Donnerstag, 3. März 2016

[Rezension] Colleen Hoover - Weil ich Layken liebe

Taschenbuch (1.11.13): KLICK - 9,95 € - 384 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Hörbuch: KLICK - 11,99 €
Alterempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Jugendbuch / Romance

Die Autorin:
Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit – ebenso wie mit dem aus Wills Sicht erzählten Folgeband – sofort auf der New-York-Times- Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane publiziert, die allesamt sofort zu Bestsellern wurden.






Inhalt:
Das letzte Jahr war für Layken schwer. Der unerwartete Tod ihres Vaters hat sie aus der Bahn geworden. Doch sie versucht stark zu sein, für ihren kleinen Bruder und ihre Mutter, denen der Verlust ebenso nahe geht. Und so willigt sie auch schweren Herzens ein,  in einen anderen Bundeststaat zu ziehen, weil ihre Mutter dort einen besseren Job bekommt, um mehr Geld zu haben. Kaum angekommen lernt sie den Nachbarsjungen Will kennen. Wenn es eine Seelenverwandschaft gibt, dann sicherlich bei den beiden, die sich auf Anhieb gut verstehen. Doch kaum haben sie sich kennengelernt, da wird auch schon klar, nie darf es geschehen, dass aus ihnen mehr wird. Und während Layken noch versucht, ihr Herz zu reparieren, scheint alles andere um sie herum auch in die Brüche zu gehen. Wie stark kann ein Mensch sein, wenn ihm sämtlicher Halt genommen wird?

Meine Meinung:
Lange, sehr sehr lange bin ich um das Buch herumgeschlichen. Was mich abhielt war der riesige Hype, der anfangs darum gemacht wurde. Da bin ich inzwischen sehr vorsichtig geworden. Doch nun wollte ich endlich mehr wissen über das Buch, dessen Titel mich irgendwie nie ganz losgelassen hat, obwohl er eigentlich gar nicht so außergewöhnlich ist.

Ohne noch einmal groß den Inhalt zu lesen – der jetzt im Nachhinein gelesen auch nicht viel verrät – habe ich mich in das Buch geworfen – und darin verloren. Bereits auf den ersten Seiten hat man das Gefühl, einer alten Freundin zu begegnen – im Schreibstil der Autorin. Ich habe bislang noch keins ihrer Bücher gelesen und trotzdem fühlte ich mich sofort zu Hause .. es war irgendwie vertraut. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich einen Autor entdecke, der mir das Gefühl vermittelt, denn es lässt einen schnell und intensiv in die Geschichte eintauchen.

Eine Geschichte, die mir direkt am Anfang irgendwie das Gefühl vermittelt, dass etwas ganz schlimmes droht, ohne dass auch nur ein Wort dazu fällt. Etwas schlimmes auf Gefühle bezogen. So eine Art Melancholie, die doch nicht schwermütig oder traurig wäre. Aber immer schwebt etwas über dem, was man liest, dass man weiß .. jetzt gleich kommt etwas und dann werde ich wohl in Tränen ausbrechen. Und obwohl das eigentlich ja nichts gutes ist, ist es für eine Geschichte doch etwas ganz besonderes. Weil es die Geschichte besonders macht. Weil sie einen berührt.

Auch ich möchte nicht verraten, was eigentlich das schlimme und dramatische in dieser Geschichte ist. Denn ich finde, man muss es einfach selbst, ganz unvorbereitet erleben. Sich fallen lassen in die Geschichte rund um Layken und Will. Und das kann man glaube ich nur, wenn man unvoreingenommen an sie heran geht.

Im Buch spielt Poetry-Slam übrigens eine recht große Rolle. Ich kenne das bislang nur durch einen Künstler und bin daher recht ungeübt, was die Gewichtung der Worte betrifft, die man hier liest. In dem Moment denke ich immer wieder – hier sollte ich wohl doch lieber das Hörbuch hören … vielleicht werde ich das irgendwann nachholen. Ich kann nur sagen, dass mir diese Gewichtung trotzdem sehr gut gefallen hat, weil hier viel mit Worten gespielt wird.

Weniger gut fand ich die unendlich vielen Zitate einer Band, die im Leben von Layken eine große Rolle spielt. So findet man zu jedem Kapitelstart Zitate, aber auch immer wieder zwischendurch. An sich eine schöne Idee, doch man sollte vielleicht nicht zu viel, zu häufig so etwas machen. Zumal alles in englisch zitiert wird und ich weiß, nicht jeder kann die Sprache so gut, dass er die Feinheiten herauslesen kann. So ging es selbst mir, obwohl ich die Worte an sich übersetzt bekam .. aber wenn dann doch mal der Sinn eines Zitates erläutert wurde, war ich manchmal überrascht, weil ich es so gar nicht übersetzt hätte. Und einige Zitate spielen schon eine Rolle .. vielleicht hätten es ein paar weniger und dafür übersetzt mehr gebracht.

Laykens Mutter machte im Buch eine Bemerkung, die ich Euch noch als Zitat mitgebracht habe, die mir sehr gut gefiel und auch nicht aus dem Kopf geht: „Erweitere Deine Grenzen, Lake. Dazu sind sie da.“ Ein schöner Satz, oder?

Fazit:
Ein wundervoll gefühlvolles Buch, das zeigt, dass das Leben einem manchmal nicht nur Steine, sondern ganze Betonwände in den Weg stellt. Ein wundervoller Schreibstil, eine Geschichte zum mitfühlen und ganz viel fürs Herz erwartet den Leser hier in diesem Buch. Und für mich ganz klar .. noch in dieser Woche muss ich mir den nächsten Teil vornehmen … ich bin sooo gespannt, wie diese Geschichte aus der Sicht von Will geschildert wird.

Meine Wertung:



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