Montag, 19. Oktober 2015

[Rezension] Lucy Inglis - Zwischen Licht und Finsternis

Verlag: Chicken House (Carlsen)
gebundene Ausgabe (2.10.15): KLICK - 19,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 13,99 €
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren
Genre: Fantasy

Die Autorin:
Lucy Inglis ist Historikerin und hat sich auf das 18. Jahrhundert spezialisiert. Ihr Blog Gregorian London, für den sie mehrfach ausgezeichnet und der von internationalen Zeitungen und Zeitschriften hochgelobt wurde, ist inzwischen Sekundärquelle für Studenten und Institutionen. Mit ihrem Mann und einem Border Terrier lebt sie im Schatten der St Paul's Cathedral in London. http://lucyinglis.com/







Inhalt:
Als Lily mal wieder unterwegs ist, um Details für ihren Vater und seine Prozesse herauszufinden, gerät sie in Lebensgefahr. Ein zweiköpfiger Hund greift sie an und während sie noch denkt, dass es das wohl war, taucht Regan auf und hilft ihr. Doch Lily weiß nicht, was sie von Regan halten soll, denn es ist ganz klar, er ist kein Mensch. Doch was steckt dahinter? Gibt es denn tatsächlich noch etwas anderes als Menschen? Bald schon wird Lily fast täglich mit neuen Kreaturen überrascht, von denen einige liebenswert, viele aber auch gefährlich sind. Sie gerät in einen Wettkampf, an dessem Ende nicht nur ihr Leben in Gefahr ist.

Meine Meinung:
Das war ein wirklich tolles Buch. So voller Ideen und Wesen, dass es richtig viel Spaß gemacht hat, es in einem Rutsch zu lesen. So spannend sind die Wesen, die Fantasie, der Kern der Geschichte, dass man gar nicht erst in Versuchung gerät, das Buch weglegen zu wollen.

Ich finde es toll, was die Autorin hier für eine Welt erschafft, die quasi mitten unter uns ist. Natürlich, zweiköpfige Hunde sind natürlich nichts neues ... darum geht es auch nicht. Vielmehr geht es um die Bedrohung vieler unterschiedlicher Wesen, die scheinbar immer weiter außer Kontrolle geraten. Doch das, was dahinter steckt ist eigentlich das interessantere.

Auch wenn das Buch 400 Seiten hat, meiner Meinung nach hätte es tatsächlich noch länger sein können. So viele weitere Hintergründe hätte ich gern noch erfahren. Manches hätte ich sehr gerne noch vertieft. Und einige Wesen und auch Menschen hätte ich wirklich gern noch näher kennengelernt, auch wenn das alles für die Geschichte nicht zwingend notwendig war. Vielleicht wäre sie dann dem ein oder anderen auch zu lang erschienen.

Die Geschichte, die sich zwischen Lily und Regan entwickelt, gefiel mir sehr gut. Man spürt, wie groß die Anziehung ist und auch, dass es etwas sehr tiefes ist. Doch gleichzeitig versuchen die Beiden sich nicht zu sehr von den Gefühlen leiten zu lassen, sondern einen klaren Kopf zu behalten für die viel größere Sache, die hinter allem steckt. Ich fand diese Gratwanderung sehr interessant und auch sehr glaubwürdig. Mal kein Teenie-Mädchen das bei einem Jungen sofort vollständig den Verstand verliert und nicht mehr klar denken kann.

Regan blieb mir bis zum Schluss etwas zu geheimnisvoll, obwohl auch er mir sehr sympathisch war. Gerade über ihn hätte ich doch gern noch viel mehr erfahren. Über sein Leben, bevor er Lily traf. Ich fand es sehr bemerkenswert, wie er das Wohl so vieler über sein eigenes stellte, ohne einmal auch nur darüber nachzudenken, ob es nicht auch anders möglich wäre. Diese Selbstlosigkeit ist etwas sehr seltenes und viel dadurch doch stark auf.

Fazit:
Für mich eine sehr mitreißende Geschichte mit vielen neuen Ideen und einer Vielzahl an unterschiedlichen Wesen, die so individuell waren, dass schon allein das eine Menge Spannung mit sich brachte. Und zwei Hauptpersonen, die mich mit ihrem Wesen absolut überzeugen konnten. Eine wirklich tolle Geschichte!

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Endlich jemand, der es auch so toll fand wie ich. <3
    Mir ging es wie dir: Ich konnte das Buch nicht auf die Seite legen. Und wollte es auch gar nicht.
    Wegen mir könnte gerne eine Fortsetzung folgen :-)

    Liebe Grüße

    Steffi

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    1. Ja ich habe eben mit Erstaunen auch andere Bewertungen gesehen.. Sehr merkwürdig. Schön, dass Du meine Meinung teilst :-)

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    2. Ja, genau.
      Ich schau voller Vorfreude rein, wenn ich eine Rezension sehe und dann die große Enttäuschung.
      Auf Goodreads ist es ganz schlimm. Dort wurde das Buch mit "Für alle Fans der Chroniken der Unterwelt" beworben - ein Todesurteil :-(

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    3. Also von den Chronik kenn ich nur Teil 1, finde da aber gar keine Ähnlichkeiten. Aber goodreads bin ich nie, weil mich das Englische nervt 😕

      Ich finde Vergleiche eh immer sehr unglücklich da ja alles eine persönliche Empfindung ist.

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    4. Ich auch. Wir hatten auf der Messe auch mit vielen Verlagen darüber gesprochen. Man kann Fans der Bücher damit eigentlich nur eine schlechte Meinung entlocken - lieber keine "Vergleichswerbung" und die sind dann evtl. erfreut darüber.

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  2. Hallo und guten Abend,

    hm, ich fand es in manchmal in Teilabschnitten etwas langartmig, aber das ist Geschmackssache. Es lebt von seiner gefühlvollen Art und den interessanten Fantasyfiguren wie den süßen Mottenschwingern. Außerdem fand ich die Zweigleisigkeit der Geschichte wirklich spannend.

    Ähnlich wie bei Harry Potter, wenn der Vergleich erlaubt sein.

    Eine wirklich lesenswerte Story.

    LG..Karin...

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    1. Jaa, die Mottenschwinger mochte ich auch. Ja ich denke, man muss den Schreibstil wohl mögen, mir la er super gut :)

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