Montag, 21. April 2014

[Rezension] Emily Gillmor Murphy - Jetzt und hier und vielleicht für immer

DROEMER

Taschenbuch (1.4.14): KLICK - 14,99 € - 368 Seiten
ebook: KLICK - 12,99 €
Altersempfehlung:  ? - ab 16  Jahre
Genre: Roman

Die Autorin:
Emily Gillmor Murphy, 1990 in Dublin geboren, hat am University College Dublin Englisch und Geschichte studiert und währenddessen ihren Debütroman "Jetzt und hier und vielleicht für immer" geschrieben. Mit ihren Eltern und ihren beiden großen Schwestern wohnt sie in Enniskerry, County Wicklow. 







Inhalt:
Sie könnten verschiedener nicht sein. Olive will nur eins: studieren. Mit Jungs hat sie nicht viel am Hut. Tom will vieles: rauchen, trinken, Frauen. Als sie sich begegnen, wird es eine Katastrophe. Doch dann geht Tom eine Wette mit Freunden ein und Olive ist der Mittelpunkt. Und was anfangs als unerreichbar scheint, ändert sich im Laufe der Zeit und Tom kommt Olive näher. Und erstmals in seinem Leben merkt er, dass es mehr gibt als Alkohol und Sex. Und er will mehr davon, doch dann erfährt Olive von seinem  Betrug und sie kann nicht verzeihen. Und Tom fällt ins bodenlose.


Meine Meinung:
Ein sehr ungewöhnlich geschriebenes Buch, wie ich finde. Ein bisschen hat man das Gefühl, selbst im Studentenwohnheim wie Olive zu leben. Mit ihren Mitbewohnern und den Besuchern. Denn jedes Kapitel ist jemand anderem gewidmet und immer aus dessen Ich-Perspektive geschrieben. Die meisten Kapital sind zwar aus Olives oder Toms Sicht geschrieben, doch dazwischen erfahren wir immer mehr von Beth und Roz - den Mitbewohnerinnen von Olive, aber auch von weiteren Personen. Mir gefiel dieser etwas eigenwillige Stil und das Gefühl, das er vermittelte.

Allerdings hatte er auch den Nachteil, dass ich mich nicht völlig in die Geschichte fallen lassen konnte, dass ich mich nicht mit einer der Figuren identifzieren konnte, sondern mich mehr wie ein zufälliger Besucher auf dem Campus fühlte.

Eigentlich beinhaltet das Buch so viele Geschichten, deren Außenränder hier zufällig zusammentreffen. Olive und ihre Familie, die ein ziemliches Paket zu tragen haben. Tom und auch seine Familie, dem der Halt gänzlich in seinem Leben fehlt. Beth und ihre Liebe zu Michael, die von Anfang an verboten war und Roz, die nichts ernst nehmen kann, sondern lieber in den Tag hinein lebt - und ihrer kaputten Familie. Jeder von ihnen bemüht sich um Normalität, darum, den Alltag zu meistern. Aus dem Kreislauf auszubrechen und nimmt dabei sich selbst gar nicht so wichtig - so ist es halt, man muss damit leben.

Ich finde, das Buch zeigt auch eine Menge Menschen auf ihrem Weg, Erwachsen zu werden. Und es macht Freude, sie dabei zu begleiten, auch wenn es mehr Situtationen gibt, die einen zum Nachdenken bringen oder auch mal die Tränen in die Augen treiben. Doch man findet auch viel Schönes hier. Freundschaften, Treue, Familienverbundenheit, Liebe. Und alles in allem zeigt es einem, was wirklich wichtig ist.

Trotz der Schwere der Themen war es irgendwie ein leichtes Buch. Die Seiten verflogen und schon war man am Ende angekommen. Ich gebe zu, mich hat zu diesem Buch einfach der Titel verleitet. Ich mag solche Titel, die eigentlich gar nicht viel aussagen und doch so viel und einen irgendwie nicht loslassen.


Fazit:
Ein sehr lesenswertes Buch, das aus der Masse hervorsticht und meiner Meinung nach durch einen ungewöhnlichen Aufbau besticht. Eine Geschichte, die eigentlich aus vielen Einzelnen besteht, die aber nur zusammen einen Sinn ergeben. Ein tolles Debüt!

Meine Wertung:




Kommentare:

  1. Der Schreibstil klingt sehr interessant!

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  2. Hört sich interessant an, aber ich bin noch unschlüssig, ob es auf meine WL wandert.....
    Liebe Grüße und einen schönen Ostermontag
    wünscht dir Martina

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  3. Das Buch habe ich erst heute morgen gesehen! Nach deiner Wertung muss ich es mir nun definitiv holen!
    LG Nazurka

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