Mittwoch, 5. Oktober 2016

[Rezension] Katie Cotugno - So geht Liebe

Verlag: Heyne>fliegt

Taschenbuch (19.9.16): KLICK - 9,99 € - 320 Seiten
ebook: KLICK  - 8,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Drama / Romance
Reihe: nein - Einzelbuch

Die Autorin:
Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit So geht Liebe ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Mann Tom, mit dem sie in Boston lebt.






Inhalt:
Reena liebt Sawyer - aber sie ist nicht die einzige. Denn ihre beste Freundin liebt ihn ebenfalls und sie ist diejenige an seiner Seite - für lange Zeit. Bis etwas geschieht, was die Karten neu mischt. Dann gesteht auch Sawyer seine Gefühle für Reena und gefangen im Rausch der Gefühle achten die zwei nicht darauf, was sie tun. Bis es zu spät ist. Reena ist schwanger und Sawyer ist fort. Zwei Jahre vergehen, bis er ihr sagt: "ich bin wieder da". Doch noch einmal will sich Reena nicht auf ihn einlassen, zu sehr hat er sie verletzt und doch .... die wahre Liebe scheint nie zu sterben.

Meine Meinung:
Ein schönes aber irgendwie auch ungewöhnliches Buch. Eine Geschichte, die einen fasziniert, vor allem in der Art, wie sie geschrieben ist. Kapitelweise blendet sie zurück in die Zeit, als alles begann und bevor Sawyer weg war und in die Gegenwart, als alles anders ist und Sawyer wieder da. Dieser Zeitenwechsel ist sicherlich nichts neues und dennoch irgendwie anders, als das, was man kennt. Und das ist es, was mich zum einen wirklich fasziniert hat - zum anderen aber, und das erkenne ich jetzt erst abschließend richtig, ist es genau das, was verhindert, dass man vollständig in die Geschichte eintaucht. Man wird immer wieder aus dem aktuellen geschehen gerissen und in ein anderes geworfen. Und auch wenn das auf der einen Seite interessant ist, stört es irgendwie, die wirklichen Gefühle zuzulassen. Man fühlt sich eher wie ein stiller Beobachter von Momenten ... da hilft auch nicht, dass beide Zeiten aus der Ich-Perspektive von Reena geschrieben sind.

Reena und Sawyer kennen sich schon immer, ihre Familien sind befreundet, sie wachsen miteinander auf. Doch als sie entdecken, dass da mehr ist, sind sie noch viel zu jung, um sich über die Konsequenzen bewusst zu werden. Sie erleben Schicksalsschläge, mit denen sie nicht klar kommen und es scheint, als wären sie aneinander ein Halt .. wenn auch ein sehr loser. Sawyer ist derjenige, der die meisten Schwierigkeiten hat und man ist nicht verwundert, dass er irgendwann das Weite sucht. Und irgendwie kann ich ihm da nicht mal einen Vorwurf machen, manchmal muss man einfach verschwinden, um zu sich selbst zu finden.

Der Sawyer der zurück kommt ist ein anderer. Und dennoch scheint die Vergangenheit zu schwer zu tragen. Aber auch Reena ist nicht mehr die Gleiche und dennoch hat sie immer noch so viel von sich, dass es für sie fast unmöglich ist, es zu ertragen. Zu schwer waren die letzten zwei Jahre, ohne, dass sie sich jemals beklagt hätte ... doch Sawyer schafft es, ihren Panzer aufzubrechen und Gefühle zuzulassen, die es schwer machen, ihren Weg fortzusetzen.

So mitreißend die Geschichte aber anfängt, irgendwann fängt sie an, sich zu ziehen. Alles dümpelt nur noch vor sich hin - sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit. Als hätte man noch einige Seite gebraucht um zu den beiden Enden zu gelangen, zu denen man letztendlich kommt. Das fand ich etwas schade. Und das ist auch der Grund, warum ich dem Buch keine volle Punktzahl geben konnte. Schön aber, dass es zum Ende hin wieder etwas fesselnder wurde und man das Buch dann mit einem guten Gefühl beenden konnte.

Und ein Wort zum Cover .. das Buch ist schon vor längerer Zeit als gebundene Ausgabe und ebook erschienen mit einem anderen Cover. Doch aufgefallen ist es mir durch das neue Cover der Taschenbuchausgabe, das mir super gut gefällt. Es bringt einen immer wieder zum hinschauen .. einfach toll!

Fazit:
Eine schöne Geschichte um Liebe und um das Erwachsen werden. Um verpasste Chancen und zweite Chancen. Ein interessanter Erzählstil der gleichzeitig fesselt und trotzdem verhindert, richtig in die Geschichte einzutauchen. Ein Buch, das im Mittelteil ein wenig Fahrt verliert und dann doch wieder aufnimmt. Und das ich trotz allem wirklich empfehlen möchte.

Meine Wertung:





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