Sonntag, 17. August 2014

[Rezension] Kirsty Wark - Der Gesang der Wellen nach dem Sturm

KNAUR

Taschenbuch (2.5.14): KLICK - 9,99 € - 448 Seiten
ebook: KLICK - 9,99 €
Hörbuch: KLICK - 18,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Roman

Die Autorin:
Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin und gehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. "Der Gesang der Wellen nach dem Sturm" ist ihr erster Roman.







Dies ist eine Gast-Rezension von Petra Molitor. Die nachfolgende Rezension spiegelt daher ihre Meinung wider!


Klappentext: 

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Überraschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran gemacht.  


Mein Leseeindruck:  
Der obige Klappentext weckte mein Interesse an diesem Buch. Seit meiner Kindheit bin ich ein glühender Schottland-Fan und verschlinge alles, was es an Literatur, Filmen, Fotografien etc. über dieses atemberaubend schöne Land zu bekommen gibt. Mittlerweile war ich ca. 7 Wochen quer in meinem Traumland unterwegs und werde nie müde zu betonen, dass es - nicht nur für mich - das schönste Land der Welt ist. Kirsty Wark schildert in zwei Handlungssträngen Leben und Charaktere der beiden Hauptfiguren, Elizabeth Pringle und Martha Morrison - Pringles in der Vergangenheit, denn sie ist am Anfang des Buches bereits verstorben, Marthas in der Gegenwart. 

Erscheint die Beziehung der beiden Frauen am Anfang eher aus einem Zufall geschuldet, ergeben sich im Verlauf des Buches einige gemeinsame Berührungspunkte. Elizabeth berichtet in einer Art Tagebuch von ihrem Leben. Ihre Geburtsinsel Arran hat sie nie wirklich verlassen. Nach einer Kindheit, die nach dem Verlust des eigenen Grund und Bodens und dem folgenden Soldatentod ihres Vaters, jegliche Unbeschwertheit und Unbekümmertheit verliert, lebt Elizabeth alleine mit ihrer Mutter in dem kleinen Cottage, das zum Dreh- und Angelpunkt der Handlung wird. Das Zusammenleben ist nicht nur von Freude geprägt, denn Isabel Pringle konnte ihrem Mann nie verzeihen, dass er sich freiwillig in den Krieg gemeldet und sie und ihre kleine Tochter in ihren Augen im Stich gelassen hat. Nachdem auch die Mutter stirbt, opfert Elizabeth aus Heimatverbundenheit ihre große Liebe, es ist ihr nicht möglich, mit ihm in Australien, fernab von Schottland, ein neues Leben zu führen. Sie arbeitet als Lehrerin, dieser Beruf gibt ihr Kraft und Freude und lenkt sie ab vom großen Geheimnis ihres Lebens, an dem sie schwer zu tragen hat. Als sie merkt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, bringt ein guter Freund sie dazu, sich allen Kummer von der Seele zu schreiben. Sie entschließt sich zum Umzug in ein Pflegeheim und vererbt ihr Cottage an die Mutter von Martha Morrison, einer Arran-Touristin, die einmal Interesse an dem Haus gezeigt hatte.  

Anna Morrison kann das Erbe leider nicht mehr selbst antreten, sie leidet an fortschreitender Demenz und verliert sich immer mehr im Niemandsland der Erinnerungen. Sie hat bei den ersten Anzeichen der Erkrankung einer ihrer beiden Töchter, Martha, die Handlungsvollmacht übertragen - so wird Martha legitime Eigentümerin von Homlea. Da diese eine schwere Zeit durchmacht: die Sorgen um die Mutter und die Trennung von ihrem Ex-Freund, flüchtet sie in die schottische Idylle. Sie lernt Land und Leute kennen und lieben, findet Freunde und einen Mann, der in ihr ungeahnte Gefühle weckt. Sie erkundet Elizabeths Leben und findet dadurch auch immer mehr zu sich selbst. 


Leider kann das Buch meine Erwartungen nur in beschränktem Maße erfüllen. Die Geschichte ist leicht zu lesen, ohne immense Höhen und Tiefen in der Handlung. Personen und Landschaft sind gut beschrieben, man kann sich selbst gedanklich nach Arran versetzen. Oder kann nur ich das, weil ich Schottland schon mehrfach besucht habe? Ich habe mir definitiv mehr versprochen. Schlussendlich ist das Buch ein schöner Sommerroman und unterhaltsame Frauenlektüre, aber nicht mehr. 

Das Cover finde ich wunderbar gestaltet, der maritime Einschlag gefällt mir sehr gut.








Kommentare:

  1. Zumindest fand ich die Rezension schon mal sehr gut geschrieben und sie kann einen durchaus neugierig auf das Buch machen.
    LG Ulla

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  2. Ich habe bis jetzt nur durchwachsenen Rezensionen zu diesem Buch gesehen...schade!
    Wünsche dir einen schönen Sonntag!
    Martina

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