Freitag, 9. Dezember 2016

[Rezension] Colleen Hoover - Hope forever

Taschenbuch: KLICK - 9,95 € - 528 Seiten
ebook: KLICK - 7,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (na ich weiß nicht)
Genre: Roman

Die Autorin:
Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie ›Weil ich Layken liebe‹ als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book - und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. ›Weil ich Layken liebe‹ landete noch vor ›50 Shades of Grey‹ auf der New-York-Times-Bestsellerliste! 







Inhalt:
Jungen lösen in Hope keine Gefühle aus. Schmetterlinge im Bauch? Kennt sie nicht. Auf Mädchen steht sie aber auch nicht. Trotzdem knutscht sie gern mit Jungs, denn dann schafft sie es eine zeitlang, abzuschalten, gar nichts zu fühlen, ist wie taub. Und so kommt es, dass sie und ihre Freundin Six einen nicht so tollen Ruf genießen. Dabei ist Hope noch Jungfrau, was ihr aber keiner glaubt. Bislang störte sie das nicht weiter, schließlich hatte sie nur Privatunterricht. Doch jetzt ist es ihr endlich gelungen ihre Mutter zu überzeugen, das letzte Schuljahr in der Highschool zu absolvieren. Leider hat sie die Abrechnung ohne Six gemacht, die pünktlich zum Schulbeginn im Schüleraustausch nach Italien geht. Hope durchläuft unzählige Lästerattacken von Mitschülerinnen, doch schnell findet sie Freundschaft bei Brecking, dem durchgeknallten Mormonen. Und da ist auch noch Holder ... und da ist es ... Gefühle, die Hope nie kannte. Doch ausgerechnet bei Holder? Dem Schläger? Trotz anfänglicher Abwehr kommen sie sich näher. Doch beide haben eine Vergangenheit, die sie unweigerlich einholt ..

Meine Meinung:
Ich war schon von Will und Layken absolut begeistert, doch dieses Buch übertrifft es bei weitem noch. Es hat so eine Intensität, dass es mir stellenweise die Luft zum atmen raubte. Hätte ich von Anfang an gewusst, was im Laufe der Geschichte ans Licht kommt, ich weiß nicht, ob ich das Buch gekauft hätte. Denn es hat ein wirklich wirklich hartes Thema im Hintergrund. Doch die Art, wie die Autorin damit umgeht, was ich überraschend im Laufe der Geschichte erst  erfuhr, ist absolut überzeugend und lesenswert. Dennoch muss ich zugeben, dass ich es sehr hart fand und nicht selten standen mir die Tränen in den Augen. Doch ich musste weiter und weiter lesen. Ein Buch, was mich seit langem wieder einmal alles drumherum vergessen ließ ... und wofür ich alles andere liegen ließ.

Nach Beendigung des Buches las ich noch einmal die Inhaltsangabe und ganz ehrlich, mich hat sie nicht drauf vorbereitet, was geschieht. Und ich weiß auch nicht, ob das unbedingt etwas für 14 Jährige schon ist ... aber das nur mal so am Rande.

Ich möchte mal auf die Hauptpersonen eingehen in diesem Buch ... zuerst einmal Hope. Die ich von Anfang an mochte. Ein normaler Teenager wie es scheint ... bis auf die Tatsache, dass sie schon etwas ungewöhnlich aufwächst. Sie ist sympathisch, locker, einfach nett. Ihre Freundin und Nachbarin Six dagegen total quirlig und leicht durchgeknallt, aber mindestens genau so nett ... ein wirklich schönes Gespann! Dann Brecking, der mich immer wieder zum lachen brachte und der sich auch sofort in die Leserherzen schleicht und natürlich Holder .. ein Buch ohne einen Charakter wie ihn, wäre wohl nur ein halbes Buch. Der angebliche Badboy, der es eigentlich so gar nicht richtig ist .. der das Herz am rechten Fleck hat. Ein verletztes Herz - wenn nicht gar gebrochen. Ein Mensch der so viel gibt, so viel Gefühle mit bringt, dass man ihn nur anhimmeln kann .. ich finde es immer wieder wundervoll, wie es der Autorin gelingt, einer Romanfigur so viel einzuschreiben. Die Charaktere wirken so real, so greifbar.

Es ist schön zu sehen, wie sich Hope im Laufe des Buches entwickelt. Wie sie eine für sie neue Welt entdeckt und gleichzeitig jedoch hinter den Spiegel schaut. Eine Welt findet, die so tief in ihr vergraben war, dass sie gar nicht merkte, dass etwas fehlte. Und der Leser leidet unweigerlich mit, als Hope nach und nach Stücke ihrer Vergangenheit findet - genau wie Holder .. immer mehr tut sich auf und es gab Stellen wo man wirklich dachte, mehr verkraftet man nicht .. und dann kam doch noch mehr .. doch über allem liegt so ein tiefes Gefühl, eine Verbundenheit zwischen Hope und Holder, dass man nicht aufhören kann, dass trotz allem was passiert immer noch ein schönes Gefühl da ist ... und das finde ich, ist eine wirkliche Kunst beim schreiben!

Fazit:
Das Buch ist gleichzeitig so wundervoll so voller schöner Gefühle, Entdeckungen, dass man ununterbrochen vor sich hin lächeln möchte. Und gleichzeitig tun sich Welten auf, die einem den Atem nehmen und die Tränen in die Augen treiben. Ich finde es wundervoll, wie die Autorin es schafft, das absolut schlimme so mit dem wundervollen zu verbinden, dass selbst das schrecklichste zu ertragen ist. Für mich ein absolut ergreifendes Buch .. und natürlich möchte ich jetzt sooofort den nächsten Teil lesen :)

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Schöne Besprechung. Also "Hope" kann man wortwörtlich nehmen - Hoffnung?

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    1. Ja das ist eine gute Interpretation. . Auch wenn Hope das wohl gar nicht so wahrnehmen würde 😊

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    2. Ja das ist eine gute Interpretation. . Auch wenn Hope das wohl gar nicht so wahrnehmen würde 😊

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