Mittwoch, 11. Juni 2014

[Rezension] Hubert Wiest - Ich, Bakoo


Verlag: Lomoco
Taschenbuch (2.4.14): KLICK -13,99 € - 408 Seiten
ebook: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Genre: Jugendbuch / Science Fiction
Leseprobe: KLICK

Der Autor:
Hubert Wiest, geboren 1964, erfindet und schreibt Geschichten für Kinder und Teenager. Zusammen mit Nina von Stebut produziert er Hörbücher und den Podcast Radio Lomoco.
Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann, dem Besuch der Bayerischen Akademie der Werbung und einigen Semestern BWL-Studium gründete Hubert Wiest in den neunziger Jahren die Internetagentur FREIRAUM Multimedia. Er führte sie durch die stürmische New-Economy der Jahrtausendwende. Später arbeitete er als Marketing- und Vertriebsleiter für internationale Unternehmen. Nach drei Jahren in Hong Kong lebt er seit 2011 mit Nina von Stebut, drei Kindern, sowie den Hunden Pepsi und Cola in Sydney



Inhalt:
Bakoos größter Traum ist Avoca-Jockey zu werden - natürlich auf seinem Avoca. Doch sein Vater, der diese Tiere züchtet, denkt gar nicht daran. Denn für seine Eltern ist klar, sein Bruder wird Jockey und Bakoo wird auf der Farm helfen. Und so sieht er auch nichts dabei, Bakoos Avoca einfach zu verkaufen - ausgerechnet an den, der auch seinen Bruder mitnehmen will, um ihn zu trainieren. Doch durch unerwartete Fügungen steht auf einmal Bakoo an seines Bruders Stelle und wird auf die Schule gehen. Doch dort trifft er nur auf Ablehnung und auch sein Avoca mag nicht so, wie er es gern hätte. Zugleich setzt ihm ein Lakairen-Mädchen einen bösen Floh ins Ohr, der mehr und mehr an Gewicht zunimmt. Doch Bakoo nimmt den Kampf auf um Anerkennung, Freundschaft und sein Ziel zu erreichen.

Meine Meinung:
Ich und Science-Fiction .. das schafft wirklich nur einer - Hubert Wiest. Bislang war ich von allen seinen Büchern begeistert, und so musste ich gar nicht lange nachdenken, ob ich auch dieses lesen mochte.

Ich gebe zu, anfangs tat ich mich etwas schwer, in das Buch hineinzukommen. Zu vieles war zu fremd .. Namen, Orte, Wesen. Doch glücklicherweise schaffte es der Autor ziemlich schnell, Licht ins Dunkle zu bringen und ich klebte mehr und mehr an den Seiten.

Ich finde die Ideen und Fantasien des Autors einfach toll. Nichts, was es schon dutzend mal gab, sondern immer wieder etwas neues. Nehmen wir allein die Avocas, die mein Herz trotz ihrer Gefährlichkeit im Sturm eroberten. Diese wilden Geschöpfe, die eigentlich nur mit einer "Anpassung" gezähmt werden können und Bakoo, der es einfach mit Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und Bestimmtheit schafft, sein Avaco zum Freund zu gewinnen.

Doch nicht nur diese Sachen überzeugen mich immer wieder von dem Autor. Sondern auch seine Art, immer etwas zu vermitteln, die Tiefe hinter seinen oft so leicht wirkenden Geschichten. Denn in diesem Buch geht es auch um die Unterdrückung eines Volkes, weil ein anderes meint, sich besser, wichtiger, größer zu fühlen. Um die Ungerechtigkeiten und wie aus Kleinigkeiten ganz großes werden kann.

Auch in diesem Buch sind es die Freundschaften, die hier im Vordergrund stehen. Die tiefen, echten. Die zeigen, dass Geld und Macht nichts ist im Vergleich zu Treue und Zueinander gehören.

Es ist eine schöne Geschichte, mit vielen Wendungen und überraschenden Abweichungen und am Ende ist es wirklich schade, dass es schon vorbei ist. Viel zu schnell sind die Seiten verflogen, wie gern hätte man noch mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch und auch, wenn ihr Science Fiction wie ich nicht mögt, hier spielt es keine Rolle, denn der Autor überzeugt durch die Geschichte, seinen Schreibstil und dem, was noch vermittelt wird so sehr, dass es einfach nur ein großes Lesevergnügen ist - nicht nur für die Kleinen!

Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Hm... hört sich rgendwie spacig an. Ich glaube, für mich ist das nichts, obwohl deine Rezension definitiv neugierig macht.
    LG
    Yvonne

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  2. Klingt sehr interessant. Auch wenn ich nach solchen Büchern eigentlich nie greife.

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