Mittwoch, 5. Februar 2014

[Rezension] Hubert Wiest - Die Schattensurfer

Taschenbuch (24.10.13): KLICK - 13,99 € - 460 Seiten
ebook: KLICK - 3,99 €
Altersempfehlung: ? - ab 12 Jahren
Genre: Jugendbuch / Dystopie

Der Autor:
Hubert Wiest, geboren 1964, erfindet und schreibt Geschichten für Kinder und Teenager. Zusammen mit Nina von Stebut produziert er Hörbücher und den Podcast Radio Lomoco.
Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann, dem Besuch der Bayerischen Akademie der Werbung und einigen Semestern BWL-Studium gründete Hubert Wiest in den neunziger Jahren die Internetagentur FREIRAUM Multimedia. Er führte sie durch die stürmische New-Economy der Jahrtausendwende. Später arbeitete er als Marketing- und Vertriebsleiter für internationale Unternehmen. Nach drei Jahren in Hong Kong lebt er seit 2011 mit Nina von Stebut, drei Kindern, sowie den Hunden Pepsi und Cola in Sydney




Mein herzlicher Dank geht an Hubert Wiest, der mir auch dieses Buch wieder anvertraute und mir damit viele Stunden tolle Unterhaltung schenkte!

Inhalt:
Sansibar fiebert ihrer Kristallprüfung entgegen. Sie möchte endlich auch ein wertvolles Mitglied für Ruhl werden und ihre Gedanken der Gemeinschaft überlassen. Ganz so, wie ihre Freundin, die den Kristall bereits trägt und mächtig damit angibt. Doch bei einem gemeinsamen Ausflug in den Lunapark lernt sie Luan kennen, der sich dort auf der Flucht vor den Sipos versteckt. Denn er wurde ausgeschlossen von der Kristallprüfung und das ist das schlimmste, was einem passieren kann. Er, aber auch die Erinnerung an ihre verschwundene Mutter und das Geheimnis, das sie ihr anvertraute, lassen Sansibar zweifeln, ob sie wirklich die Prüfung ablegen will. Denn sie hat ihrer Mutter versprochen, nie jemandem das Geheimnis zu verraten. Während dessen erhält Luan vom Besitzer des Lunaparks ein grandioses Angebot - er erhält Unterschlupf in der Schattenstadt und soll für den Park neue Attraktionen programmieren. Luan ist begeistert, doch fast scheitert dieser Plan, da er an die Sipos verraten wird. Und ausgerechnet von Sansibar - glaubt er.

Meine Meinung:
Als ich das erste mal von diesem Buch hörte, war ich sehr skeptisch, ob mir dieser Inhalt gefallen würde. Da ich aber bereits die Geschichten von Lomoco kannte und liebte, zögerte ich nicht lange. Und ich wurde mit dieser Entscheidung wirklich belohnt. Denn obwohl der Inhalt wirklich nach einem Jugendbuch klingt und es auch ist, machte es auch mir als Erwachsendem unglaublichen Spaß, der Geschichte zu folgen. Ich fühlte mich ein kleines bisschen in die Zeiten von Raumschiff Enterprise und die Spielereien auf dem Holodeck erinnert, was mich persönlich immer absolut fasziniert hat.

Die Geschichte spielt in der Zukunft. Beherrscht von Computer und der absoluten Kontrolle über die Gedanken der Menschen finden diese gar nichts böses daran, ihre Gedanken mit Ruhl zu teilen. Im Gegenteil, sie fiebern der Aufnahme nahezu entgegen und tun alles, damit sie Punkte erzielen, die nach und nach die Farbe des zu Beginn durchsichtigen Kristalls verändert. Je mehr ein Mensch sich für die Gemeinschaft einbringt, desto schneller steigt sein Punktekonto.

Was auf der einen Seite nett klingt, bringt auf der anderen Seite auch Schattenseiten mit sich. Denn Sansibar ist sich nicht sicher, ob sie wirklich alle ihre Gedanken mit der Gemeinschaft teilen möchte. Denn sie möchte weder Luan verraten, noch das Geheimnis ihrer Mutter. Doch sie weiß, dass sie diese Gedanken nicht verbergen kann. An dieser Stelle fragte ich mich, ob ich so etwas wirklich wollen würde. Sicherlich, ein Mitglied einer Gemeinschaft zu sein ist toll, ein Ausgeschlossener zu sein dagegen gar nicht. Doch würde ich wirklich meinen Gedanken mit allen teilen wollen? Also auch die, die ich eigentlich nicht teilen will? In der heutigen Zeit mit Blogs und Internet gibt man ja ziemlich viel von sich preis. Doch es gibt genügend, was nie jemand von mir erfährt, das könnte ich dann nicht verhindern. Und auch wenn noch so oft gesagt wird, alles ist verschlüsselt - da glaube ich ja heute schon nicht dran ;-)

Aber auch die ganzen technischen Träumereien, der Lunapark, der goldene Surfer, die Holowelten in denen man sein kann, was man will, fand ich einfach nur schön. Wie gerne würde ich genau so etwas mal erleben. Große Abenteuer ohne wirklich in Gefahr zu kommen. Surfen, ohne Angst zu haben zu fallen und sich zu verletzen. Wie herrlich wäre ein solcher Park, würde es ihn wirklich geben. Und aus diesem Grund konnte ich mich bedingungslos in die Geschichte fallen lassen, weil sie einfach so mitreißend spannend, voller Ideen und Fantasie war und dabei trotzdem absolut real wirkte. Das ist schon eine Kunst eines Autors, so etwas so zu schildern, finde ich.

Fazit:
Eine spannende, fantasievolle Geschichte, die einen zum Nachdenken, aber auch zum Träumen verleitet. Ein Buch, geschrieben für Jugendliche, aber dennoch auch für Erwachsene, die gerne noch ein bisschen Träumen. Einfach empfehlenswert!

Meine Wertung:





Kommentare:

  1. Schön, wieder einmal ein Roman aus einem meiner Lieblingslesebereiche.

    LG..Karin..

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  2. Das Buch ist mir schon bei den Neuerscheinungen aufgefallen, hört sich gut an.
    LG
    Estha

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