Mittwoch, 27. Dezember 2017

[Rezension] Michael E. Vieten - Handbuch zur Rettung der Welt

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Verlag: Twentysix
Taschenbuch: KLICK - 12,90 € - 288 Seiten
ebook: KLICK - 5,99 €
Altersempfehlung: ? Ab 16 Jahren?
Genre: Dystopie

Der Autor:
Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Den Großteil seines Lebens hat er im Norden Deutschlands verbracht. Heute lebt und arbeitet er im Hunsrück. Gelernter Hotelkaufmann. Später Wechsel in die IT-Branche. 2002 gründete er sein eigenes Unternehmen und verkauft es 2011, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind. Michael E. Vieten schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Seine Bücher sind eine Mischung aus Lebenserfahrungen, Sehnsüchten, Hoffnungen und ein wenig Fantasie. Er freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit. Die Ruhe zum Schreiben findet er in einer kleinen Gemeinde am Fuße des Erbeskopfs. Von seinem Schreibtisch aus hat er einen freien Blick über die Höhen des Hochwalds und den Nationalpark, durch den er in Schreibpausen gerne wandert. Den Kontakt zu seinen Lesern hält er persönlich und über soziale Medien und Lesungen. In seinem Blog stehen umfangreiche Textproben und Audiolesungen bereit. Interessierten Lesern bietet er in der Rubrik „Autor intern - Neuigkeiten aus der Schreibstube“ einen Einblick in seine Arbeit als Autor. Michael E. Vieten will sich auf einen bestimmten Schreibstil oder ein Genre nicht festlegen. Er experimentiert gerne und beschränkt seine Protagonisten wie in einem Kammerspiel oft auf engste Räume. Seine Helden sind fehlbar. Sie glauben, sie zweifeln, sie hoffen, sie fürchten und sie irren. Oft kämpfen sie mit sich selbst. Er lässt keine Wunder geschehen. „So sei das Leben nun mal“, sagt er. „Eine gefährliche Sache. Hat noch keiner überlebt“. Michael E. Vieten liebt klassische Musik, den Wald, das Meer, philosophische Fragen und kluge Antworten.


Inhalt:
Im Jahr 2050 ist von der einstigen menschlichen Zivilisation nicht mehr viel übrig. Vereinzelte Existenzen kämpfen um das tägliche Überleben. So auch Mila und Josh. Während Mila mit ihren 16 Jahren nichts anderes kennt als dieses Leben und einzig nach dem Prinzip handelt zu überleben, kennt der über 70 Jahre alte Josh noch die Welt, wie sie früher einmal war. Die Beiden treffen aus Zufall zusammen und beschließen, fortan gemeinsam weiterzugehen, auf der Suche nach einem besseren Ort. Und während Mila mit Hoffnung in die Zukunft schaut, ist Joshs Beweggrund für die Reise nur, nicht auf der Stelle zu bleiben.

Meine Meinung:
Ein sehr schwieriges und hartes Thema, verpackt in eine Geschichte, die zum einen unterhaltsam ist, zum anderen auch sehr lehrreich sein könnte. Als Leser begleitet man Mila und Josh Tag für Tag auf ihrem Weg. Auf ihrer Suche nach einem Ort, an dem es besser ist als dort, wo sie gerade sind. Doch dem Leser wird schnell klar, dass es diesen Ort wahrscheinlich nie geben wird. Doch der Optimismus der Jugend, ihr Wille auf eine Hoffnung, ohne die alles verloren wäre lässt auch den Leser hoffen.

Auf der anderen Seite ist Josh, der schon so viel erlebt hat, der eine Hoffnung aufgrund seines Wissens verloren hat und der sich durch Mila doch anstecken lässt. Er erzählt ihr von der Welt, wie sie einst war, was passierte, was man hätte besser machen können, wären nur die richtigen einsichtig gewesen.  Für Mila klingt alles so einfach, sie versteht nicht, warum wir in der Vergangenheit nicht die einfachen, richtigen Wege gegangen sind, die für sie ganz klar sind.

Auf ihrer Reise lernen die Beiden eine Menge voneinander, aber auch, alles aus einer anderen Sicht zu betrachten. Denn nicht nur Mila lernt von Josh, sondern auch er lernt, dass Milas Taten nicht immer schlecht sind, sondern dass es einen Sinn dahinter gibt. Und doch versucht er, ihren Weg zu verändern, ihr aufzuzeigen, eine andere Sichtweise zu erhalten.

Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht. Denn obwohl es eine Geschichte ist, ist vieles leider sehr wahr und was sich daraus ergibt für uns so weit entfernt, dass wir es einfach von uns schieben. Nicht alle, aber die meisten sicherlich. Faszinierend fand ich ein Buch, das Mila die ganze Zeit las. Geschrieben in unseren Zeiten über die Mißstände die herrschten ... ein Buch, das es nicht gibt .. und doch, wer weiß .. in 33 Jahren ist vielleicht eingetreten, was hier in dem Buch nur erfunden ist und jemand  hält das Buch hier in der Hand und liest genau das ... ein faszinierender Kreislauf - so mir hier noch jemand folgen kann *lach*

Leider endet das Buch für mich sehr abrupt .. sicherlich sehr passend zur Geschichte, für mich jedoch zu offen, als dass ich damit abschließen könnte. Zu viele Möglichkeiten, die sich daraus ergeben ... andererseits lässt es einen dadurch auch nicht nach dem Lesen aus dem Griff.

Fazit:
Eine harte Geschichte, von der man nicht weiß, ob sie nicht doch wirklich so eintreten wird. Die uns falsche, aber auch richtige Wege aufzeigt. Aber auch, dass alles immer zwei Seiten hat und man möglichst Beide versuchen sollte zu verstehen. Eine wirklich großartige Unterhaltung mit einem ernsten Hintergrund. Die zeigt, dass jeder allein ist und man doch immer eine Hoffnung aus Anderen schöpfen kann.

Meine Wertung:




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