Samstag, 22. Juni 2013

[Rezension] Kristan Higgins - Ich habe mich verträumt

396 Seiten - Taschenbuch - 8,99 Euro
ebook-Version: KLICK - 8,99 Euro
Erschienen: Mai 2013
Altersempfehlung: ? - Erwachsene
Genre: Chitlick

Die Autorin:

Bevor Kristan Higgins hauptberuflich Autorin wurde, arbeitete sie in einem Verlag. Mit ihren humorvoll-romantischen Büchern, die stets von der Suche nach Mr Right handeln, hat sie das Herz ihre Leserinnen im Sturm erobert. Kristan Higgins lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in Connecticut und verbringt die Ferien oft im malerischen Neuengland.







Inhalt:
Grace hat schon immer eine schlechte Angewohnheit: Sie erträumt sich ihre Männer. Und zwar immer dann, wenn ihr wieder alle Welt damit auf die Nerven geht, dass sie eben keinen hat. Als sich dann auch noch Ihr Verlobter von ihr trennt und ausgerechnet mit ihrer Schwester glücklich zu sein scheint, ist das Maß voll. Sie erfindet den außerordentlich tollen und erfolgreichen Wyatt. Doch während dieses Musterexemplar leider immer genau dann Termine hat, wenn sie ihn vorzeigen soll, kämpft sie im realen Leben mit ihrem neuen Nachbarn. Der ehemalige Sträfling macht ihr nicht nur Angst, sondern beschäftigt zusätzlich mit seinem umwerfenden Äußeren auch noch ihre Gedanken.

Meine Meinung:
Das ist mein erstes Buch dieser Autorin und leider musste ich feststellen, dass mich ihr Humor so überhaupt nicht anspricht. Ehrlich gesagt, konnte ich weder lachen noch schmunzeln über das, was hier in diesem Buch geschieht. Für mich waren die Erlebnisse so was von absolut überzogen, dass ich mich in einer dieser amerikanischen Sitcoms wähnte, die ich nun mal einfach nicht mag. Glücklicherweise ist alles Geschmackssache und ich bin sicher, dieses Buch wird bestimmt auch vieler Menschen Humor treffen .. meinen leider nicht.

Fangen wir mal an mit Grace. Klar .. sicherlich kann man sich mal einen Freund zusammenbasteln, um Ruhe zu haben. Aber soweit zu gehen, dass man mit über 30 irgendwann schon fast selbst an ihn glaubt, das fand ich eine Spur zu übertrieben. Gleiches gilt für ihren Hund, der scheinbar eine wandelnde Katastrophe auf vier Beinen ist. Ständig verbeißt er sich im Nachbarn, flüchtet unter Zäunen durch und hat seine Ausscheidungen - weder vorne noch hinten - nie im Griff. Ich weiß nicht, ob es sooo lustig ist, wenn Grace jemandem mit Gummihandschuhen die Tür öffnet, weil sie grad Ko... (ich führe das mal nicht so wörtlich aus, wie die Autorin selbst) wegwischt. Und wenn ähnliche Szenen sich dann noch wiederholen, führt das bei mir eher zu Langeweile.

Den Schreibstil fand ich jetzt nicht generell schlecht .. er ist locker und leicht und man kann ihm gut folgen. Aber er konnte mich jetzt aufgrund der vorher geschilderten Sachen leider nicht genug überzeugen, dass ich noch einmal ein Buch der Autorin in die Hand nehmen würde. Ich weiß nicht, ob man Mitleid mit Grace haben soll, weil sie nicht so hübsch ist wie ihre Schwester, ihren Mann verliert an ihre Schwester, einen Verbrecher als Nachbarn hat oder einen Hund der nur beißt und Essen von sich gibt, oder ob man Mitleid haben soll, weil sie alles so extrem wahrnimmt, dass sie die Katastrophen quasi schon magnetisch anzieht.

Der Verlauf des weiteren Buches plätschert dann so vor sich hin, wahnsinnige Höhen und Tiefen gibt es nicht. Eigentlich wurde eher nur all das bestätigt, was man sich schon am Anfang vorstellen kann. Trotzdem denke ich, dass dies ein Buch ist, was viele mögen werden, vielleicht hab ich nur einfach das falsche der Autorin gewählt, ich weiß es nicht.

Fazit:
Ein lockeres Buch mit einem Humor, der zumindest leider meinen persönlichen nicht getroffen hat. Die Protagonistin soll wohl Mitleid erwecken, dabei ihr scheinbar alles schief läuft. Bei mir stieß es eher auf leichte Genervtheit und Langeweile. Sehr schade, ich hatte mir eigentlich erhofft, mal wieder richtig lachen zu können, jedoch muss man wohl auf diese Art amerikanischer Sitcom stehen, um hier lachen zu können.

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Ich hab das auch oft - dass das Buch zwar den Geschmack der Masse trifft, aber meinen nich unbedingt...

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  2. Hallo Sandra,

    damit bist Du eine der wenigen Leserinnen, die Kristan Higgins mit "Ich habe mich verträumt" nicht so recht begeistern konnte: Zum Glück haben die anderen Romane Deinen Geschmack getroffen (die Traumprinzessin lassen wir jetzt einfach mal außen vor)! =)

    Liebe Grüße
    Julius

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    1. Stimmt Julius, aber dafür sind meine liebsten Buchreihen aus Eurem Hause :) .. das ist dann der Ausgleich dazu ;)

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