Mittwoch, 5. August 2015

[Rezension] Elke Becker - Wenn Amor nicht zuhört

derzeit nur als ebook:

ebook Kindle: KLICK - 3,99 € - 270 Seiten
ebook mobi: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Chicklit

Die Autorin:
Elke Becker: Geboren wurde die Autorin im schwäbischen Ulm. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Südamerika und der Karibik zog es die Autorin wieder nach Europa. Auf Mallorca lebt sie seit 2005. Unter dem Namen J. J. Bidell veröffentlicht sie Fantasy-Romane. Wie sie dazu kam eine Fantasy-Reihe zu schreiben? Eigentlich durch ihre Nichten; und ihre schwarze Katze. Bisher erschienen: Im Schatten des Mondlichts - Das Erwachen - Die Fährte - Das Erbe Unter dem Namen Elke Becker veröffentlicht sie Romane ohne Fantasy-Elemente. Bisher erschienen: Das Mallorca Kartell Mallorca Schattengeschichten Ticket ins Glück Yoga ist auch keine Lösung Der Mann in Nachbars Garten One Night in Bangkok Hot Dogs zum Frühstück Autorenseite: www.elke-becker.com FB-Fanpage: www.facebook.com/AutorinElkeBecker www.facebook.com/JJBidell





Inhalt:
Laura träumt davon, die Welt zu verbessern. Die Klippe zwischen Arm und Reich ein bisschen weicher zu formen und verwöhnten reichen Kids zu zeigen, wie es ist, wenn man kein Geld in die Wiege gelegt bekommt. Ihr Plan, an einer elitären Schule als Lehrerin zu arbeiten scheitert, als jemand anders die Stelle bekommt. Und so kommt das Jobangebot aus New York als private Erzieherin zweier Kinder wie gerufen. New York ist eine Welt für sich und Laura muss sehr schnell erkennen, dass es nicht so leicht ist, jemandem die Augen zu öffnen, der praktisch blind durchs Leben geht. Während sie noch versucht, die Kinder für sich zu gewinnen, kämpft sie gleichzeitig mit ihren Gefühlen für Adrian. Der überaus gutaussende Geiger ist genau einer von den Menschen, denen sie lieber aus dem Weg geht – egoistisch, versnobt, über Leichen gehend .. doch sein Geigenspiel verzaubert sie so sehr, dass sie ein Experiment wagt.


Meine Meinung:
Ein wirklich schönes Buch, das einen wundervoll unterhält. Ich war wie gefangen, was zuletzt sicherlich auch daran liegt, dass es viele Erinnerungen an New York in mir wach rief. Laura mochte ich sofort, auch wenn ich nicht wusste, ob ich sie für ihre Bemühungen auslachen oder beneiden sollte. Sich das Ziel zu setzen, etwas zu verändern ist wirklich toll, doch auf der anderen Seite fast so aussichtslos, dass man eigentlich schon vorher aufgibt.

Die Autorin schafft es hier wirklich, einige Themen zusammen  zu führen, die so abwechslungsreich sind, dass es sehr viel Freude machte, der Geschichte zu folgen. Natürlich hat das Herz hier wieder einen hohen Stellenwert. Doch auch Themen wie arm und reich, oder auch nur, dass wir einfach oft blind durch die Gegend laufen, so festgehalten in der Hektik des Alltags, dass wir die kleinen Freuden um uns herum gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Figuren gefielen mir auch hier wieder sehr gut, weil viele unterschiedliche Persönlichkeiten vertreten sind. Während Laura offenherzig und mitfühlend auf ihre Umwelt reagiert und jedes Hindernis zu meistern versucht, ist Adrian völlig anders. Erfolg, ein größes Talent und Geld haben ihn empfindungslos gemacht. Das … und noch ein bisschen mehr. Lauras Chefin, die Mutter der zwei Kinder für die Laura nach New York geholt wird, blieb mir bis zum Ende ein Rätsel … auch sie hat diese typisch versnobten Züge, die sie auch nicht sehr sympathisch erscheinen lassen .. für Leute aus der normalen Bevölkerungsschicht eher sehr fremd. Verstehen kann ich dieses Verhalten nicht.

Und es gibt auch ein Wiedersehen mit früheren Figuren aus den Büchern der Autorin – die zwar nur Nebenrollen spielen, dennoch ist es immer wieder schön, auf vertraute Figuren zu treffen. Gerade das machen die Bücher auch so liebenswert.

Fazit:

Ein Buch zum Träumen, zum genießen, aber auch zum Umdenken. Vielleicht hilft es uns, mal wieder einen Schritt langsamer zu treten und bewusst wahrzunehmen, was um uns herum geschieht. Für Freunde von New York (wie mich) ein zusätzliches Bonbon, da Erinnerungen aufgefrischt werden und einem die Geschichte noch ein Stück näher bringt. Wie immer sehr empfehlenswert!


Meine Wertung:


1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Kennst du "Die Tagebücher einer Nanny" von Emma McLaughlin und Nicola Kraus? An dieses Buch erinnere ich mich wegen der versnobten bzw. verrückten Eltern heute noch - und das Buch spielt ebenfalls in New York :).

    Ansonsten gefällt mir deine Rezi sehr, denn das Buch wäre vom Cover wieder etwas, was ich wahrscheinlich ignorieren würde, weil ich nicht auf Pink am Cover stehe (assoziiere ich fast automatisch mit viel Herzschmerz und Kitsch) ...

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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