Sonntag, 4. Dezember 2011

[Rezension] Yvonne Woon - Dead Beautiful

dtv
ISBN: 9783423760386
479 Seiten - gebundene Ausgabe

Die Autorin:
Yvonne Woon wuchs in Worcester, Massachusetts, und in Frankreich auf. Nachdem sie 2006 an der Columbia University ihren Abschluss in Englisch und Creative Writing erlangt hatte, arbeitete sie als Assistentin in einer Literaturagentur und absolvierte ihr Aufbaustudium. Dead Beautiful ist ihr erster Roman.

Mein herzlicher Dank geht an dtv, die mir das Buch freundlicherweise zur Rezension überlassen haben!

Inhalt:
Renee ist unglücklich und das nicht ohne Grund. Gerade hat sie die zwei liebsten Menschen verloren - ihre Eltern, da schickt sie ihr Großvater auch noch weg von ihren Freunden auf eine weit entfernte Schule. Und als wäre das noch alles nicht genug, scheint sie den Tod regelrecht anzuziehen. Nachdem sie es war, die ihre Eltern fand, treten immer mehr Funde auf, die ihr zu schaffen machen. Doch die neue Schule bringt nicht nur schlechtes mit sich, denn sie lernt Dante kennen und mit ihm ein Geheimnis, das sie lieber nicht erfahren hätte. Denn nun weiß sie, daß auch diese Liebe zeitlich begrenzt ist. Wird es ihr gelingen, einen Ausweg zu finden?

Meine Meinung:
Es ist ein wirklich tolles Buch, das Spaß macht zu lesen. Man verschlingt es gerade zu, denn das Debutwerk der Autorin bringt viele neue Ideen mit sich, die ich so jedenfalls noch nicht gelesen habe.

Die Protagonisten waren liebenswert. Renee ist ein nettes Mädchen, daß sich trotz der Schicksalsschläge nicht im Selbstmitleid badet. Sie versucht, das beste aus allen Situationen zu machen und steht für ihre Freunde ein. Das macht sie in meinen Augen sehr symphatisch. Ein bißchen selbstkritisch ist sie auch und so machte es wirklich Freude, ihrer Geschichte zu folgen.

Dante gefiel mir sogar noch einen ganzen Tick besser. Aber er verkörpert ja auch wieder das, was ich persönlich sehr mag. Ein bißchen unnahbar, ein bißchen geheimnisvoll, ein bißchen düster, ein bißchen traurig. Dabei aber mit einem interessanten, liebenswerten und süßen Kern. Was will man mehr. Alleine so einen "Held" in einer Geschichte zu haben, läßt einen förmlich an den Seiten kleben.

Aber auch die ganzen Nebencharakter waren toll ausgearbeitet und sehr unterschiedlich. Es machte einfach nur Freude, sie zu beobachten, es wurde nie langweilig.

Und auch der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er ist abwechslungsreich, leicht ohne oberflächlich zu sein und macht es einem möglich, immer und immer weiter zu lesen. Ich habe Euch mal zwei Sätze mitgebracht, die mir sehr gefielen:

"Manchmal muß man zurückblicken, um die Dinge zu verstehen, die noch vor einem liegen."

"In der Liebe tut jeder dem anderen einmal weh, da gibt es also kein eigentliches "Richtig" oder "Falsch". Sie müssen sich einfach klar werden, was Sie verzeihen können."

Aber es gab auch Schattenseiten in diesem Buch. Die Idee der Untoten, was sie sind, wie sie sind und wie sie zu dem wurden, was sie sind, finde ich super klasse. Allerdings finde ich den einzigen Ausweg, den sie gehen können, viel zu kompliziert. Und so hatte ich das Gefühl, er war nicht nur mir zu kompliziert, sondern auch der Autorin. Denn das Ende - keine Angst, ich verrate nichts - gefiel mir überhaupt nicht und es war für mich auch total unlogisch eigentlich im Zusammenhang mit dem, was die Autorin vorher über einen Ausweg erzählte. Und wäre nicht dieses Ende gewesen, was in meinen Augen so nutzlos war, das Buch hätte von mir auch die volle Wertung erhalten. Ich kann leider die Begründung nicht weiter ausführen, weil ich sonst etwas verraten würde, aber ich hoffe, wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine.

Aber .. wie ich eben gesehen habe, es scheint eine Fortsetzung zu geben. Dann natürlich, würde das Ende vielleicht etwas ganz anderes ergeben und nun bin ich seeeehr gespannt auf den Juli! Das werde ich mir nicht entgehen lassen und so darf das Buch auch in meinem Bücherregal verbleiben :)

Fazit: Ein tolles Erstlingswerk, jedoch ist das Ende für mich eine Schwachstelle irgendwie. Nichts desto trotz würde ich auf jeden Fall zum Kauf raten!

Einen Trailer gab es diesmal auch, den ich Euch gern zeigen möchte:







Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Wieder ein Buch für meine Wunschliste:))

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  2. Was ich aber bei "Magische Verführung" auch richtig gut fand war z.B. die Geschichte wie (die Heilerin der Leoparden) Tamsyn - die taucht ja immer auf - ihren Gefährten kennen lernt und wie sich ihre "Beziehung" entwickelt.
    Trotz der Tatsache, dass es Kurzgeschichten sind, fand ich keine zu kurz oder abgeschnitten oder weniger gut. Vielleicht solltest du es dir noch einmal überlegen. Ich würde es dir wärmstens empfehlen. :)

    Liebe Grüße
    Sarah

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