Montag, 14. März 2016

[Rezension] Bettina Belitz - Panthersommernächte

Verlag: LOEWE

gebundene Ausgabe (15.2.16): KLICK - 17,95€ - 400 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Genre: Jugendroman

Die Autorin:
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.



Inhalt:
Die Eisprinzessin - diesen Namen hat Nina weg. Doch das liegt nicht nur daran, dass sie einen Hang zum Eiskunstlauf hat. Das Hobby beansprucht sämtliche Zeit, so dass für nicht viel anderes mehr Platz ist - außer ihrer zweiten Leidenschaft, dem Journalismus. Die 14-jährige ist Chefredakteurin der Schulzeitung. Doch an einem Tag scheint alles den Bach runter zu gehen. Denn mit ihrem neusten Artikeln bringt sie nicht nur einen Stein ins Rollen. Sie muss ihren Posten aufgeben, ihre Mitschüler scheinen sie noch  mehr zu ignorieren als sonst und auf einmal ist da dieser riesige Panther, der ihr Dorf scheinbar in Atem hält. Doch ausgerechnet Nina findet eine Verbindung zu ihm, nähert sich ihm und es scheint, als wäre er pure Magie. Doch die Hysterie im Dorf zeigt ihr, dass es sich um ein reales Tier handelt. Das unberechenbar ist, das seine Freiheit braucht und auch seine Nahrung. Nina ist verzweifelt in ihren Bemühungen, den richtigen Weg zu finden. Sie weiß, dass sie das nicht allein schaffen kann. Aber dass sie ausgerechnet in Lionel einen Verbündeten findet, dessen Vater Jagd auf den Panther macht, hätte sie nicht gedacht. Auch nicht, dass Lionel ein noch viel größeres Geheimnis hütet. Plötzlich sieht sie den Jungen mit ganz anderen Augen ...


Meine Meinung:
Es ist wieder ein typisches Buch der Autorin. Eigentlich ziemlich realistisch, doch da ist immer dieser kleine Funke, dieses winzige Teilchen, das von der Norm abweicht und das einen Hauch Magie in die Geschichte haucht. So geschickt, dass man selbst am Ende nicht weiß, was war nun real, was nicht. Das unterstreicht die Autorin auch mit einzelnen Sätzen, die den Leser dann wieder unsicher werden lassen, wenn er gerade meint, eine Richtung gefunden zu haben. Ich mag das, denn es lässt die Geschichte zu etwas Besonderem werden.

Es ist ein wirklicher Jugendroman. Dass Nina erst 14 ist, merkt man in vielen Handlungen und Äußerungen. Daher ist es auch in Bezug auf die erste  Liebe ein sehr zartes Buch, genau passend für die auch vorgegebene Altersempfehlung. Nina ist eine sympathische Protagonistin, jedoch muss ich tatsächlich sagen, dass mir Lionel im Laufe des Buches immer besser gefiel. Nina hat mich fasziniert mit ihrer ... hmmm ... nennen wir es Gabe. Sie ist ein sehr einfühlsamer Mensch, jedoch nur, wenn es um den Panther geht. In zwischenmenschlichen Beziehungen erinnert sie mich eher an einen Elefanten im Porzellanladen. Allerdings macht sie das nicht unsympathisch, sondern es passt sehr gut zu ihrem Alter finde ich.

Das ganze andere drumherum im Buch fand ich auch sehr interessant. Die Autorin spricht auch heikle Themen an, wie Massentierhaltung und Fleischverzehr, ohne dass man das Gefühl hat, hier eine Belehrung zu erfahren .. eher so, dass es hier und da doch zum Nachdenken anregt. Ich denke, dass das auch in einem Jugendbuch eine wichtige Rolle spielt, ohne dass man direkt mit erhobenem Finger die Fehler unserer Gesellschaft anprangert. Mir hat dieser Aspekt und auch, was daraus wurde im Verlauf der Geschichte, sehr gut gefallen!

Es ist ein Buch, das einen auch nach dem Zuklappen noch beschäftigt. Ich bin sicher, man wird es nicht so schnell wieder aus seinem Kopf löschen können. Denn - zumindest mir geht es so - ich frage mich immer noch vieles, was die "Magie" anging .... nicht, dass etwas unklar geblieben wäre, vielmehr sind ein paar Dinge eher dem Leser überlassen, was er daraus macht ... und das mich noch weiter beschäftigt.

Fazit:
Wieder ein wundervoller Roman der Autorin, der wirklich passend für die angegebene Altersklasse ist. Der Realität mit einem Hauch Magie überzieht und zeigt, dass nicht immer offene Worte der beste Weg sind. Und der zeigt, dass man manche Menschen zu Unrecht übersieht oder vorschnell verurteilt. Und eine Geschichte, die einfach wunderschöne Lesestunden zaubert.

Meine Wertung:





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