Samstag, 16. Mai 2015

[Gastrezension] Mhairi McFarlane - Vielleicht mag ich Dich morgen

Verlag: KNAUR
Taschenbuch (4.5.2015): KLICK - 9,99 € - 496 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin:
Mhairi McFarlane wurde 1976 in Schottland geboren. Ihre geographischen Lebensdaten in Kurzform lauten Falkirk – Afrika – Milton – Keynes – Nottingham und entsprechen in etwa dem Weg, den ein Designerkleidungsstück zurücklegt, bevor es in einem Laden zur Ruhe kommt. Mhairis Ruhepol ist in Nottingham, wo sie mit einem Mann und einer Katze lebt. Ihr erster Roman Wir in drei Worten eroberte sofort die Bestsellerlisten, darauf folgte Vielleicht mag ich dich morgen.














Inhalt:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.


Meine Meinung:
Vielleicht mag ich dich morgen ist ein Roman, mit dem man es leicht aushält. Macht man es sich dann noch ein bisschen gemütlich, ist Unterhaltung für ein paar Stunden garantiert. Allzu spannend wird es hier allerdings nicht, geht es ja auch hauptsächlich um Freundschaft, Gefühle und Minderwertigkeitskomplexe.

Aureliana Alessi, seit ihrem Lebenswandel Anna genannt, hatte es in der Schule alles andere als leicht - dick, unbändige Haare, selbstgenähte Kleidung im Ausmaß von Zirkuszelten. Bei der Abschlussfeier dann der Supergau. Ausgerechnet James Fraser, ihr, wohl doch nicht ganz so geheimer, Schwarm führt sie vor versammelter Schülerschaft vor. Wie man sich da fühlt? Aureliana fühlt sich ungeliebt, ungewollt und unbegehrt, was dazu führt, dass sie drastisch an Gewicht verliert und vom sprichwörtlichen hässlichen Entlein zum schönen Schwan mutiert.

Beim Klassentreffen nach 16 Jahren trifft sie natürlich ausgerechnet auf James und seinen stetigen Anhang Laurence. Beide sind gleichermaßen fasziniert und angetan von Anna, und keiner der beiden erkennt in ihr die hässliche Aureliana aus ihrer Schulzeit. Was nun folgt ist fast ein Wettbewerb der „besten“ Freunde James und Laurence um Anna, die natürlich nicht weiß wie schön sie ist und gerne mal im Selbstmitleid versinkt.

Aufgelockert wird das ganze durch Annas Freunde Michelle, Patrick, Daniel und Aggy, ihrer kleinen Schwester. Keiner der vier ist um einen, auch durchaus mal frechen, Spruch verlegen und zusammen sind sie schon so was wie die dre…nein, fünf Musketiere.

Ich fand die Geschichte von und um Anna durchaus amüsant und musste so manches Mal doch ein Wenig schmunzeln.

„Das war das absolute Knackarschfiasko. Ihr ganz persönliches Arschghanistan.“

Die Charaktere sind fast durchweg interessant und sympathisch, wenn auch gewisse Kleinigkeiten ein Wenig stören. Annas ständige Selbstzweifel und Komplexe gingen mir manchmal doch auf die Nerven.


Fazit:

Ein durchaus lesenswertes Buch für leichte Unterhaltung. Wer eine Geschichte sucht, die doch vorhersehbar ist, aber an sich sehr süß und witzig, der macht mich Vielleicht mag ich dich morgen definitiv nichts falsch.  Die Wertung liegt bei 3,5 von 5 Herzen!



Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Rezi-Debüt auf BuchZeiten, liebe Vanessa!
    Deine Rezension gefällt mir gut!
    Liebe Grüße
    Beate

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  2. Liebe Vanessa,

    vielen Dank für deine hilfreiche Rezension! Ich hatte das Buch im Buchladen in den Händen und war stark am Überlegen, ob ich es mir kaufen soll. Dann habe ich aber gesehen, dass es als englisches Ebook deutlich günstiger ist und wollte es später noch einmal anschauen. Jetzt glaube ich nicht, dass ich es unbedingt lesen möchte. Es hört sich zwar nach keinem schlechten Buch an, aber auch nicht der Oberbrüller ;)

    Liebe Grüße,
    Tina

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