Freitag, 10. Februar 2017

[Rezension] S.D. Robertson - Solange ich in deinem Herzen bin

Verlag: HarperCollins

Buch: KLICK - 14,- € - 336 Seiten
ebook: KLICK - 11,99 €
Reihe: nein
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Drama

Der Autor:
S.D. Robertson kündigte seinen Job als Redakteur, um seiner wahren Leidenschaft nachzugehen und Schriftsteller zu werden. Außerdem war er u.a. bereits als Animateur, Handelsvertreter und Mobilfunktechniker tätig und lebte in Frankreich, Holland und Australien. Mittlerweile ist der Autor mit seiner Familie in der Nähe von Manchester zu Hause.







Inhalt:
Als Will stirbt, ist seine Tochter gerade mal sechs Jahre alt. Da er ihr nach dem Tod ihrer Mutter versprach, für immer bei ihr zu bleiben, hält er dieses Versprechen auch nach seinem Tod. Doch so einfach, wie er sich das vorstellte, ist das nicht. Denn Ella kann ihn Anfangs nicht mal sehen. Nach und nach erkämpft er sich den Zugang zu ihr. Doch seine Zeit ist gezählt und bald schon muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen. Doch wie kann er sich entscheiden zu gehen und damit das Versprechen an seiner Tochter  brechen?


Meine Meinung:
Hmm, als ich den  Klappentext las, habe ich mir, wenn ich ehrlich bin, etwas sehr trauriges und herzzerbrechendes unter dem Inhalt vorgestellt. Doch ehrlich gesagt, konnte mich das Buch so kein bisschen berühren. Das lag glaub ich an mehreren Gründen.

Während ich zunächst davon ausging, dass es eigentlich in dem Buch um Ella ging, hatte ich beim Lesen mehr das Gefühl, dass es darum geht, dass Will Abschied von dieser Welt nehmen muss und nicht loslassen will. Er stand irgendwie ständig im Mittelpunkt. Seine Gefühle, seine Vergangenheit, seine Gegenwart. Und mit ihm noch weitere Familienangehörige, denn auch da erlebt man im Laufe des Buches sehr viel, was auf einen einprasselt, ohne dass ich näher auf den Inhalt eingehen möchte. Für mich war Ella auf jeden Fall die Person, die am wenigsten im Mittelpunkt stand. Sie kam erst hinter Wills Abneigung zu gehen, den Problemen die Wills Eltern hatten, Wills Vergangenheit mit seiner Frau und und und... Und das fand ich sehr schade.

Hinzu kommt, dass es hier irgendwie keinen Charakter gab, den ich wirklich mochte. Ella ist eigentlich noch viel zu klein und manchmal sagt sie Dinge, die für mich kaum zu der Rolle einer sechsjährigen passen. Sie wirken unglaubwürdig. Will war für mich von falschen Motiven geleitet. Er sagt zwar, er will für seine Tochter bleiben, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, er macht es aus den falschen Beweggründen. Wills Mutter blieb trotz aller Probleme für mich farblos, ebenso wie Wills Vater und Schwester. Ich glaube, am meisten mochte ich eine weitere Seele, die zurückblieb, die aber leider nur eine Nebenrolle spielte. Er war für mich der Einzigste, dessen Gefühle glaubwürdig rüber kamen.

Und so erlebte ich also eher die Geschichte von Will und seinen Problemen. Es war in dem Bereich ein gut zu lesendes Buch, leicht und locker, für mich ohne großen Tiefgang, das so dahin plätscherte. Es war auf keinen Fall Zeitverschwendung es zu lesen, aber von den hochgelobten Gefühlen konnte ich nichts feststellen, dabei bin ich eigentlich recht emotional und nah am Wasser gebaut. Ich glaube nicht, dass ich noch einmale in Buch des Autors in die Hand nehmen würde.

Fazit:
Für mich ein Buch, das sich mit den Problemen eines Mannes beschäftigt, der nicht loslassen will. Gefühlsmäßig berührte es mich kaum, wenn überhaupt eher bei einer der kleinen Nebenrollen einer weiteren Seele. Es ist recht nett geschrieben, jedoch würde ich wohl eher nicht wieder zu einem Buch des Autors greifen. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich 2,5 Sterne verteilt ... da mir 2 aber zu wenig waren, habe ich aufgerundet auf 3.

Meine Wertung:






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