Montag, 12. Dezember 2016

[Rezension] Claudia Winter - Glückssterne

Verlag: Goldmann

Taschenbuch (12.12.16): KLICK - 9,99 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Hörbuch: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Romance

Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Vor "Aprikosenküsse", die sowohl in englischer als auch türkischer Sprache übersetzt wurden, hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach




Inhalt:
Josefines Leben ist klar strukturiert. Zusammen mit ihrem Verlobten Justus arbeitet sie in einer Anwaltskanzlei. Die Hochzeit steht kurz bevor, als die Katastrophen beginnen. Ihre Cousine Charly verschwindet mit dem Familienring nach Schottland. Ohne diesen Ring will Josefine nicht heiraten - zumal ihre Großmutter auch den Segen ohne den Ring verweigert. Wutentbrannt reist sie Charly nach und begegnet bald schon Aidan, einem eigenwilligen Schotten, der ihr Leben total durcheinander würfelt. Doch Josefine verfolgt stur ihr Ziel - Charlie und den Ring finden und dann endlich ihr Leben weiter führen.

Meine Meinung:
Liebe, Humor und Schottland ... eine Kombination die perfekt zueinander passt. Jedenfalls wenn sich diese Autorin dem Thema annimmt. Und so packte mich die Geschichte direkt auf der ersten Seite und nahm mich mit auf eine Reise, die die Zeit nur so verfliegen lässt und ehe man sich versieht, ist man schon am Ende angekommen ... sehr schade :)

Josefine ist eine sympathische Protagonistin, die in meinen Augen jedoch ein wenig blind durch die Welt läuft und sich gegebenes so zurecht biegt, dass es sie selbst überzeugt, perfekt zu sein. Mich jedenfalls regte ihr Verlobter Justus gehörig auf, der in meinen Augen vom Verhalten her eher in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gepasst hätte.

Eine gute Prise Humor kommt durch Josefines Tanten Bri und Li in die Geschichte, die Josefine mehr als einmal zur Verzweiflung, den Leser dadurch aber zum herzhaften Lachen bringen. Sie spielen neben Josefine wohl die größte Rolle in dieser Geschichte.

Ruhe aber auch Knistern bringt dagegen Aidan herein, aus dem man anfänglich nicht wirklich schlau wird. Es braucht einige Zeit, bis man erkennt, was in ihm steckt und wie er tickt. Aber egal wie weit man in dieser Erkenntnis ist, er ist definitiv der Mann, dem man wohl auch gern begegnen würde. Und auch seine Familie spielt hier eine wichtige Rolle.

Josefines Reise entpuppt sich im Verlauf mehr und mehr zu einer Reise zu sich selbst. Wenn sie auch ziemlich blind auf diesem Auge ist und es nicht einmal merkt. Sehr wohl aber ihre Familie, die zu ihr hält, egal welchen Weg sie auch geht. Diesen Familienzusammenhalt fand ich sehr schön, denn er zeigte mal eine tolle, wenn auch nicht perfekte Familie in bunt gemischter Kombination.

Fazit:
Eine wundervolle Unterhaltung aus Liebe, Humor und eine große Portion Schottland. Ich empfehle das Buch in den Abendstunden zu lesen und dabei einen guten Single Malt zu genießen - damit dürfte die Lektüre dann perfekt sein (wenn man so etwas mag) :) .. wenn nicht, tut es sicher auch ein guter Earl Grey ;)

Meine Wertung:




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