Sonntag, 26. Juni 2016

[HÖRBUCH-Rezension] Michelle Miller - Bad Boys, Bad Girls, Big Money

Verlag: rubikon audioverlag

CD-MP3: KLICK - 14,99 € - 450 Min
Buch: KLICK - 14,99 € - 480 Seiten
Genre: Thriller
Altersempfehlung: Erwachsene

Die Autorin:
Michelle Miller hat an der Stanford University ihren MBA absolviert und anschließend bei der Privatbank J.P. Morgan und als Consultant in Palo Alto, New York und Europa gearbeitet. Schon während dieser Zeit veröffentlichte sie unter Pseudonym zahlreiche Essays und Jugendromane, bevor sie beschloss, sich ganz dem Schreiben zu widmen. »Bad Boys. Bad Girls. Big Money«, ihr erster Roman für ein erwachsenes Publikum, wurde von Lesern und Presse sofort begeistert aufgenommen und in 16 Länder verkauft. 

Der Sprecher:
Mark Bremer entschied nach Volontariat und Schauspielschule, dass auch Sprechen seine Berufung ist und gehört seitdem zu den profiliertesten deutschen Stimmen. Mit Hörbüchern kam er schon Mitte der 90iger Jahre in Kontakt, als dieses Medium in Deutschland noch unbekannt war. Er produzierte die ersten Titel von "der Hörverlag" und "Hoffmann & Campe", bevor er als Sprecher Karriere machte. Die Liebe zum Hörbuch blieb. Die Verlagsgründung ist die Gelegenheit, selbst Einfluß auf Stoffe zu nehmen.



Inhalt:
Todd bekommt den Auftrag seines Lebens. Er soll die Firma der bekannten Dating-App Hook an die Börse bringen. Da er selbst begeistert von dieser App ist, verspricht er sich ein leichtes Spiel. Doch der geplante Börsengang bringt Ereignisse mit sich, die man so nicht erwartet hatte. Und auch die Hintergründe der App, die Folgen, sind Tatsachen, die lieber ungesagt bleiben, denn sonst wäre der Börsengang ernstlich in Gefahr.


Meine Meinung:
Zunächst möchte ich mal voran schicken, dass ich kein Freund von Wirtschaft und somit von Inhalten wie Wallstreet etc bin. Mir verschließt sich die Faszination des Berufes an sich, aber auch die Freude an solchen Filmen und Büchern. Sicherlich habe auch ich damals den wohl bekanntesten Film über die Wallstreet gesehen und fand ihn sogar gut, was wohl aber eher an den Darstellern lag. Alles, was ich danach antestete, konnte mir nicht so richtig zusagen. Ich war daher sehr gespannt auf das vorliegende Hörbuch, denn zumindest die Inhaltsangabe an sich versprach sehr spannend zu werden.

Was mir ganz klar wieder gefiel war der Sprecher. Mark Bremer schafft es tatsächlich, mich sogar bei Inhalten zu halten, die ich sonst früh aufgegeben hätte. Doch leider konnte selbst er es hier nicht schaffen, mich dauerhaft zu fesseln und der Geschichte zu folgen.

Die Idee des Börsengangs dieser Dating-App-Firma fand ich an sich interessant. Allerdings hatte ich irgendwie mit mehr drumherum und weniger Fakten zum Börsengang gerechnet. Denn hier wurden oft Details angesprochen, die meinen Kopf immer abschalten lassen, weil mir das Thema an sich nicht liegt. Das folgt natürlich dazu, dass man manchmal minutenlang hört ohne wirklich zuzuhören - fatal für den Fortgang einer Geschichte, da man so sicherlich auch mal wichtige Fakten überhört. Und so geschah es nicht selten, dass ich wieder ein ganzes Stück zurück gehen musste und mich dann wirklich konzentrieren musste, gedanklich nicht abzuschweifen. Und das zeigt mir - die Geschichte ist nicht meins. Denn ich habe sonst kein Problem, aufmerksam einem Hörbuch zu lauschen.

Ich fand, dass das vorherrschende Thema hier eigentlich die Korruption dieser ganzen Branche ist. Selbst Todd, der sich ein Team zusammenstellen muss, ist schon direkt am Anfang mit seinen Entscheidungen kein bisschen frei. Und so bekommt er schon vorgelegt, was ihm zu gefallen hat. Auch wenn er immer wieder auch seinen Weg geht, so ist dieser nicht ganz frei. Was mir auch nicht so gut gefallen hat, war, dass hier ganz klar ist, dass bei Frauen immer die Optik die erste Rolle spielt. Ja ist auch in der Realität so, ist bekannt. Jedoch dass dies auch hier so eine große Rolle spielt, wo es ja nicht um Repräsentatives geht, sondern um Wissen und Können, fand ich doch merkwürdig. Möglich, dass es in der Realität eine Rolle spielt - aber ist es so wichtig, um hier so hervorgehoben zu werden? Scheinbar ...

Ich gebe zu, dass mich der Verlauf der Geschichte dann immer weniger fesseln konnte und da können sich knapp 13 Stunden schon extrem ziehen. Wäre nicht der Sprecher gewesen, der mich doch immer wieder einfangen konnte, ich glaube, ich hätte vorzeitig aufgegeben. So aber hielt ich bis zum Ende durch.

Fazit:
Man muss schon Spaß an dem Thema Wirtschaft, Börse und Wallstreet haben, um hier wirklich gebannt zu folgen. Da mir das etwas fehlte, wurde das Hörbuch für mich an einigen Stellen wirklich zäh und brachte meine Gedanken dazu, abzuschweifen, so dass ich wieder ein Stück zurück musste. Doch auch hier schafft es der Sprecher, dass man weiterhört und nicht aufgibt. Für mich wäre die Wertung 2.5 - doch 2 ist mir zu wenig, daher aufgerundet auf 3.

Meine Wertung:






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