Freitag, 22. April 2011

[Rezension] Juliane Korelski - Die Rose der Kreuzritter

Juliane Korelski - Die Rose der Kreuzritter

piper
ISBN: 978-3-492-25927-9
436 Seiten - Taschenbuch


Die Autorin:
Juliane Korelski wurde 1979 in Halle/Westfalen geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie erts als Buchhändlerin, bevor sie sich aus Begeisterung für Historisches für das Studium der Geschichte und Antiken Kultur an der Universität Düsseldorf entschied. Heute lebt und arbeitet sie in Bielefeld. Zuletzt erschien von ihr "Die Bastardin".

Inhalt:
Die Geschichte beginn im Jahre 1190. Emme von Ravensberg erfährt von der Gefangenschaft ihres Bruders Ludwig. Gemeinsam mit den beiden Kreuzrittern Berengar de Bassunville und Robert von Uppsala und ihrem kränklichen Bruder Herrmann macht sie sich auf ins Heilige Land, um ihren Bruder von den Sarazenen freizukaufen. Die Reise ist schwer und viele Gefahren lauern auf die Reisenden. Doch nicht immer kommen die Gefahren von außen. Auch innerhalb der Gruppe kann man scheinbar nicht jedem vertrauen. Doch es dauert lange, bis Emme dahinterkommt, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Daß sie auf dieser Reise auch noch zusätzlich ihr Herz an Berengar verliert, ist wenig hilfreich. Zumal die Gefühle einseitig scheinen. Doch wie gut, daß Robert in ihrer Nähe ist, um ihr beizustehen.

Meine Meinung:
Es ist lange her, daß ich einen historischen Roman gelesen habe. Und eigentlich frage ich mich gerade warum. Ich war gefesselt von der Geschichte, die zumindest in Grundzügen der Wahrheit entspricht, wie die Autorin in einem Schlußwort vermittelt. Ich bin immer wieder erstaunt, was das Schreiben eines Buches für eine Ermittlungsarbeit mit sich bringt. Ich kann nur den Hut ziehen vor der Recherche, der sich die Autorin hingegeben hat und die Fantasie, die sie in dieses Buch gesteckt hat um aus ein paar einsamen Fakten eine so spannende Geschichte zu entwickeln.

Ich mochte die Hauptperson Emme sehr gern. Eine ziemlich furchtlose junge Dame, die es zu solchen Zeiten sicherlich nur vereinzelt gegeben hat. Die besser als manche Männe mit ihrem Bogen umzugehen verstand. Aber ich mochte auch die Charaktäre um sie herum, die die Geschichte erst zu dem machten, was sie ist. Mir gefiel die Milde, die Emme umgibt und ihre Stärke, ihren Widersachern immer wieder zu verzeihen und gnädig zu sein, ohne dabei herablassend zu wirken.

Es ist eine spannende Geschichte, die einen in so längst vergangene Zeiten zieht. Wie mühselig die Reisen damals waren, wie furchterregend die Städte und die Krankheiten die regierten. Wieder einmal konnte ich nur den Kopf schütteln über die sogenannten Mediziner, die Bader oder Medikusse und wie sie bereits schwerkranke Menschen in ihrer vermeintlichen Hilfsbereitschaft nur noch kränker machten.

Wer ein Freund von historischen Romanen ist, der sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen. Die Autorin hat einen so wortgewandten bildreichen Schreibstil, der es einem sehr einfach macht, viele der geschilderten Orte vor sich zu sehen. Fast glaubt man die geschilderte Kälte oder später auch Hitze am eigenen Leib spüren zu können.

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch verschlungen, es machte es mir leicht, völlig in ihm abzutauchen und ich möchte Juliane noch einmal herzlich für dieses Buch danken!

Meine Wertung:


1 Kommentar: