Samstag, 7. Dezember 2013

6 Autoren und ihre Meinung zu Weihnachten

Hallo Ihr Lieben,

rund um unsere Weihnachtsaktion "Bibliophile Weihnachten" möchte ich Euch heute wieder auf meinem Blog begrüßen.





Heute möchte ich Euch 6 Autoren und ihre Meinung zu Weihnachten präsentieren ... seid gespannt! Die Reihenfolge ist übrigens wahllos :-)


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Copyright Foto -
Guido Karp:  p41d
Andrea Wölk
Frohe Weihnachtszeit ...
ja, das ist sie wirklich für mich. Denn dann bin ich froh, die Hektik der Vorweihnachtszeit hinter mich zu lassen und mit meinen 6 Kindern eine ruhige schöne Zeit zu verbringen. Selbst wenn zwei ja schon Erwachsen sind, bringt diese Zeit die Kindheit zurück. Dazu gehört ein Tannenbaum genauso, wie Kerzenschein. Und die leuchtenden Augen der Kinder, gibt Kraft für das neue Jahr.


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Gabriella Engelmann
Seit meiner Kindheit hat die Magie, die von Weihnachten ausgeht, für mich nichts von ihrem wunderbaren Zauber verloren, egal wie viele erklärte Weihnachtshasser es gibt.

Was den „offiziellen“ Start der für mich beinahe schönsten Zeit des Jahres betrifft, bin ich allerdings eisern: Ich dekoriere am Freitag vor dem ersten Advent – und keinen Tag früher, so sehr es mich auch oft reizt. Weniger eisern bin ich allerdings, was die Verführung in Form von Dominosteinen und gefüllte Lebkuchenherzen (unbedingt mit Zartbitterschokolade, sonst wird´s zu süß) betrifft: Die verspeise ich gern schon mal Ende September, lasse es allerdings dann auch meist bis Ende Oktober.
Diese Süßigkeiten sind für mich kulinarische Vorboten für eine Zeit, in der es für mich in erster Linie darum geht, mit meinen Liebsten zusammen zu sein, sich schöne Geschenke für sie zu überlegen und das Ende eines Jahres einzuläuten, in dem wir gemeinsam viel erlebt haben. Es ist wundervoll, in der Adventszeit gemeinsam zu kochen, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, gebrannte Mandeln zu essen und Glühwein zu trinken - und sich Sonntagnachmittag im Kino einen Kinderfilm anzuschauen. Wenn dann auch noch Schnee fällt und die Stadt unter einer Haube aus Puderzucker verschwindet, ist alles für mich perfekt.

Wie jedes Jahr werde ich auch diesmal wieder versuchen, noch mehr Zeit zu haben, um all das zu genießen, anstatt in allgemeine Hektik zu verfallen. Doch auch das gelingt mir leider meist genauso wenig, wie mich gegen den Anblick von Lebkuchenherzen zu wehren, die mich aus den Regalen anlachen. Nun ja: maybe next year ;-)

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Foto von: Heike Pohla
Katrin Koppold
Ich muss es zugeben: Ich bin ein absoluter Weihnachtsfan. Ich freue mich das ganze Jahr über auf die Adventszeit, ich liebe es, mich durch die Gänge von vollgestopften Weihnachtsmärkten zu quetschen, mir macht es überhaupt nichts aus, im Radio oder in Kaufhäusern das 1000. Mal „Last Christmas“ zu hören und Schaufenster und Häuser können für mich gar nicht genug glitzern und funkeln. 
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich den Konsum rund um dieses Fest unterstütze -  in meiner Familie bekommen nur die Kinder Geschenke - (dadurch bin ich auch nie gestresst), aber ich finde, an Weihnachten ist die Welt einfach ein bisschen strahlender und fröhlicher als sonst. 

Mit Weihnachten verbinde ich unweigerlich aber auch Bücher. Meine Eltern und Paten haben mir jedes Jahr welche geschenkt. Meist waren sie bis Silvester ausgelesen. Bei meinen Kindern führen mein Mann und ich diese Tradition weiter. Das beginnt schon im Advent, wenn sich Lilly und Max ihre Adventskalenderbücher aussuchen dürfen. Jedes Jahr kommt ein neues zu ihrer Sammlung dazu, aber ein Klassiker ist immer dabei: „Merope, das Sternenkind“ von Isabel Abedi. Ein wunderschön illustriertes Buch mit 24 zauberhaften Geschichten. Unser Exemplar ist schon so zerlesen, dass nahezu jede Seite geklebt werden musste. 

Mein zweites Lieblingsbuch heißt „Hilfe, die Herdmanns kommen!“ von Barbara Robinson. „Die schlimmsten Kinder aller Zeiten“ reißen sich bei einem Krippenspiel alle Hauptrollen unter den Nagel. Dadurch, dass sie die Geburt Jesu ganz unvoreingenommen interpretieren, entwickelt sich bei allen Zuschauern aber ein ganz neues Verständnis für die Weihnachtsgeschichte. Dieses Buch ist unglaublich komisch erzählt, aber auch sehr sehr anrührend. 
Was ich auch gern mag, ist „Weihnachten in Bullerbü“ von Astrid Lindgren. Mir gefällt das Nostalgische an den Geschichten und ich finde es gut, dass meine Kinder dadurch ein bisschen etwas vom wahren Geist der Weihnacht erfahren, fernab von Weihnachtsmärkten, „Last Christmas“ und funkelnden Hausfassaden. 

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Foto: Christian Witt
Rainer Wekwerth
"Weihnachten ist für mich eine besondere Zeit des Jahres. Es ist als würde die Welt still werden, weniger laut und weniger stressig (mal vom Kauf der Weihnachtsgeschenke abgesehen). Aber irgendwie scheint alles auf diesen einen Abend hin zu streben, an dem wir die Geburt von Jesus Christus feiern.
Es gibt nur wenige Dinge und Ereignisse, die die Menschen über alle Zeiten und alle Entfernungen hinweg miteinander verbinden, Heiligabend ist so ein Ereignis. Ich freue mich darauf den Glanz in den Augen meiner Tochter zu sehen, wenn sie die Geschenke auspackt. Ich freue mich auf den Geruch von Weihnachtsgebäck und festlichem Essen. Und ich freue mich auf ein wenig Frieden für uns alle."

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Foto: Oktavia Opperman
Susanna Ernst
Weihnachten, und was es mir bedeutet: 

Oh ja, ich liebe Weihnachten und ja, sogar die so oft als zu stressig empfundene Vorweihnachtszeit. Ich glaube, das kommt daher, weil sie bei uns nicht allzu stressig ist. Meine Kinder schreiben beispielsweise keine Wunschzettel. Wir haben das nie eingeführt und die beiden waren Gott sei Dank immer sehr glücklich mit ihren Überraschungsgeschenken.
Deswegen habe ich alle Zeit der Welt und besorge „die Gaben“ schon über das gesamte Jahr verteilt. Die werden dann auch direkt verpackt und warten in einem geheimen Schrank im Keller auf den großen Tag. Da unsere Familie so riesig ist, haben wir Erwachsenen schon vor Jahren beschlossen, uns gegenseitig nichts mehr zu schenken, und erstaunlicherweise halten sich sogar alle daran. 
Was bleibt also noch zur Vorbereitung eines gemütlichen Weihnachtsfestes? Plätzchen backen (was wir zugegebenermaßen nur machen, wenn uns danach ist), Weihnachtslieder singen (mehr schlecht als recht, aber egal ), Fensterschmuck basteln (meine Tochter würde mich lynchen, würden wir diesen Part auslassen) und natürlich jede Menge Weihnachtsgeschichten (vor-) lesen. Dazu werden – gemeinsam mit dem Adventskranz – drei große, wunderschöne Bücher ausgepackt. 

BILD

Obwohl meine Kinder fast schon ein wenig zu alt für diese Geschichten sind (zumindest der Große), haben die Bücher mittlerweile Traditionswert und dürfen nie vergessen werden.
Ein weiteres Highlight ist unsere italienische Krippe, die wir lange, Jahr für Jahr, um jeweils eine Figur erweitert haben und in jedem Jahr ein wenig anders aufbauen. Auch das machen wir gemeinsam, ebenso wie das Kaufen und Schmücken des Weihnachtsbaums und das Kochen am Heiligen Abend. Alles Familiensache … und damit wirklich kein Stress, sondern einfach eine großartige und sehr kostbare Zeit, die ich nicht missen möchte.

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Ulrike Rylance / Herwig
Ulrike fiel zum Thema gaaanz viel ein *schmunzel*


Mein liebstes Weihnachtsbuch aller Zeiten ist „Wunderweiße Nacht“, das leider mittlerweile nur noch antiquarisch erhältlich ist.  Das Buch ist in den sechziger Jahren in der DDR verlegt wurden und bietet daher einen ganz eigenen Mix aus altbekannten Weihnachtsliedern (mit Noten!), Gedichten wie zum Beispiel Rilkes „Es gibt so wunderweiße Nächte“, dem das Buch seinen Titel verdankt , sowie Erzählungen von Charles Dickens über Hans Fallada, Theodor Storm, Hans Christian Andersen, Setfan Heym und Bertolt Brecht.

Geradezu grau und unscheinbar kommt der Einband daher – DDR eben – und würde wohl in einer Thalia Buchhandlung heutzutage komplett untergehen. Und doch ist das Buch eine kleine Fundgrube an melancholischen, besinnlichen, mitunter auch lustigen oder traurigen Weihnachtsgeschichten.

Highlight sind natürlich die „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens oder „Die Weihnachtsgans Auguste“ von Friedrich Wolf oder „Die Gaben der Weisen“ von O. Henry - das Buch bietet aber auch eher unbekannte Erzählungen oder Romanauszüge zum Thema Weihnachten. Als Kind mochte ich am meisten „Weihnachten in der Erziehungsanstalt von Herbert Jobst, eine geradezu ins Skurrile ausartende Erzählung, in der die jugendlichen Insassen einer Erziehungsanstalt im Deutschland der dreißiger Jahre Pappflügel und Engelsgewänder zur Bescherung bekommen, obwohl sie sich doch alle Fußbälle oder Eisenbahnen gewünscht haben und die unerwünschten Gaben sofort auf dem Klo in einer Prügelei zerfetzen.

Das Buch hat mich durch jedes Weihnachte meiner Kindheit begleitet und wird auch jetzt noch in der Vorweihnachtszeit immer wieder herausgeholt. Es sind Weihnachtsgeschichten und Gedichte der alten Schule – sie kommen ohne Firlefanz, hektisches Anbiedern an Modetrends, ohne Sex und Drugs und Rock’n Roll und ohne quietschbunten Einband aus. Ein Buch eben, das die Zeiten und Generationen überdauert und das ist es ja, was man sich von einem Weihnachtsbuch wünscht.

Und nun vom Buch weg und etwas zu Ulrike selbst:

Ich liebe, liebe, liebe Weihnachten! Ich liebe es, Plätzchen zu backen, Geschenke zu verpacken, den Baum zu schmücken und Adventskalender zu basteln. Ich liebe unser amerikanisch-deutsch-englisches Weihnachten mit Christmas-Pudding und Gans mit Kastanienfüllung und Rotkohl und Mince Pies und Lebkuchen, ich liebe es, mit meiner Familie am Heiligabend besinnliche deutsche Weihnachtslieder am Klavier zu singen und am Christmas Day "Last Christmas" von „Wham“ mitzugrölen. Ich liebe die schrillen Weihnachtsdekorationen der Amerikaner, die Gummirentiere auf dem Dach und die sieben Meter großen Santas aus Plastik und ich liebe die Holzpyramiden aus Deutschland. Ich liebe es, zur Weihnachtszeit an die Weihnachtsfeste meiner Kindheit zurückzudenken - an den mit einem Besenstil verstärkten Krückenbaum zu DDR-Zeiten und meinen als Weihnachtsmann verkleideten Vati und ich liebe die englische Weihnachtsradition meiner Kinder, für Santa am Heiligabend ein Glas Brandy und ein paar Plätzchen, sowie eine Möhre für die Rentiere vor die Tür zu legen. Ich höre Weihnachtslieder von allen - von Bob Dylanbis Frank Sinatra und Frank Schöbel und ich gestehe hiermit ohne jede Scham: Ja - ich bin weihnachtssüchtig!! 

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Und ein paar Fotos hat sie auch noch geschickt (klickt auf die Bilder zur Vergrößerung) :)






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