Freitag, 10. April 2015

[Rezension] Antje Szillat - Lila Zeiten

Band 1 - Fili heisst beste Freundin

Verlag: cbj
Hardcover (30.3.15): KLICK - 9,99 € - 208 Seiten
ebook: KLICK - 8,99 €
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Genre: Kinderbuch

Die Autorin:
Antje Szillat begann bereits mit acht Jahren, Geschichten zu schreiben. Von diesem Zeitpunkt an war es ihr größter Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Heute schreibt die gebürtige Hannoveranerin sehr erfolgreich Bücher für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Beim Schreiben liebt sie es vielseitig und schlüpft gerne in unterschiedliche Rollen.Antje Szillat ist verheiratet und hat mit ihrem Mann vier Kinder. Zu der lustigen "kleinen" Großfamilie gehören Pferde, Hunde, Goldfische und natürlich viele, viele Bücher. Sie lebt und arbeitet vor den Toren ihrer Lieblingsstadt Hannover.




Inhalt:
Lila kann es nicht fassen. Beinahe von heute auf morgen beschließt ihr Vater ihr tolles Zuhause zu verlassen und dafür in ein Loft nach Berlin-Kreuzberg zu ziehen. Berlin-Kreuzberg – das geht doch nicht. Zum einen fürchtet sich Lila vor den Leuten dort und zum anderen darf ihre beste Freundin Helen dann bestimmt nicht mehr zu Besuch kommen. Sehr ärgerlich für Lila, dass ihre Schwester Anna jedoch vor Begeisterung übersprudelt, weil das gerade so furchtbar „In“ ist, dort zu wohnen. Zu ihrem bodenlosen Entsetzen muss sie dann auch noch feststellen, dass der nervigste Junge aus ihrer Schule auch noch ausgerechnet ebenfalls dort wohnt. Das kann doch alles einfach nicht gut gehen. Oder ist es vielleicht doch ein guter Neuanfang?


Meine Meinung:
Ich liebe die Kinderbücher von Antje Szillat einfach. Sie sind immer herrlich erfrischend, voller Humor und frechen, aber sehr liebenswerten Kindern. Und so begann ich schon mit Vorfreude, das Buch zu lesen und wurde auch wieder nicht enttäuscht.

Allein die Namen und Ausdrücke, die sich die Autorin immer ausdenkt, bringen einen zum Lächeln. Ich frage mich immer, ob Kinder wirklich so reden – da die Autorin aber Kinder hat, glaube ich das einfach mal ungesehen J

Nun aber zu Lila selbst. Ich finde sie wirklich liebenswert und kann ihre Panik sehr gut verstehen. Denn es geht nicht nur um die räumliche Veränderung, die hier auf sie einstürmt, sondern auch um das, was das alles mit sich bringen kann. Freundschaften, die man verliert, gewohnte Wege, die man bisher ohne Angst ging, aber auch viel tiefliegenderes spielen hier eine wichtige Rolle. Nach und nach erkennt Lila ihre Ängste, und versucht, mit ihnen klar zu kommen. Das gefiel mir ganz besonders gut, denn damit zeigt sich auch in dieser Geschichte wieder etwas tieferes, hilft vielleicht auch Kindern in ähnlichen Situationen zu erkennen, das nicht immer alles schlecht sein muss, sondern neue Anfänge auch neue Chancen mit sich bringen und das Reden auf jeden Fall auch immer hilft.

Was mir genau so gut gefiel war Lilas Erkenntnis über ihre Freundin Helen und auch ein bisschen über sich selbst und so erlebt man, wie sich Lila im Laufe des Buches doch um einiges verändert.
Das ganze wird aufgelockert durch niedliche Details, wie zum Beispiel die kleinen Abenteuer von Ludger, dem Papagei der Familie, dem der Umzug scheinbar auch nicht so wirklich gefallen hat.
Das Buch ist in viele kleine Kapitel aufgeteilt, so dass man immer schön eine auch zum Vorlesen nutzen kann. Verziert sind die Seiten mit tollen kleinen Zeichnungen und die Kapitel haben tolle Überschriften.

Fazit:

Wieder einmal wie erwartet ein tolles Buch der Autorin. Eine freche aber sehr liebenswerte Protagonistin kämpft mit den Tücken eines nicht gewollten Umzuges und zeigt dabei, dass auch etwas nicht so schönem auch Gutes entstehen kann.


Meine Wertung:




1 Kommentar:

  1. Wieder eine wunderbare Rezension von dir. Ich bewundere dich immer wieder, wie du das so gut auf den Punkt bringst!

    LG Beate

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