Mittwoch, 24. Mai 2017

[Rezension] Val Emmich - Die Unvergesslichen

Verlag: Droemer

Gebunden: KLICK - 19,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 14,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Gegenwartsliteratur

Der Autor:
Von der New York Post nicht grundlos als "Renaissancemensch" bezeichnet, ist der US-Amerikaner Val Emmich, Jahrgang 1979, wahrlich ein Mann mit vielen Talenten. Neben Auftritten in diversen Werbespots war er bereits als Schauspieler u.a. in den Fernsehserien The Big CUgly Betty und v.a. in 30 Rock neben Tina Fey und Alec Baldwin zu sehen. Zuletzt sorgte er in seiner Gastrolle in der von Martin Scorsese und Mick Jagger produzierten TV-Serie Vinyl für große Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist Emmich ein preisgekrönter Singersongwriter, der bereits zahlreiche Musikalben veröffentlicht hat und mehrmals durch die USA tourte. The Highs and Lows of Never Forgetting ist sein erster Roman, der auf seine persönlichen Erfahrungen auf der Bühne und vor der Kamera zurückgeht und auf einer ausgezeichneten Kurzgeschichte basiert. Emmich lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Jersey City, New Jersey.



Inhalt:
Die zehnhährige Joan ist einer von den wenigen Menschen, die ein überdurchschnittliches Gedächtnis haben. Sie erinnert sich bis in die kleinsten Details an Dinge. Damit ist sie ihren Mitmenschen eher unheimlich. Sie selbst merkt durch diese Begabung nur, wie vergesslich alle um sie herum sind. Und wie traurig sie das bisweilen macht. Doch dann trifft sie Sydney, einen Mann, der nicht vergessen möchte, der sich unbedingt an Gavin erinnern möchte, mit dem Joan ein paar Tage verbrachte. Joan dagegen möchte ein Lied schreiben, damit sich alle an sie für immer erinnern werden. Und so machen Sydney und sie einen deal .. Joan erzählt von Gavin und Sydney hilft ihr bei ihrem Song.

Meine Meinung:
Ich glaube, das ist wieder eins dieser Bücher, die mir einfach nicht liegen. Denn ich klappe es zu und frage mich, was wollte mir der Autor jetzt eigentlich vermitteln? Doch egal wie lange ich darüber nachdenke, ich finde es leider nicht heraus.

Für mich war dieses Buch einfach eine Momentaufnahme im Leben zweier Menschen, die sich vorher nie begegneten und wahrscheinlich auch nicht in der  Zukunft. Ihr  Leben berührt sich für ein paar Tage und gegenseitig versuchen sie sich zu helfen, ohne eigentlich zu wissen warum. Ich konnte hier nicht mal erkennen, ging es mehr um das Geben oder das Nehmen?

Wenn man sich den Klapptentext anschaut, vermittelt er einem etwas ganz anderes, als man dann letztendlich im Buch erfährt. Laut Klappentext erwartete ich ein kleines Mädchen, dass sich an zu viel erinnert .. trotzdem dachte ich immer an ein Kind .. mit seinen typischen Eigenschaften wie fröhlich sein, die Welt erleben. Doch im Buch erlebe ich eher ein Kind, das in seiner ganzen Art eher untypisch ist. Es ist nicht wirklich greifbar, nicht erklärbar, aber am ehesten erinnert es mich an eine Form von Autismus. Denn Joan ist zwar intelligent und wachsam, doch gleichzeitig lebt sie irgendwie in ihrer ganz eigenen Welt - die ich nur zum Teil verstehen konnte. Sie macht sich viele Gedanken um das Vergessen und um das Erinnern, was wohl ihrer Krankheit geschuldet ist.

Das Buch wird immer aus Sicht von Joan oder Sydney geschildert, es wechselt mit den Kapiteln, aber manchmal hatte ich wirklich Schwierigkeiten zu erfassen, wer gerade dran ist .. dann kam es vor, dass ich erst mehrere Absätze lesen musste, bis klar wer, in wessen "Kopf" ich gerade bin. So etwas stört mich im Lesefluss, wenn ich ehrlich bin.

Für mich waren es aber vor allem die tausend kleinen Randgeschichten, die so wenig Sinn ergaben. Sicherlich gehörte alles zur Geschichte, aber für mich war das ganze sprunghaft, chaotisch und wenig strukturiert. Und so kam ich am Ende an und fragte mich, was genau der Autor mir jetzt eigentlich mit dem Buch vermitteln wollte. Wollte er mir Joans Krankheit näher bringen? Oder wie ein Mensch mit dem Verlust eines anderen umgeht? Oder wie diese zwei Welten aufeinandertreffen, ohne dass ich wirklich erkennen konnte, ob und wie sie sich halfen? .. ich ziehe für mich das Fazit, ich verstehe es einfach nicht.

Was mir sehr gut gefiel, war das Cover, das sehr außergewöhnlich ist und die kleinen Zeichnungen, die man im Buch hat, die von Joan in ihrem Tagebuch angefertigt werden. Ich fand es eine schöne kleine Unterbrechung in einer manchmal etwas zähen Handlung.

Fazit:
Ein Buch, das mir nicht lag, dessen Sinn ich nicht greifen konnte. Für mich war es eher eine langatmige Begegnung zweier Menschen, deren Schicksal an sich schon interessant wäre, aber nicht in dieser Form. Mich konnte es leider nicht überzeugen und wird so wohl schnell in Vergessenheit geraten.

Meine Wertung:







Kommentare:

  1. Huhu!

    Das Buch spricht mich vom Klappentext her sehr stark an! Deine Rezension ist gut und nachvollziehbar geschrieben, und es könnte gut sein, dass mich die gleichen Dinge stören würden, aber ich möchte dem Buch trotzdem noch eine Chance geben. :-)

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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    1. Ja vielen gefiel das Buch auch sehr gut .. wenn Du magst, schick ich es Dir gern, es würde mich freuen, wenn es einen Liebhaber findet :)

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    2. Huhu Fabella,

      das wäre natürlich toll! Ich schick dir gleich mal eine eMail. :-)

      LG,
      Mikka

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