Samstag, 16. April 2016

[Rezension] Eva Maria Klima - Auch wenn Du mich vergisst

Taschenbuch (2.3.16): KLICK - 9,90 € - 294 Seiten
ebook: KLICK - 0,99 €
Altersempfehlung:
Genre: Liebesroman

Die Autorin:
Eva Maria Klima, studierte Informatikerin, begann während der Kinderbetreuungszeit ihres zweiten Kindes mit dem Schreiben ihres ersten Romans Peris Night Terakon und entdeckte darin ihre große Leidenschaft. Homepage: www.eva-maria-klima.at











Inhalt:
Als Evelin für Recherchezwecke nach Berlin fährt, versucht sie gleichzeitig einen alten Streit mit ihrer Halbschwester Kathi zu bereinigen. Doch direkt bei ihrer Ankunft eskaliert wieder einmal die Situation mit ihrem Schwager, der sie herablassend wie ein Stück Dreck behandelt. Als wäre das nicht schlimm genug, stößt der anwesende Besuch Samuel noch in die gleiche Schiene. Evelin stellt sich taub für alles, was auf sie einprasselt. Doch bald schon erkennt Samuel, dass hier etwas läuft, was ganz und gar nicht in Ordnung ist.  Er kommt Evelin näher, als dieser lieb ist, da sie auf keinen Fall einen neuen Mann sucht. Doch auch Samuel erkennt schnell, dass Evelin niemand ist, mit der er seine sexuellen Neigungen ausleben könnte. Und so versuchen sie nach und nach eine Freundschaft aufzubauen, ohne sich dabei näher zu kommen. Doch die Intrigen rundherum gehen weiter und scheinen nicht nur ein Leben zerstören zu wollen.

Meine Meinung:
Also dieses Buch war für mich eine absolute Tal- und Bergfahrt.  Die Autorin fragte mich, ob ich ihr neues Buch – einen Liebesroman – lesen wollte. Och, Liebesromane mag ich ja immer sehr gern. Doch ziemlich am Anfang wurde ich schon in den Bereich von BDSM geworfen, der mich persönlich völlig irritierte, da ich ihn bei einem „Liebesroman“ nicht erwartet hätte. Da ich aber erstmal generell nichts gegen das Thema habe, habe ich mich dann einfach  mal darauf eingelassen.

Ich gebe zu, ja das Thema BDSM spielt zwar eine Rolle, aber es ist nicht das Thema des Buches an sich. Eigentlich wird es immer nur am Rand erwähnt, kleine Ausflüge in diese Welt werden eingebunden, aber nichts, was endlos in die Tiefe gehen würde. Daher sollten Menschen, die mit dem Thema nichts anfangen können, sich nicht abgeschreckt fühlen. Ich persönlich fand diese Interpretation der Autorin im Gegenteil sehr interessant, weil sie mir wieder andere Seiten zeigte, die ich so noch nicht kannte und mich persönlich sogar positiv überraschten. Allerdings gab es auch Situationen, die mich dazu brachten schallend zu lachen .. ich sage nur Schweinekopf.

Nach dem Anfang fragte ich mich, was hier bitte eine Liebesgeschichte sein sollte, jedoch kam ich bald dahinter, an anderer Stelle, als ich anfangs dachte. Und ich gebe zu, ja es wurde wirklich eine Liebesgeschichte, allerdings mit sehr viel Action und Drama drumherum – im positiven Sinne gemeint.

Evelin war mir im Großen und Ganzen sehr sympathisch, allerdings konnte ich ihre krasse Veränderung am Anfang überhaupt nicht nachvollziehen – erst hat sie einen riesigen Abstand zu allem männlichen und nach 2 Sätzen ist das dann irgendwie alles nicht mehr da. Das fand ich etwas unglaubwürdig, wenn ich ehrlich bin. Dass man einen Abstand hält, gut .. verstehe ich bei der Vorgeschichte, aber ich kann kein Drama draus machen und am nächsten Tag ist alles, als hätte es das nie gegeben. Das war so der einzige Kritikpunkt, den ich an dem Buch hatte. Und ohne das hätte es für mich die „Goldwertung“ gegeben. Denn ich gebe zu, die ganze Geschichte hat mich absolut mitgerissen und ich habe tatsächlich alles um mich herum abgeschaltet und dieses Buch geradezu inhaliert. Und ich kann nur sagen … ja so einen Samuel .. den würde ich wohl auch gern mal kennenlernen. Denn der hatte trotz seiner Neigung einen für mich durch und durch liebenswerten Charakter .. ein Held, wie ihn ein Buch braucht. Und ich persönlich fand seine „Neigung“ auch keinesfalls abwertend, denn er hatte eine wirklich gute Einstellung zu den Inhalten.

Fazit:
Wenn überhaupt würde ich das Buch als eine Erotik-Liebesgeschichte bezeichnen. Denn neben der Liebe spielt hier auch BDSM eine – wenn auch kleinere Rolle – was nicht übersehen werden sollte. Gleichzeitig war es für mich auch ein Drama und hier und da auch sehr spannend. Eine gelungene Mischung, wie ich finde!

Meine Wertung:




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