Sonntag, 29. Juni 2014

[Rezension] Merelie Weit - Traummann zum Frühstück

aufbau

Taschenbuch (16.5.14): KLICK - 8,99 € - 288 Seiten
ebook: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: ? - Erwachsene
Genre: ChickLit

Die Autorin:
Merelie Weit (Pseudonym) ist eine in Berlin und der märkischen Schweiz lebende Autorin und Illustratorin. Dort hat sie Kunst an der UDK, kreatives Schreiben am Institut für Kreatives Schreiben und Drehbuch an der Deutschen Film-und Fernsehakademie studiert. Seitdem schreibt sie für Film und Fernsehen, illustriert Fachbücher und Kinderbücher, kreiert Postkarten und Kunstdrucke und arbeitet als freie Künstlerin mit Ausstellungen in Berlin und Brandenburg. facebook.com/merelie.weit





Liebe Merelie, auch für dieses Buch danke ich Dir sehr herzlich!


Inhalt:
Sucht Helena den Mann fürs Leben, oder ist es nur ihre Panik, weil alle ihre Freundinnen plötzlich heiraten und Kinder wollen? So ganz sicher ist sich Helena selbst nicht, doch alle in ihr sträubt sich dagegen, der Quotensingle zu sein. Und eigentlich sollte es für Helena gar nicht schwer sein, den Mann fürs Leben zu finden .. lange Beine, hellblonde Haare bis zur Taille verkörpert sie die lebendig gewordene Barbie. Doch das scheint vielleicht genau das Problem zu sein... auch sie achtet immer nur auf die Äußerlichkeiten bei Männern. Trotzdem wagt sie sich in das Abenteuer, den Mann fürs Leben zu finden, doch immer wieder wird sie von dunklen Zukunftsvisionen zurückgehalten.


Meine Meinung:
Puh, schwer.  Es gab Teile, die haben mir wirklich gut gefallen. Waren unterhaltsam, humorvoll und machten einfach Spaß. Dann wieder gab es Teile, die fand ich so überzogen und nervtötend, dass ich Helena am liebsten hätte zwangseinweisen lassen. Aber mal im Detail:

Helenas leichte Torschlusspanik konnte ich irgendwo verstehen. Wenn alles um einen herum sich verliebt, heiratet oder direkt auch noch Kinder bekommt, fühlt man sich wohl als Versager, wenn man allein mit einer Katze ist und seinen fünfunddreißigsten Geburtstag grad gefeiert hat. Soweit reichte mein Verständnis. Mitfühlende Freundinnen, die trotz ihres eigenen Glücks die Freundin nicht vergessen wollen (an der Ausführung scheiterte es meiner Meinung nach hier und da) passten hierzu auch ganz gut. Sie versuchten zumindest auf Emilia einzugehen .. entweder redeten sie ihr gut zu zu ihrem Single-Dasein oder aber versuchten sie verschiedenen potentiellen Traummännern näher zu bringen. Doch insgeheim fand ich diese Frauen hier und da eher selbstsüchtig ... versprochene Tanzabende würde man natürlich einhalten, obwohl mal lieber zu Hause beim Mann wäre .. und lässt das auch unmißverständlich spüren. Frauenabende werden nicht eingehalten, weil man müde ist ... es sind so die typischen Verhaltensweisen von Frauen, wenn sie sich in einer Partnerschaft befinden, auch wenn sich Helenas Freundinnen wirklich noch Mühe geben.

Allerdings war es Helena selbst, die mir eigentlich noch mehr auf den Geist ging. Zum einen, dass sie ihre Freundinnen belügt, was die Treffen mit den Männern angeht - ich meine, wofür hat man Freundinnen, die belügt man doch nicht so. Aber noch viel schlimmer waren Helenas Visionen ihrer Zukunft. Sicherlich wird jedem beim Lesen sofort klar, dass das ihre Ängste sind. Jedoch nahmen die Visionen solche Ausmaße an, dass ich es wirklich übertrieben fand und am liebsten sofort Männer mit weißen Westen gerufen hätte. Ich meine, sicherlich stellt man sich mal vor, wie man in 30 Jahren mit dem oder dem Partner leben könnte. Aber ihre Zukunftsvisionen waren so extrem, so aggressiv, dass ich es schon nicht mehr lustig fand. Hier hätte etwas weniger glaube ich besser getan.

Niedlich dagegen fand ich ihren Hang, Dingen einen Namen zu geben .. bei Autos kennt man das ja schon .. aber Wohnungen oder Haushaltsgegenstände? Noch lustiger fand ich ihre Gespräche mit selbigen .. das waren immer so Kleinigkeiten, die mich nach den merkwürdigen Visionen davon abhielten, das Buch zuzuschlagen. Hierzu zählt übrigens auch die Nachbarin, von der ich gern noch mehr gelesen hätte.

Ein Zitat möchte ich Euch auch noch mitbringen, dass mich mehrfach zum schmunzeln brachte:

"Männer sind wie Schokocreme, zum Frühstück lecker, aber den ganzen Tag über kriegt man nur Bauchschmerzen."

Das Ende des Buches dagegen gefiel mir so außerordentlich gut, dass es das Buch absolut rettete ... sowohl ihre Gespräche mit den Freundinnen, als auch das, was dann noch am Ende geschah, von dem ich hier aber natürlich nichts verraten möchte. Wäre das nicht gewesen, meine Wertung wäre um einiges schlechter ausgefallen.


Fazit:
Eine tolle Idee für eine Geschichte, mir jedoch in den Ausschmückungen von Helenas Visionen viel zu extrem. Auch die Freundschaften konnte ich hier immer nur mit einem leicht skeptischen Blick betrachten. Doch die Geschichte nimmt einen wie ich finde sehr schönen Verlauf und das Ende versöhnte mich dann mit vielem wieder.

Meine Wertung:





1 Kommentar:

  1. Ha, ich habe meine Rezension hierzu heute auch getippt und genau das gleiche Zitat rausgesucht ;-)

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