Freitag, 22. November 2013

[Rezension] Kira Gembri - Das Mädchen aus den Wäldern

Taschenbuch (10.6.13): KLICK - 9,95 € - 270 Seiten
ebook: KLICK - 2,99 €
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Genre: Fantasy / Märchen (mein Empfinden)

Die Autorin:
Sie ist 26 und lebt in Wien. Sie schreibt unter dem Pseudonym Kira Gembri. Ich habe sie auf einer Lesung in Frankfurt kennengelernt und kann sagen, eine ganz süße, liebe Person und ihre Bücher gefallen mir immer besser!











Inhalt:
Reeva ist noch sehr jung, als sie ausgestoßen von den Menschen von Enva aufgenommen wird. Einer Heilerin, die ihr das Wissen über die Pflanzen und ihre Gabe vermittelt. Denn Reeva hat Visionen, die in dieser Zeit lebensgefährlich für sie sind. Die Zeit der Hexenverfolgung. Doch bevor Reeva alles lernen kann, was sie wissen muss, ist sie auch schon wieder auf sich allein gestellt. Und als sie ausgerechnet das Leben des Prinzen rettet, ernennt er sie zu seiner Gesellschafterin. Reeva leidet unter dem Gefühl der Gefangenschaft, unter den Intrigen und dem Hass der Schlossbewohner. Und schon bald kann Reeva ihre Visionen nicht unterdrücken und ihr Leben ist in erneut in Gefahr.


Meine Meinung:
Man kann sich nicht entscheiden, ob man nun das Gefühl hat, ein Buch über die Zeit der Hexenverfolgung gelesen zu haben, ein Märchen oder doch einen Fantasy-Roman. Irgendwie hat dieses Buch von allem etwas. Doch garantiert von einem zu wenig: von den Seiten. Denn ehe ich mich versah, war ich auch schon am Ende angekommen und war wirklich traurig, dieses schöne Buch zur Seite legen zu müssen.

Reeva ist ein liebenswerter Charakter, mit dem man sehr viel Mitgefühl hat. Er bringt einem auch gleichzeitig etwas Hass auf die Dummheit der Menschen mit, die mal wieder nur nach Vorurteilen und Unwissen handeln. Doch - richtig warm konnte ich mit Reeva nicht werden, irgendwie stand sie immer einen Schritt neben mir. Vielleicht weil sie so in sich gekehrt, so schüchtern, so still war. Doch das tat dem Buch überhaupt keinen Abbruch, sondern fühlte sich eher richtig an. Schwer zu beschreiben.

Die Personen im Buch waren teilweise sehr unterschiedlich und einige kamen mir näher, andere wieder nicht. Ich mochte den Prinzen nicht, auch wenn er mir irgendwie sehr leid war und ich konnte Reevas wechselnde Gefühle auch nicht so ganz verstehen, am Ende weiß ich immer noch nicht, wie sie für ihn empfindet oder eben nicht. Ihr Handeln dagegen fand ich sehr verständlich und fand in meinen Augen auch sehr viel Anklang.

Schön finde ich an diesem Buch, dass es in einer längst vergangenen Zeit spielt, die man weiß, sehen und verstehen kann, ohne dass allzuviel über sie erzählt wird. Hier mal eine Ortsbeschreibung, dort eine Erzählung über Kleider, Feste, Bräuche. Das reichte, um mich in diese Zeit versetzen zu können, ohne dass ich mir langwierige Erklärungen über Hexenverfolgungen oder die Hygiene-Verhältnisse der damaligen Zeit durchlesen musste. Das hielt das Buch so, wie ich es empfand... leicht, locker und dennoch eindringlich und emotional. Es schaffte es tatsächlich, mich mehrmals zu Tränen zu rühren. Danke dafür!

Fazit:
Eine wundervolle Geschichte, die Wahrheit, aber auch Fiktion sein kann. Ein Märchen, eine Geschichte oder doch ein Fantasy-Roman? Ich glaube, das muss wohl jeder für sich selbst entdecken, ich kann es Euch nur ans Herz legen!

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Oh wie schön, dass dir das Buch genauso gut gefallen hat wie mir.

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