Dienstag, 21. Juni 2016

[Rezension] Michaela Grünig - Nie wieder Blondinen

Verlag: feelings

Taschenbuch: KLICK - 12,99€ - 296 Seiten
ebook: KLICK - 4,99 €
Genre: Humoristischer Krimi
Altersempfehlung: Erwachsene

Die Autorin:
Was wäre wenn ... frau anstatt das sichere Studium durchzuziehen, doch lieber als Partygirl auf Ibiza angeheuert hätte? Mit dem heißen argentinischen Polospieler durchgebrannt wäre, anstatt den ehetauglicheren Steuerberater zu wählen? Oder "einfach mal so" ein One-way-Ticket nach LA gelöst hätte? Würde besagte Frau dann jetzt als George Clooneys Freundin zur Oscar Verleihung marschieren? Oder als neurotische Schnapsdrossel auf dem Highway to Hell? Solche Gedankenspiele beschäftigen mich in meinen Tagträumen. Und da ich leider - wie übrigens die meisten Menschen - nur ein Leben zur Verfügung habe, lasse ich meine Romanfiguren all diese verrückten Dinge für mich ausprobieren! Um die Sache zu vereinfachen, teilen die meisten von ihnen meine Charaktereigenschaften und zwar die guten wie die miesen! Die besten Ideen dafür kommen mir immer, wenn ich mit meinen drei Hunden durch den Wald ziehe. 





Inhalt:
Bislang führte Vreni an der Seite ihres reichen Mannes ein beschauliches Leben in der Zürcher Schickeria. Das endet aprupt als ihr sonst eher anspruchsloser Ehemann die Russin Swetlana kennen und lieben lernt. Von heute auf morgen sieht sich Vreni gezwungen, wieder in ihrem alten Job als Kunstlehrerin zu arbeiten – in einem Interat im Berner Oberland. Als wäre das an sich nicht schon schlimm genug, findet sie bereits nach kurzer Zeit eine weibliche Leich im Wald. Nachdem die ersten Verdachtsmomente von ihr abgewendet sind, beginnt Vreni auf eigene Faust im Internat zu ermitteln. Und dabei deckt sie Dinge auf, die ihr die Haare zu Berge stehen lassen.

Meine Meinung: Ein sehr unterhaltsames Buch. Ich bin ja kein großer Freund von Krimis, doch das hier würde ich persönlich auch nicht als typischen Krimi einstufen … sondern mehr in die humorvolle Szene. Denn eigentlich habe ich viel öfter geschmunzelt, als den Ermittlungen gespannt zu folgen. Denn Vrenis Versuche, den Mörder der Toten zu ermitteln, ist mehr als plump und doch zeigt sie intuitiv eine gute Spürnase.

Eigentlich geht es in dem Buch eher nebenrangig um den Mord, als vielmehr darum, die ganzen dunklen Geheimnisse ihrer Kollegen zu entdecken. Auch wenn das gar nicht Vrenis Ziel war, so stolpert sie doch scheinbar immer wieder über neue, interessante Details.

Auch wenn das Buch als Liebesgeschichten-Krimi benannt wird, so kann ich das nicht so ganz unterstreichen. Ja, Vreni kommt sogar direkt 2 Kollegen näher und kämpft auch noch ein bisschen mit ihrem Verflossenen, aber von Gefühlen wie Liebe kann man hier nicht wirklich sprechen. Und auch als dann ein weiterer potentieller Kandidat auf die Bühne tritt, so hat das mehr eine untergeordnete Rolle – von großen Gefühlen ist jedenfalls nichts zu entdecken. Das spielt aber auch keine Rolle, denn man wird durch die eher unfreiwillig humorvollen Aktionen der Protagonistin bestens unterhalten.

Im Großen und Ganzen ist „Nie wieder Blondinen“ ein wirklich kurzweiliges Buch, das ein paar vergnügliche Lesestunden beschert. Das einzige, was mich gestört hat waren ein paar Unterhaltungen mit Vrenis Mutter, bei denen der Schweizer Dialekt in Schrift umgewandelt wurde. Nachdem ich anfangs diese Sätze 5-10 x gelesen habe und sie oft trotzdem nicht entziffern konnte, habe ich sie danach einfach ignoriert und gehofft, dass mir der Inhalt in den nachfolgenden Seiten offenbahrt wird. Sicherlich ist das ganze eine nette Idee, aber da es Menschen wie mich gibt, die es wirklich nicht übersetzen können, artet es mehr in genervtes Stöhnen aus. Glücklicherweise waren es nicht allzuviele Sätze, so dass ich deswegen die Benotung auch nicht nach unten setze … ich würde mir hier wünschen, dass es, wenn es schon unbedingt so sein soll, wenigstens Fußnoten geben würde.

Fazit:
Für mich eher ein humorvoller Krimi mit einer durch Zufall ans ermitteln kommenden Protagonistin, die sich hierbei eher tollpatschig anstellt, doch mit ihrer intuitiven Spürnase tatsächlich auf die rechte Spur kommt .. zumindest nach einigen Hürden. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen hier sicherlich eine Rolle, jedoch ohne große Gefühle. Das Buch bereitet unterhaltsame Stunden und besticht durch sympathische Figuren.


Meine Wertung:







Kommentare:

  1. Hallo und guten Tag,

    netter Cover erinnert mich schon sehr an Marilyn Monroe oder?

    LG..Karin..

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  2. Lach ja das typische Blondinenprofil :)

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