Dienstag, 25. August 2015

[Rezension] Markus Fegers - Juli im Oktober

Verlag: BVK
Taschenbuch: KLICK - 4,90€ - 64 Seiten
Altersempfehlung: ab 13 Jahren
Genre: Jugendbuch

Der Autor:
Markus Fegers arbeitet als Förderschullehrer und ist nebenberuflich als Autor, Illustrator und Musiker tätig.














Inhalt:
Im Oktober Urlaub mit seiner Familie auf einer nassen, holländischen Nordseeinsel machen - nicht gerade das, was sich Freitag so erträumt hat. Doch auch der langweiligste Urlaub wird interessant, wenn man unerwartete Begegnungen hat. Freitag trifft Juli wieder, die er schon im Sommer kennengelernt hat - wobei, die er schon im Sommer gesehen hat, wäre treffender. Doch jetzt lenkt keine Clique ab und so kommen sich die Beiden näher. Doch Kurzurlaube vergehen sehr schnell und schon muss Freitag wieder abreisen - weit weg von Juli.

Meine Meinung:
Was ein ungewöhnliches Buch. Mit seinen 64 Seiten sehr kurz gehalten - und dann auch noch mit vielen Bildern unterlegt, so dass nicht so viel Schrift enthalten ist. Dazu ein sehr ungewöhnlicher, sehr knapp gehaltener Schreibstil. Immer wieder unterlegt mit holländischen Wörtern - denn es geht um eine deutsch-holländische Freundschaft - die aber auch immer wieder mit hübschen kleinen Anmerkungen übersetzt sind. Die Sätze sind alle so kurz gehalten, dass man gar nicht mein, das ganze könnte eine Geschichte ergeben. Tut es aber. Sogar eine sehr nette, wie ich fand. Irgendwie konzentriert sich dieser merkwürdig abgehackte Schreibstil damit auf die wesentlichen Dinge, auf die es hier ankommt.

Ein Beispiel, als Freitag von Juli spricht:

"Und Juli?
  Ich weiß keine Worte, die auf sie passen.
  Die muss ich erst noch finden.
  Aber dafür muss ich Juli anschauen.
  Immer und immer wieder."


Das Buch zeigt also in knappen Worten eine ungewöhnliche und dennoch bestimmt häufig vorkommende Art, wie sich eine Freundschaft aufbauen kann ... Menschen, die vielleicht nie was miteinander zu tun gehabt hätten, hätte sie nicht der ZUfall an einen Ort gebracht, an dem es sonst scheinbar nichts gab.

Fast ist es, als würde man eine Bildergeschichte betrachten, die ja auch mit wenigen Bildern viel aussagen kann. Nur dass hier die Bilder zu Worten wurden - wenigen Worten, die dennoch alles enthalten, was nötig ist, um daraus eine interessante Geschichte zu formen.

Mir hat dieses Buch trotz oder gerade wegen des ungewöhnlichen Schreibstils so gut gefallen und finde, es ist gerade auch ein schönes Geschenk für Junge Leser.

Fazit:
Ein ungewöhnlicher Schreibstil, eine kurze Geschichte mit dennoch viel Inhalt. Gespickt mit Fotos und kleinen holländischen Wörtern - mit Übersetzungen - die es zu etwas besonderem machen. Ein schönes Mitbringsel, gerade auch für Junge Leser.

Meine Wertung:





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen