Donnerstag, 27. August 2015

[Rezension] Christine Vogeley - Sternschnuppensommer

Verlag: KNAUR

Taschenbuch (Neuauflage 3.8.15): KLICK - 9,99 € - 432 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Christine Vogeley wurde 1953 im Rheinland geboren. An ihrer Klosterschule lernte sie schon früh, was echte Güte ist und was nicht, wie sich Freundschaft anfühlt und Verrat, wie man Knopflöcher näht und dass Montaigne keine Senfsorte ist. Später studierte sie Kunst und Romanistik, sang Jazz, spielte Kabarett und landete schließlich beim Schreiben. Das Rheinland hat sie längst verlassen, sie ist verheiratet und lebt heute in Berlin und an einem See in Brandenburg.






Inhalt:
Ein Buch, das von einem Sommer erzählt, von Frauen, die eine Flucht aus ihrem Alltag suchen und ihn auf den unterschiedlichsten Wegen finden. Von Claire, die genug hat von ihren Schülern und eine Auszeit sucht und mehr findet als geplant. Von Zilli, die tatsächlich flüchtet und dabei mehr im Gepäck hat als geplant und von ihrer Schwester, die ihr Leben nicht im Griff hat. Von Gertrude, die eher zurück flüchtet um ihrem einstigen Leben ein Stück näher zu kommen und Claire dorthin mitzieht. Von einem Tierarzt mit sehr wankelhaftem Gemüt und einer zickigen Schnepfe die seine Gefährtin darstellt - mit Mutter im Anhang.

Meine Meinung:
Wer sich den Original-Covertext einmal anschaut kann bestimmt verstehen, dass ich hier bei diesem Buch eigentlich eine leichte Sommerromanze erwartete. Was ich bekam, war eine Fülle von den unterschiedlichsten Charakteren und eine Geschichte, die eigentlich mehrere war. Die Fäden der Geschichte oder die unterschiedlichen Stränge hüpften munter hinterher. Mit jedem Kapitel gabs wieder ein Stückchen oder einen Teil von einer Geschichte, so dass es mir unmöglich war, mit wirklicher Spannung zu folgen. Zumal ich selbst als Claire endlich mal auf den Tierarzt stößt, hier etwas ganz anderes vorgesetzt bekam als erwartet.

Ich verstehe einfach nicht, warum man Klappentexte so vom Inhalt abweichend ausführt oder ob derjenige, der das Buch gelesen hat, tatsächlich so empfand. Mir kam es eher so vor, als hätte ich hier eine Fülle von Frauen mit wirklichen Problemen und deren verschiedensten Arten von Flucht. Dabei gab es sehr lange Ausführungen von  Nichtigkeiten, aber das was ich als wichtig empfand war irgendwie eher vernachlässigt.

Dabei möchte ich auch gar nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Nein, aber wenn ich eine Sommerliebesgeschichte erwarte, möchte ich nicht etwas ganz anderes präsentiert bekommen. Wenn ich lese "Eine Sprache wie Champagner - man hört einfach nicht mehr auf zu lesen!" erwarte ich Leichtigkeit, Prickeln und Unbeschwertheit. Leider fand ich davon nicht wirklich etwas.

Und das finde ich sehr schade für das Buch, das bestimmt viele Freunde finden würde, wenn man den Inhalt anders beschrieben hätte. Denn so erwarten Freunde des Inhalts hier wohl auch einen Liebesroman und greifen dann gar nicht erst zu.

Die Charaktere selbst blieben mir alle fremd und blass. Es waren einfach zu viele und bei diesen noch zusätzlich das Drumherum. Viel Überfluss an unwichtigen Informationen, so dass man kaum noch Filtern konnte, was ist hier wirklich wichtig für die Geschichte.

Meine Wertung
Ich habe lange überlegt .. ich würde das Buch so ungefähr bei 2.5 ansetzen. 2 wären mir aber doch zu wenig, daher habe ich auf 3 aufgerundet .. wohlwollend.







1 Kommentar:

  1. Hallo Sandra,

    schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat (habe es selbst vor etlichen Jahren gelesen und 3 Sterne vergeben. Das war vor meiner Bloggerzeit:
    http://www.amazon.de/review/R1BY5O3L2T51HJ/ref=cm_cr_rdp_perm?ie=UTF8&ASIN=3426629488

    Vielleicht gefällt dir ja "Melonentango" besser - hier meine Rezi dazu (falls es dich interessiert, falls nicht bitte ignorieren):
    http://buechersuechtig-sabine.blogspot.com/2013/08/mini-rezension-melonentango.html

    Liebe Grüße von
    Sabine

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