Montag, 18. Juli 2016

[Rezension] Paige Toon - Das verrückte Leben der Jessie Jefferson

Verlag: Harper Collins

Broschiert (10.6.16): KLICK - 14,99 € - 304 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: 12 - 15 Jahre
Genre: Jugendbuch

Die Autorin:
Paige Toon wurde 1975 geboren. Als Tochter eines Rennfahrers wuchs sie in Australien, England und Amerika auf. Sieben Jahre lang arbeitete sie als Redakteurin beim Magazin »Heat«. Paige Toon ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in London.








Inhalt:
Jessie ist 15, als ihre Mutter tödlich verunglückt. Sie kommt mit dem Tod nicht klar, ist verzweifelt, störrisch, greift zu Zigaretten und Alkohol. Ihr Stiefvater Stu ist ihr auch keine große Hilfe, da Jessie seine Hilfe nicht annehmen will. Doch dann verrät er ihr, wer ihr Erzeuger ist und hilft ihr, zu diesem Kontakt aufzunehmen. Das ist gar nicht so einfach, da ihr Vater ein berühmter Star ist. Auch er wusste bislang nichts von Jessies Existenz und so wird das erste Zusammentreffen sehr holprig, zumal er eine eigene Familie hat. Doch bald schon findet Jessie gefallen an der Welt ihres Vaters, was nicht zuletzt auch an Jack liegt, den sie dort kennen lernt.

Meine Meinung:
Ein wirklich schönes Jugendbuch, das zeigt, wie schnell man in dem Alter zu beeinflussen ist und wie wenig Willensstark. Jessies Versuch, ihre Gefühle zu betäuben ist mehr als verständlich. Sie ist zerrissen zwischen Wut und Trauer und findet ihren Platz im Leben nicht richtig. Dass sie dabei auch sehr ungerecht, gerade gegenüber ihrem Stiefvater ist, erkennt sie dabei nicht, was wohl am Alter liegt. Doch im Laufe des Buches merkt man, wie sie nach und nach ihre Einstellung verändert und ein Stück erwachsen wird. Nur ein Stück - so wie es wohl auch gerade richtig ist.

Jessie ist sicherlich die Hauptperson des Buches. Dennoch spielen auch viele andere Charaktere eine wichtige Rolle. Sieht man einmal von ihren Schwärmereien zu Tom und Jack ab, so ist wohl mit die wichtigste Person Johnny - ihr Erzeuger. Man erfährt im Laufe des Buches nach und nach ein bisschen was aus seinem Leben. Dem scheinbar so typischen Weg eines Menschen, der viel zu früh Erfolg hatte. Jessies Charakter scheint ihm hier sehr ähnlich, wobei ich persönlich das eher für einen Zufall halte - die Menschen, die einen groß ziehen sind prägnanter als das Erbgut. Dennoch gefällt es mir, dass Parallelen zu sehen sind - sei es nun Zufall oder nicht. Ich finde auch gut, wie holprig die Annäherung der Beiden und auch den dazugehörigen Personen ist. Alles andere wäre in meinen Augen auch wenig glaubwürdig. Doch man freut sich mit Jessie, als man erkennt, wieviel Halt ihr das scheinbar nach und nach gibt, obwohl alles noch auf so wackeligen Füßen steht.

Obwohl sich Jessie ein Stück weit findet, ist ganz klar, dass es noch ein weiter Weg ist, den sie gehen muss. Aber sie ist ja auch erst 15 und hat noch viel Zeit. Ich jedenfalls freue mich schon auf die Fortsetzung und bin gespannt, wie es weiter gehen wird.

Das Buch endet ohne einen großen Cliffhanger ... das gefällt mir gut, so hat man nicht das Gefühl, mitten in einer Geschichte nun erstmal ein halbes Jahr warten zu müssen, bevor es weiter geht.

Fazit:
Ein schönes Jugendbuch das zeigt, wie schwer der Weg zum Erwachsen werden sein kann. Wie schnell man aus der Bahn geworfen wird und wie wichtig eine Familie sein kann. Obwohl es eine Fortsetzung gibt, ist das Buch erstmal in sich abgeschlossen und endet ohne großen Cliffhanger, was ich sehr gut finde. Es war schön, Jessie auf ihrem Weg zu begleiten und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Meine Wertung:





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen