Montag, 7. Februar 2011

[Rezension] Ally Condie - Die Auswahl - Cassia & Ky 1

Ally Condie - Die Auswahl - Cassia & Ky 1

FJB - Verlag
ISBN: 978-3841421197
453 Seiten - gebundene Ausgabe

Inhalt:
Die Geschichte erzählt von Cassia, einem 17-jährigem Mädchen, das in einer Welt, einer Zeit lebt, in der alles und jeder von "der Gesellschaft" kontrolliert und gesteuert wird. Dort wird festgelegt, was und wieviel man ißt, was und wieviel man arbeitet, wann und wen man liebt. Dort wird festgelegt wann und wie man stirbt.

Und es ist die Geschichte einer Rebellion, von der man nicht weiß, ob sie Sinn macht oder nicht, die uns aber zeigt, daß es immer wieder Menschen gibt, die sich nicht einfach den Regeln unterwerfen, die versuchen etwas zu verändern.

Und es ist die Geschichte von Liebenden, die manipuliert und gesteuert werden sollen und die uns zeigt, daß am Ende nicht immer alles so sein muß, wie es vorherbestimmt ist.

Meine Meinung:
Ich finde es ganz furchtbar schwierig, hier wirklich auf einen Nenner zu kommen. Gekauft habe ich mir das Buch, weil so viele von der Geschichte von Cassia und Ky gefangen waren, begeistert waren.

Ich bin eher erschrocken von dem Buch, von den Mustern dieser geschilderten Gesellschaft. Die Vorstellung, so etwas könnte so wirklich geschehen - und ich möchte das mal gar nicht für so abwegig halten, daß so etwas wirklich eintreten könnte - vielleicht nicht weltweit, aber wenn ich da so an Zeiten der DDR zurückdenke - gar nicht so weit hergeholt, wenn auch viel extremer.

Ich finde das ganze Buch auf der einen Seite beängstigend und deprimierend. Nicht selten hätte ich gerne an Stelle von Cassia einfach nur geschrieen, hätte sie schütteln wollen, warum sie nicht ausbricht, warum sie dieses Spiel mitspielt. Und auf der anderen Seite konnte ich sie so gut verstehen. Wer hat schon den Mut und die Kraft aus einem System auszubrechen, in dem es keine Schwachstellen gibt. Scheinbar keine gibt.

Mir gefallen die Charaktäre sehr gut. Ich mag Cassia (auch wenn ich sie schütteln möchte) und Ky, aber auch Xander ist für mich ein sehr wichtiger Teil der Geschichte. In den geschilderten "freien" Momenten von Cassia und Ky fühlte auch ich mich ein bißchen befreit - von der Umklammerung der Schrecken dieser Geschichte. Schöpfte Hoffnung und fühlte doch, wie sinnlos sie war.

Anders als bei anderen Büchern gelang es mir bei diesem Buch sehr gut, es zwischendurch zur Seite zu legen, allein, um nicht zu tief in die Geschichte zu fallen, um nicht zu sehr die Gefangenheit zu spüren. Und trotzdem hätte ich zu keinem Zeitpunkt das Buch für immer weglegen wollen. So traurig die Geschichte ist, so schön ist sie auf der anderen Seite doch wieder.

Es war von Anfang an klar, daß dies der erste Teil ist. Und ich kann wie die meisten anderen nicht erwarten, daß sie fortgesetzt wird. Denn ich hoffe immer noch auf eine Wendung, eine Änderung, eine Erfüllung - und das macht mich wahnsinnig neugierig darauf, wie es weiter gehen wird.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen - auch wenn es für mich so anders war. Ich kann nicht sagen es war das beste Buch, was ich gelesen habe, aber ich kann auch nicht sagen es war schlecht oder nur mittelmäßig - es war einfach anders. Und dadurch doch irgendwie etwas besonderes. Es war Fantasie und doch irgendwie erschreckend real.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen