienstag, 21. Juni 2011

[Rezension] Claudia Gray - Evernight

Buchclub-Ausgabe
384 Seiten


Die Autorin:
Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Ihr dadurch erworbenes Wissen ließ sie in die Welt von Evernight einfließen und erschuf so eine unverwechselbare Stimmung.

Inhalt:
Bianca ist 16, als sie von ihren Eltern nach Evernight verfrachtet wird. Ein Elite-Internat, in dem beide Elternteile als Lehrer arbeiten werden. Der Anfang ist für Bianca furchtbar schwierig, sie will hier nicht sein, die Schüler sind absolute Snobs und sie haßt das alte, dunkle Gemäuer. Doch schon direkt bei ihrem ersten Fluchtversuch trifft sie auf Lucas und überdenkt ihre Flucht und fügt sich ihrem Schicksal. Doch irgendwas stimmt hier nicht und ist Lucas wirklich der, der er zu sein scheint?

Meine Meinung:
Ich gebe zu, ich habe dieses Buch (und seine Fortsetzung) gekauft, weil ich die Cover so hübsch fand und den Klappentext reizvoll. Und ich hab sie zum halben Preis bekommen.

Der Anfang des Buches hat mich wirklich nicht umgehauen. Immer die gleiche Geschichte .. Internat, Protagonistin möchte nicht dort sein, ein rätselhafter Junge und irgendwas stimmt nicht. Obwohl ich sagen muß, daß ich den Schreibstil der Autorin schon mochte, aber die Geschichte wiederholt sich irgendwie in dem Genre arg oft.

ACHTUNG SPOILER: (aber wichtig für die Wertung)
Ganz verwirrt hat mich dann nach einem Drittel des Buches, daß sich auf einmal herausstellt, daß Bianca ein Vampir ist. Naja, noch nicht ganz, aber fast. Mal eben so, ohne Vorwarnung stellt sich das heraus, was sie auch schon ihr ganzes Leben weiß. Und ihre Eltern ebenso. Und die meisten Schüler des Internats. Ich meine .. ich lese ein Drittel des Buches und denke, es sind alles normale Leute, weil wirklich gar nichts darauf hinweist. Und dann so was. Und auf einmal trinken die Leute Blut aus Gläsern zum Abendbrot? ... ich fand diese Wendung absolut plump und war wirklich versucht, das Buch wegzulegen. Aber da ich den Schreibstil wie gesagt mochte, hab ich weitergelesen.

Zum Glück, denn als ich mich dann mit der Tatsache mal abgefunden hatte, wurde es besser und besser. Und so mochte ich dann im Verlauf auch die Protagonisten. Ich finde zwar, Bianca jammert ein wenig zu viel und ist flatterhaft in ihrem Wesen, aber nicht so, daß es nicht zu ertragen wäre. Und sie verändert sich auch im Laufe des Buches.

Es gibt hier einige Personen, die eine wichtige Rolle spielen. Nette, nervige, durchgeknallte Personen, die das Buch wirklich lesenswert machen.

Ich finde, das Buch kann man wirklich lesen, wenn man den Anfang geschafft hat und es steigert sich zum Ende so, daß man auf jeden Fall weiterlesen möchte. Ich weiß nicht, ob es wirklich den Hartcover-Preis wert ist, ich hatte das Glück eine reduzierte Ausgabe zu erhaschen und das hat sich dann auf jeden Fall gelohnt.

Fazit: Lesenswert aber nicht 100%ig eine Kaufempfehlung. Wer sich durch das erste Drittel gekämpft hat und die Wendung akzeptiert, der wird es dann bestimmt mögen und auch die Fortsetzung lesen wollen.

Meine Wertung:

und ein halber


1 Kommentar:

  1. Ich bin so ziemlich deiner Meinung, was das Buch angeht.
    Ich habe es vor einiger Zeit gelesen, war jedoch an der selben Stelle wie du verwirrt.
    Da mir jedoch der Schreibstil überhaupt nicht zugesagt hat, habe ich das Buch kurz danach abgebrochen.
    Interessant jemanden zu finden, der meiner Meinung ist :)

    Liebe Grüße,
    Nadine

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