Donnerstag, 20. Januar 2011

[Rezension] Jackson Pearce - Drei Wünsche hast Du frei

Jackson Pearce - Drei Wünsche hast Du frei

PAN-Verlag
ISBN: 978-3426283363
286 Seiten - gebundene Ausgabe

Seit Lawrence die Beziehung zu Viola aufgrund seines Coming-Outs beendet hat und nur noch ihr "guter Freund" ist, hat sie das Gefühl nirgendwo mehr dazuzugehören. Sie fühlt sich einsam und allein, obwohl Lawrence alles tut, um ihr die Situation zu erleichtern. Sie kann immer noch auf ihn zählen, er ist für sie da, wenn es ihr schlecht geht. Aber trotzdem hat Viola immer das Gefühl unsichtbar zu sein.

Ihr Wunsch dazuzugehören ist so stark, daß sie allein durch ihr Wunschdenken einen Dschinn herbeiruft. Mit seiner Anwesenheit ist Viola jedoch total überfordert. Nachdem sie ihm endlich glaubt, daß er ein Dschinn ist, möchte sie nicht einfach ihre Wünsche wahllos vergeuden. Zumal der Dschinn ihr ziemlich deutlich klar macht, daß alles nicht von Dauer ist. Während sich Viola nicht entscheiden kann, ist der Dschinn ziemlich genervt. Er möchte so schnell wie möglich seine Aufgabe beenden und die Welt wieder verlassen um nach Caliban zurückzukehren - dort wo er lebt und wo er nicht altert, wie hier auf der Erde. Aber solange Viola nicht ihre drei Wünsche ausgesprochen hat, ist er an sie gebunden und muß ihre Befehle befolgen.

Viola ist nicht die typische Herrin, die sich ein Dschinn so vorstellt. So läßt sie einiges nicht zu, was eigentlich unter die drei goldenen Regeln der Dschinns fällt und macht Dschinn damit seine Aufgabe ziemlich schwer.

Im Verlauf der Geschichte aber ändert sich die Einstellung des Dschinns zu Viola. Sie tut ihm leid, aber er weiß nicht wirklich, wie er ihr helfen soll, solange sie keine Wünsche ausspricht. Und manche Wünsche könnte er ihr auch gar nicht erfüllen. Um es ihr einfacher zu machen, wird Dschinn auch für Lawrence sichtbar und zusammen versuchen sie einen Weg für Viola aus ihrer angeblichen Unscheinbarkeit hervorzuholen. Und dann spricht Viola ihren ersten Wunsch aus - eigentlich aus Versehen - und kann ihn doch nicht zurücknehmen. Wunsch ist Wunsch. Die Folge davon ist, daß Viola ihre zwei letzten Wünsche noch weniger aussprechen möchte. Da aber eine Dschinn-Regel vorschreibt - 3 Wünsche in 3 Tagen - muß auch Dschinn handeln und holt sich in seiner Verzweiflung Unterstützung, die er schon sehr bald bereut.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war eine schöne Geschichte, die einem auch ziemlich deutlich klar macht, daß man selbst für sich und seine Zufriedenheit verantwortlich ist. Nur wünschen reicht einfach nicht immer, aktiv sein wäre oft ergebnisreicher. Mir gefiel auch, wie die Problematik des Verlassenwerdens in dem Buch umschrieben wurde. Auch die Charaktäre waren liebevoll gestaltet und mir sehr symphatisch.

Es ist ein zauberhaftes Buch, bei dem es wirklich schade ist, daß es so wenige Seiten hatte. Ich hätte gern noch mehr Zeit mit Viola, Lawrence und Dschinn verbracht.

Soweit mir bekannt ist, ist dies Buch kein Beginn einer Reihe - obwohl es gut weiter gehen könnte. Ich bin gespannt, was die Autorin macht. Das Buch hat ein definitives Ende - das aber doch ziemlich viel Spielraum für weitere Fantasien offen läßt.

Ich kann das Buch wirklich empfehlen, wenn Ihr ein paar schöne Stunde in einem Märchen wie aus tausendundeiner Nacht verbringen möchtet - aber angepaßt an die heutige Zeit. Klasse!

Einen schönen Satz hab ich Euch auch noch mitgebracht:

"Irgendwie schmeckt er nach frischer Luft und Zucker und Sternenlicht, und seine Lippen liegen weich und behutsam auf meinen. Mit einer Hand streicht er mir über die Wange, auf eine Art, dass ich mit ihm verschmelzen möchte." ... *hachwasschön*

Kommentare:

  1. Schöne Rezi :)
    Aber Jackson Pearce ist AutorIN ;) Sie macht übrigens ganz tolle Videos, bloggt und twittert auch selbst!

    LG

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  2. Huuuups danke .. hatte ich sogar noch gelesen im Buch .. ist nicht mein Tag heut irgendwie *seufz* .. habs aber sofort korrigiert, danke!

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