Samstag, 3. Juni 2017

[Rezension] Michaela Grünig - Zwei fast perfekte Schwestern

Verlag: Knaur
Taschenbuch: KLICK - 9,99 € - 416 Seiten
ebook: KLICK - 6,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Was wäre wenn ... frau anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen Polospieler durchgebrannt wäre, anstatt den ehetauglicheren Steuerberater zu wählen? Oder "einfach mal so" ein One-way-Ticket nach LA gelöst hätte? Würde besagte Frau dann jetzt als George Clooneys Freundin zur Oscar Verleihung marschieren? Oder als neurotische Schnapsdrossel auf dem Highway to Hell? Solche Gedankenspiele beschäftigen mich in meinen Tagträumen. Und da ich leider - wie übrigens die meisten Menschen - nur ein Leben zur Verfügung habe, lasse ich meine Romanfiguren all diese verrückten Dinge für mich ausprobieren! Um die Sache zu vereinfachen, teilen die meisten von ihnen meine Charaktereigenschaften und zwar die guten wie die miesen! Die besten Ideen dafür kommen mir immer, wenn ich mit meinen drei Hunden durch den Wald ziehe. Die Links zu kostenlosen Leseproben meiner Bücher und neuen Manuskripte findet man auf www.michaelagruenig.com!



Inhalt:
Steffi und Lily sind Schwestern, und doch grundverschieden. Lily ist die strahlende, schöne - zumindest in Steffis Augen und so fühlt sie sich immer zurückgesetzt. Während sie selbst noch einen festen Job als Lektorin sucht und von einem Partner weit entfernt ist, ist Lily die Ehefrau eines erfolgreichen Regisseurs. Doch trotz allem haben die Schwestern ein gutes Verhältnis. Und so ist es Lily, die auf einmal die vermeintliche Lebensgefährtin von Steffi spielen muss, damit diese ihren neuen Chef auf Abstand halten muss. Und Steffi fängt Lily auf, als sich deren Mann in seiner MidlifeCrisis befindet und Lily gegen ein jüngeres Model austauscht. Doch so schlimm, wie es anfänglich wirkt, ist es für beide Frauen nicht, denn ihr Leben stellt sich in rasender Geschwindigkeit auf den Kopf. Und so findet sich Lily alsbald in den Armen eines neuen Mannes und Steffi im Haus eines cholerischen Schriftstellers - nichts ahnend, dass sich ihr Leben auch weiterhin kreuzen wird.

Meine Meinung:
Eine sehr schöne Geschichte, hier und da etwas überspitzt mit Zufällen und Begegnungen, dennoch nicht minder unterhaltsam. Und schließlich ist auch das Leben manchmal etwas überspitzt.

Beide Schwestern sind in meinen Augen sehr sympathisch, wenn auch hier und da etwas naiv und ungefestigt. Bei beiden hat man jedoch das Gefühl, dass sie im Laufe der Geschichte reifen, was wohl auch endlich mal Zeit war, da beide schon über 30 sind. Das Buch spielt immer abwechselnd mal bei der einen, mal bei der anderen Schwester, so dass man eigentlich zwei Geschichten liest, die sich allerdings immer wieder berühren.

Man darf diese Geschichten allerdings nicht allzu ernst nehmen, finde ich, sondern als das betrachten, was sie sind. Geschichten. Dann unterhalten sie mit Humor und Abwechslung. Für eine reale Begebenheit wären mir hier dann doch zu viele Zufälligkeiten, Zusammentreffen und Katastrophen. Ich möchte jetzt nicht zuviel darüber schreiben, um nicht zuviel vorweg zu nehmen. Es sind jedenfalls reichlich Klischees verarbeitet :)

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker und so verfliegen die Seiten beim Lesen ziemlich schnell. Durch die Kombination von sympatischen und unsympathischen Charakteren bleibt immer eine gewisse Spannung und man ist gespannt, wohin einen der ein oder andere Weg führen wird - bei beiden Schwestern.

Fazit:
Ein Buch über zwei recht unterschiedliche Schwestern, deren Weg jedoch immer wieder zusammenführt. Eigentlich hat man direkt zwei Geschichten in einer, was Abwechslung und Unterhaltung mit sich bringt.

Meine Wertung:


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