Mittwoch, 23. Juli 2014

[Rezension] Andrea Schneeberger - Feuer, Blut und Licht


ebook (26.6.14): KLICK - 0,99 € - 348 Seiten
Taschenbuch: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung: Erwachsene
Genre: Fantasy



Die Autorin:
Andrea Schneeberger ist gebürtige Schweizerin und entdeckte mit neun Jahren, nach einer Autorenlesung an ihrer Schule, dass Geschichten der Fantasie eines Menschen entspringen. Ihre Leidenschaft für das Schreiben war geweckt. Es entstanden zahlreiche Kurzgeschichten, um Schmuggler, geheime Höhlen und Übersinnliches wie Geister und Vampire. 2002 erschien ihr erster Roman »Der Kuss der Nacht«, in dem die sechzehnjährige Grace den mysteriösen Aurèle kennenlernt und in eine Welt voller Dunkelheit und Wahnsinn abtaucht. Andrea Schneeberger lebt in Zürich, überfällt regelmäßig Buchhandlungen, schaut mit Leidenschaft Vampirfilme und arbeitet an ihrem nächsten Werk.


Vielen Dank Andrea, dass Du mir auch dies Schätzchen wieder überlassen hast, auch wenn es diesmal meinen Geschmack nicht ganz traf.


Inhalt:
Irgendwas stimmt bei ihm zu Hause nicht, da ist sich Lestat sicher, denn seine Eltern scheinen ihm was zu verschweigen. Schlimmer ist allerdings, dass er so "behütet" aufwächst. Nach der Schule muss er direkt nach Hause, zu Freunden darf er nicht und umziehen scheint das große Hobby der Familie zu sein. Es hängt Lestat zum Hals raus. Als sie wieder einmal umziehen, diesmal in ein kleines Dorf in der Schweiz, ist irgendwas anders. Diesmal ist er nicht der Neue in der Schule, sondern wird freundlich im Kreis aufgenommen. Um dies nicht wieder zu verlieren, setzt er sich gegen die Auflagen seiner Eltern zu Wehr. Unterstütz wird er dabei von seinem neuen Freund Marcel. Mit ihm kommt er ein Stückchen zumindest hinter die Geheimnisse, die seine Familie zu umgeben scheinen. Doch dann geht er einen Schritt zu weit und findet sich wieder in einer Welt, die bedrohlich ist. Und er weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann.

Meine Meinung:
Wieder einmal bin ich ein bisschen zweigeteilt. Zum einen mag ich den Schreibstil der Autorin sehr gern. Ihre Art, Dinge zu zu schildern, dass man sich mühelos Orte und Personen vorstellen kann. Die Leichtigkeit, die jedoch keinesfalls oberflächlich ist und die Ideen, die sie umsetzt. Und genau das findet sich hier auch wieder. Doch trotzdem konnte mich dies Buch nicht so richtig packen.

Die erste Hälfte fand ich etwas langgezogen. Viel zu lange dauert es, bis überhaupt mal was passiert, bis man mal dahinter kommt, was das Geheimnis der Familie ist, bzw. zumindest den Anfang davon. Und dieses langgezogene war auch schuld, dass ich das Buch ganz locker immer wieder zur Seite legen konnte, um mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ab der Mitte wurde es dann offener, interessanter, leider aber auch in meinen Augen sehr Fantasy-lastig. Ich mag jetzt hier keine Einzelheiten erzählen, schließlich soll das jeder selbst entdecken, aber mir war es dann zu wenig real nur noch und so packte mich diese zweite Hälfte dann immer noch nicht richtig.

Nur, damit man mich nicht falsch versteht. Es ist ein nettes Buch, das sich gut lesen lässt. Die Ideen sind wie immer nicht schon hundert mal erzählt und bringen einen frischen Wind. Der Schreibstil ist gewohnt toll zu lesen, das Kopfkino spielt mit. Nur meinen Geschmack traf es einfach nicht richtig und damit zog es mich auch nicht wirklich in seinen Bann.

Die Hauptpersonen sind zum einen Lestat, ein 16-jähriger Junge, der versucht ein bisschen aus den Fesseln seiner Eltern zu entkommen. Er war mir eigentlich sehr sympathisch, wenn ich mich auch nicht richtig auf ihn einlassen konnte. Mir kam er immer wie ein "flüchtiger Bekannter" vor. Marcel, sein neuer Freund - nun der Leser merkt schneller als Lestat, dass er zwei Seiten hat. Ich wurde aus ihm nie so richtig schlau, ich hatte zwar nichts gegen ihn, aber sympathisch war er mir nie. Und Malin, die ich wohl noch am liebsten mochte und deren hmmmm Hintergrund ich sehr niedlich fand .. vor allem Marcels "Spitzname" für sie *lach*

Fazit:
Es ist ein nett zu lesender Roman, der sich am Anfang etwas zieht und dann sehr viele Fantasy-Elemente einfließen lässt. Der gewohnt gute Schreibstil der Autorin verhilft, Orte und Personen im Kopfkino einzuschalten. Wirklich warm werden konnte ich mit den Hauptpersonen leider nicht, das finde ich immer ein bisschen schade.

Meine Wertung:


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