Freitag, 19. Juni 2015

[Vanessas Rezension] Eva Weaver - Jakobs Mantel

Verlag: DROEMER
gebunden: (Juni 13): KLICK - 19,99 €
Taschenbuch (April 15): KLICK - 9,99 € - 400 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Eva Weaver, in Deutschland geboren, lebt seit vielen Jahren in England. Sie arbeitet als Trauma- und Kunsttherapeutin und hat sich als Performance-Künstlerin einen Namen gemacht. „Jakobs Mantel“ ist ihr erster Roman.






















Der Inhalt:
Warschau 1939. Mika liebt seinen Großvater Jakob sehr. Gemeinsam lebt die Familie im Ghetto. Als Jakob stirbt, erbt Mika dessen geheimnisvollen Mantel und entdeckt darin eine Puppe. Jakob hatte sie gebastelt, ebenso wie das Krokodil, den König, den Narren. Mitten in einem Alltag bestimmt von Angst, Hunger und Tod, erfindet Mika neue Puppen. Der Prinz wird sein Liebling, und bald ist Mika im ganzen Ghetto für seine Puppenspiele bekannt. Trotz aller Gefahren spielt Mika immer wieder – bis ihn der deutsche Soldat Max erwischt. Der Prinz rettet ihn, doch dafür muss Mika von da an für die Deutschen spielen.


Meine Meinung:
Nach „Das Tagebuch von Anne Frank“ ist „Jakobs Mantel“ das zweite Buch, welches ich zum Thema Holocaust gelesen habe – und ich bin ganz und gar geplättet. Beschreibt Anne Frank ihre Geschichte, eine wahre Begebenheit, so ist die Geschichte um Mika, Jakob und Max lediglich ein Produkt der Fantasie. Jedoch so erschreckend real, dass ich zuweilen Pause machen musste, weil ich die Gewalt erst einmal sacken lassen musste.

Eva Weaver erzählt die fiktive Geschichte von Mika, dem Puppenspieler des Warschauer Ghettos, mit einer solchen Eindringlichkeit, dass man spätestens nach 3 Kapiteln nicht mehr aufhören kann zu Lesen und einfach wissen muss, wie es weitergeht. Die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt im Laufe des Buches so sehr, dass man sich irgendwann fragt, ob es Mika und seine Puppen nicht vielleicht doch genau so gegeben hat.

Und so erschreckend die Geschichte auch ist, so traurig und zermürbend, so bleibt doch immer ein kleines Fünkchen Hoffnung, ein zarter Keim der sich einfach nicht ersticken lässt.

Auf den Inhalt möchte ich jetzt bewusst nicht weiter eingehen, zum einen weil ich einfach nicht wüsste, was ich da erzählen soll und was nicht und zum anderen weil ich finde, dass jeder dieses Buch lesen sollte.


Fazit:
„Jakobs Mantel“ ist eine fiktive Geschichte die doch realer nicht sein könnte. Eine Geschichte über die Brutalität zu der Menschen fähig sein können, über die unendliche Traurigkeit, über den Tod und auch über Mut und Hoffnung.
Mir haben die Knie gezittert, ich hatte Gänsehaut und habe mich immer wieder gefragt, warum ich dieses Buch nicht schon viel früher gelesen habe.

Lesen – unbedingt!


Meine Wertung:











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