Montag, 14. März 2011

[Rezension] A.S. King - Please don't hate me

A.S. King - Please don't hate me

Arena
ISBN: 978-3-401-06644-8
381 Seiten - gebundene Ausgabe


Die Autorin:
Viel hab ich über die gute Dame leider nicht herausbekommen. Sie heißt wohl Amy (oder möchte so genannt werden). Wohnhaft in den USA und hat 10 Jahre lang zwischendurch in Irland gelebt und die unterschiedlichsten Dinge dort getan.

Inhalt:
Das Buch handelt von Vera, einem 18-jährigen Mädchen. Veras bester Freund ist vor kurzem gestorben und Vera versucht damit klar zu kommen. Vera liebte Charly. Vera haßte Charly. Und Vera haßte Charlys neue Freunde. Und sie weiß nicht, ob sie erzählen soll, was in jener Nacht, als Charly starb wirklich geschah.

Meine Meinung:
Ja ich weiß nicht so recht. Die Geschichte an sich gefiel mir. Die Erzählungen der Autorin, wie es in Vera so aussieht, wie sie versucht den Tod von Charly zu verarbeiten. Es ist eine Geschichte, die einen packt, da sie so realistisch ist. Sie zeigt einen Weg mit Trauer umzugehen, oder eben auch nicht.

Was mir nicht so gut gefiel, war der ständige Wechsel im Buch. Mal erzählt Vera von der gerade ablaufenden Gegenwart, dann wieder gibt es Rückblicke auf ihr Leben und ihre Freundschaft mit Charly. Dann wieder erzählt Charly, dann Veras Vater. Und zu aller Krönung erzählt auch noch der Ort selbst von sich. Alle erzählen in der Ich-Perspektive. Ich muß ehrlich sagen, daß mich dieser ständige Wechsel im Laufe des Buches irgendwie mehr und mehr nervte, obwohl ich die Idee dahinter eigentlich ganz gut finde. Und vom Ablauf her, paßt es eigentlich auch. Und trotzdem mochte ich es nicht. Vielleicht waren es einfach zu viele Perspektiven.

Für mich hat sich in dem Buch auch nicht die wahnsinnige Spannung aufgebaut. Es war zwar nicht langweilig, man hatte keine Probleme zu folgen, aber es war ein Buch, das ich auch gut hätte aus der Hand legen können (und auch gemacht habe). Ich glaube, ich hätte gerne mehr über Vera und Charly gelesen, als das endlose drumherum. Veras Hang zu versuchen, das wichtigste, nämlich die Verarbeitung von Charlys Tod, zu verdrängen kam sehr glaubwürdig rüber und war für mich auch völlig verständlich. Ihre "Wahnvorstellungen" allerdings, fand ich dann doch ein wenig weit hergeholt, zu übertrieben.

Und auch die Rolle des Vaters nervte mich irgendwie ein wenig. Zu übertrieben, zu fürsorglich, zu problematisch. Und gleichzeitig so cool wirken wollend. Und die Schematas mochte ich auch nicht, sollten vielleicht witzig und auflockernd erscheinen, waren sie aber für mich nicht.

Ich denke, der Schreibstil der Autorin liegt einfach nicht so wirklich auf meiner Wellenlänge. Ich bin überzeugt, es gibt Leser, die ganz begeistert von dem Buch sind, denn die Geschichte, die dahinter steckt, ist wirklich gut durchdacht und schön!

Was mir sehr gut gefallen hat, ist die Cover-Gestaltung mit dem schönen Spruch vorne drauf. Was ich nicht so ganz verstanden habe ist, warum man den Original-Titel nicht nimmt, wenn man auch für ein deutsches Buch dann einen englischen Titel wählt. Der Original-Titel heißt übrigens "Please ignore Vera Dietz" und für mich genau so treffend wie "Please don't hate me".

Ich für mich aber gebe dem Buch nur folgende Wertung:


Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar, über das ich mich sehr gefreut habe!

Kommentare:

  1. Hallo Fabella!
    Danke für deine ehrliche Rezension zu einem Buch, um das ich herumschleiche. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich es jetzt unbedingt haben muss. :)

    Lg, Sabine

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  2. Das Buch steht auch noch in meinem Regal, aber bisher hab ich nur Bewertungen um die 3 Sterne gesehen und du hast diese Erkenntnis bestätigt =/ Hmmm... na mal schauen, ob es mir vielleicht besser gefällt.
    Schöne Rezi! ^^

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