Sonntag, 27. April 2014

[Rezension] Susan Kaye Quinn - Open Minds 1 - Gefährliche Gedanken

Band 1 - Gefährliche Gedanken

Taschenbuch (20.3.14): KLICK - 10,69 € - 324 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
XXL-Leseprobe: 0,89 € - KLICK
Altersempfehlung: ? - ab 14 Jahren
Genre: Dystopie / Fantasy

Die Autorin:
Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA
und NCAR. Jetzt wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarte "Autorin und Raketenwissenschaftlerin" und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln.



Ich danke Michael Drecker, dem deutschen Übersetzer, ohne den ich nie von diesem Buch erfahren habe - was er übersetzt, scheint mir immer zu gefallen. Danke Michael!!



Inhalt:
Es ist eine Gesellschaft, die das Sprechen weitgehend abgelegt hat. Warum auch, wenn man sich mittels Gedanken unterhalten kann. Schlimm nur, wenn man es nicht kann. Dann ist man eine Null und wird auch so genannt und behandelt. Normalerweise wandelt man sich in der Pubertät, doch bei Kira scheint die minimale Wahrscheinlichkeit eingetreten zu sein, dass dies nie der Fall sein wird. Und so behandelt sie jeder wie eine Aussätzige, wie eine Null. Die meiste Aufmerksamkeit erhält sie, wenn sie verspottet wird. Nur Ralf, ihr Freund seit Kinderzeiten, stört es nicht, er würde zu ihr stehen, wenn sie es zulassen würde. Doch ausgerechnet Simon ist es, der ihr etwas zeigt, was sie nie für möglich gehalten hätte, der ihr zeigt, dass sie mehr kann als die Leser, dass sie etwas besonderes ist. Doch Kira weiß nicht, ob das wirklich so ein Vorteil ist. Sie wollte doch eigentlich immer nur eins: dazugehören. Aber dieser Weg scheint ihr verwehrt zu sein. Doch als sie Raf mit ihrem Können fast umbringt und gleichzeitig Jagd auf sie gemacht wird, weiß sie, sie muss lernen mit dem umzugehen, was sie ist.


Meine Meinung:
Uhh, was eine gruselige Vorstellung, solch ein gläserner Mensch zu sein. Wenn alle und jeder auf einmal Deine Gedanken lesen können. Geheimnisse zu bewahren ist so gut wie unmöglich, das fände ich eine absolute Katastrophe und dazu noch tödlich langweilig. Mal ehrlich, so gerne man ab und an wissen möchte, was im Kopf der anderen vor geht, stellt Euch mal vor, ihr wüsstet alles. Von jedem. Also ganz ehrlich, es gibt Sachen, die will ich eigentlich gar nicht wissen *schüttel*. Doch stellt Euch vor, es ist nun einmal so, und ihr seid die Einzige, die es nicht kann .. das fände ich wahrscheinlich noch viel schlimmer. Und so konnte ich mich spielend in Kira hineinversetzen und ihre Panik und Traurigkeit verstehen. Auch wenn ich nie so ganz verstanden habe, warum sie den großen Freundschaftsbeweis ihres Kinderfreundes nie angenommen hat.

Bei Simon war ich etwas zweigeteilt. Das Großmaul, der die Kleinen unterdrückt, so dachte ich erst. Dann der Retter in der Not - scheinbar. Dann .. nun, sagen wir mal so, es war klar, dass mehr dahinter steckt. Ich konnte Simon verstehen, trotzdem mochte ich ihn und seine Handlungen nicht. Und auch nicht den Clan, dem er angehörte. Gibt es eine schlimme Gesellschaft, gibt es garantiert immer wieder irgendwelche Vereinigungen, die sich für besser halten und am Ende noch viel schlimmer sind. Aber gut, würde es so etwas nicht geben, wären solche Bücher überflüssig, da sie keine Inhalte hätten :)

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich begeistert von diesem Auftaktband, der mich mit seiner Spannung und seinen frischen Ideen fast sofort gepackt hat und mitgerissen hat. Ich wurde völlig in die Handlung gezogen und mochte gar nicht wieder aus ihr auftauchen. Viel zu schnell erreichte ich das Ende dieses ersten Bandes, der zwar einen Abschluss enthält, aber ganz klar offen ist für die kommenden - die hoffentlich nicht allzulang auf sich warten lassen werden. Denn die Ideen der Autorin sind so vielseitig, dass uns hier bestimmt noch sehr viel geboten werden wird.

Wenn man mal sieht, was die Autorin von Beruf ist, könnte man hier denken, man würde tief in Science Fiction oder wissenschaftliche Abhandlungen geworfen. Doch ich kann Euch versichern, dem ist auf keinen Fall so. Ich fühlte mich eher wie in einer dieser Dystopien, die ich wirklich zu meinen Lieblings-Genres zähle. Und daher kann ich es auch nur wärmstens empfehlen!

Fazit:
Eine tolle Idee, die die Autorin hier aufgegriffen hat. Eine Mischung aus Dystopie und Fantasy, die einen mitreißt und die Spannung durchgehend aufrechterhält. Die Geschichte und ihre Entwicklung kann einem wirklich eine Gänsehaut bereiten, wenn man sich vorstellt, dass so etwas wirklich werden würde. Absolut empfehlenswert für Liebhaber von Dystopien!


Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Ich habe mir das Buch auf englisch runtergeladen und bin nun schon sehr gespannt darauf! :)

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    1. Oh das ist natürlich auch schön, das kann ich leider nicht .. dafür reicht mein Englisch nicht und es ist mir auch zu mühselig, weil ich zu langsam lesen würde :) .. so bin ich froh, dass Michael übersetzt hat :)

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  2. Hallo Fabella,

    ich hatte mir das eBook zuerst gekauft, nachdem lesen musste aber umgehend die Taschenbuchausgabe fürs Regal her. :) Und ich hatte es mehr durch Zufall bei dem Empfehlungen auf Amazon entdeckt und hoffe inständig, dass auch andere Leser auf diese Geschichte stoßen werden! Denn die Story war wirklich genial - meine Rezension dazu ist auch nur voller Lob. Ich kann dir daher zu 100% zustimmen:
    Absolut empfehlenswert & Must Read!
    Vor allem ist sie selbst eine Amerikanische Indie Autorin, die auch ohne Verlag ihre Bücher für andere Länder übersetzen lässt! ^.^ Das hat mich doppelt beeindruckt. :D *Der Übersetzer scheint ja echt klasse zu sein,*

    Dann hoffe ich, dass dir deine nächsten Bücher ebenfalls so gut gefallen werden.
    Dir noch eine wundervolle Woche. ^.^.

    Es grüßt
    ~ Jack

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  3. Mach nur so weiter und ich werde noch zum Liebhaber von Dystopien.

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