Sonntag, 5. Juli 2015

[Vanessas Rezension] Paula Hawkins - Girl on the train

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Verlag: Blanvalet

broschierte Ausgabe: KLICK - 12,99 € - 478 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Hörbuch-CD: KLICK - 9,26 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Thriller

Die Autorin:
Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman „Girl on the train“ eroberte in England und den USA auf Anhieb die Spitze der Bestsellerlisten, und noch vor Erscheinen sicherte sich DreamWorks die Filmrechte.









Inhalt:
Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.
Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von „Jess“. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …


Meine Meinung:
Noch bevor ich wirklich wusste worum es in diesem Buch geht war mir klar, dass ich es lesen muss! Warum? Überall hört man zu einer gravierenden Ähnlichkeit zu „Gone Girl“ und ich gehöre zu der Fraktion, die das Buch richtig gut finden. Da liegt es ja auf der Hand, dass „Girl on the train“ direkt auf meine Wunschliste und schlussendlich in mein Regal gewandert ist.
Und was soll ich sagen? Innerhalb von nicht mal zwei Tagen habe ich dieses Buch geradezu verschlungen – die Ähnlichkeit zu „Gone Girl“ jedoch erschließt sich mir nicht, aber dazu später mehr.

Gemeinsam mit Rachel pendelt man jeden Morgen im Acht-Uhr-Vierer von Ashbury nach Euston und abends wieder zurück. Und jeden Morgen hält der Zug, aufgrund von widrigen Streckenverhältnissen, an derselben Stelle an und wie es der Zufall so will, in der Nachbarschaft ihres altes Zuhauses. Sie beobachtet immer wieder ein Pärchen, Jess und Jason wie sie sie nennt, und denkt sich das Leben der beiden aus. Eines Morgens jedoch sieht sie dort etwas Schockierendes und das Unglück nimmt seinen Lauf.

Rachel, die zu gerne trinkt und ihr Leben nicht so richtig auf die Reihe bekommt, fängt an sich zu sehr für das Vermissen von „Jess“, die eigentlich Megan heißt, zu interessieren und gerät so in einen Strudel aus Lügen, aus dem es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt.


Dann wechselt die Ansicht, und alles wird aus Megans Perspektive erzählt. Man beginnt hinter die Vorstadtfassade zu blicken und stellt fest, dass Dinge auf den zweiten Blick immer ganz anders sind als zuerst angenommen.

Und ehe man sich versieht sitzt man selbst im Zug, auf einer Fahrt die alles verändert. Es ist schier unmöglich auszusteigen, anzuhalten oder den Platz zu wechseln. Genau so ist die Geschichte rund um Rachel – hat man einmal damit angefangen gemeinsam mit ihr auf Reise zu gehen, kann man nicht mehr damit aufhören.

Ich habe eine Schwäche für Protagonistinnen, die auf den ersten Blick total gestört rüberkommen und man immer zwischen Bedauern, Hass, Ablehnung und Mitgefühl schwankt. So ist es auch mit Rachel – zeitweise wünscht man sich, dass sie endlich mal etwas auf die Reihe bekommt, dann wieder würde man sie am Liebsten mal so richtig wachrütteln oder sie in den Arm nehmen und trösten.

Bezüglich der Ähnlichkeit zu „Gone Girl“: Ist es dort eher wie eine Achterbahnfahrt - langsam, hoch, runter, etwas schneller, wieder hoch, rasend schnell herunter, langweilige Zwischenpassagen, so ist es bei „Girl on the train“ wirklich eine Fahrt mit einem ICE. Beginnend im Bahnhof langweilt man sich und weiß nichts, mit der Zeit anzufangen, dann wird es schneller und ehe man weiß wann das passiert ist, fliegt die Landschaft vorbei und man ist schneller am Ziel als einem lieb ist.


Fazit:
Wer „Gone Girl“ mochte, wird „Girl on the train“ lieben! Und wer erst genanntes noch nicht gelesen hat, sein lassen und stattdessen das Buch von Paula Hawkins lesen und sich auf eine Fahrt gefasst machen, die es in sich hat. Ist der Anfang auch etwas langsam, ich verspreche es lohnt sich! 


Meine Wertung:




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