Dienstag, 11. September 2012

[Rezension] Heike Eva Schmidt - Schlehenherz

Ueberreuter
238 Seiten - Taschenbuch - 12,95 Euro
ISBN: 9783800056705
Erschienen: Januar 2012
Altersempfehlung: 14-17 Jahre

Kindle-Version: KLICK - 9,99 Euro

Die Autorin:
Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Nach einem Studium der Schulpsychologie wechselte sie direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften erhielt sie im Jahr 2000 ein Stipendium an der Drehbuchwerkstatt München. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als freie Drehbuchautorin, aktuell für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Seitdem arbeitet sie vorzugsweise im bayerischen Voralpenland. Dort entstehen in ihrer kleinen Schreibstube viele Ideen.




Inhalt:
Was könnte es schöneres geben, als eine gute Freundschaft und die Unbekümmertheit der Jugend? Für Vio und Lila nichts. Sie verstehen sich blind, sind ausgelassen und lustig und haben dann und wann auch schon mal eine Meinungsverschiedenheit. Und in genau so einem Moment passiert es. Vio verschwindet und wird erst tot wiedergefunden. Lila kann es nicht glauben, ihre Welt gerät aus den Fugen. Sie ist schuld, sie hat nicht zu ihr gestanden aus Angst. Doch Lila verkriecht sich nicht, sondern kämpft und versucht auf eigene Faust herauszufinden, was geschehen ist und bringt sich damit in tödliche Gefahr.


Meine Meinung:
Gut, wieder ein Buch, was einen vor den Gefahren des Internet warnen möchte. Und so langsam frage ich mich, wieviele Bücher man davon lesen kann, bevor man abstumpft, bevor man es wirklich nur als spannende Unterhaltung abtut.

Gelesen habe ich dieses Buch eigentlich, weil mich der Schreibstil der Autorin in Purpurmond so begeistert hat. Jedoch konnte ich irgendwie keinerlei Parallelen feststellen. Was allerdings wohl am Inhalt liegt. Denn dieses Buch hier ist traurig, hart, ungerecht. Und so wechselte scheinbar auch der Schreibstil der Autorin.

Es ist ein gutes Buch. Es ist spannend geschrieben, man mag es nicht wirklich aus der Hand legen. Gespannt verfolgt man, wie sich Lila entwickelt, ein Stück weit zu Vio wird aber dennoch eigenständig bleibt. Schnell fällt man Vorurteile - immer gelenkt von der Autorin, die das wirklich gut kann. Zwischendurch erhält man immer mal wieder Einblicke in die Gedankenwelt des Täters, in seine verdreht Wahrnehmung. Ohne, dass man dabei erfährt, wer wirklich der Täter ist. Das blieb bis fast zum Schluß gut getarnt.

Die Charaktere sind wirklich schön herausgearbeitet, man hat das Gefühl, Vio und Lila zu kennen und sie wirklich zu begleiten. Aber auch den ein oder anderen Charakter.

Und doch .. irgendwie .. war mir das Buch für das Thema nicht eindringlich genug. Kam mir nur wie ein Roman vor, nicht wie etwas, was wirklich sein konnte. Warum, das weiss ich eigentlich gar nicht genau. Vielleicht an den manchmal zu schnell ablaufenden Ereignissen ohne nähere Details? Und damit meine ich jetzt nicht die nähere Beschreibung der Taten an sich, sondern das drumherum. Ich weiß es nicht genau.

Dennoch. Ich habe es nicht bereut, das Buch zu lesen. Es hat mich schon ein bisschen in seinem Bann gehalten. Doch jetzt - nach dem Ende - kann ich es zuklappen und werde wohl nicht mehr allzuhäufig daran denken. Es hat sich nicht wirklich eingeprägt.


Fazit:
Ein gutes Buch, das die Gefahren des Internets zeigen möchte.Dennoch finde ich, es gibt in diesem Bereich eindringlichere Bücher. Es ist spannend und symphatisch geschrieben, wirklich lesenswert - aber nicht sehr einprägsam. Eher wie ein netter Jugendroman trotz des Themas. Ich habe lange über die Bewertung nachgedacht. Eigentlich hätte es 3,5 Sterne verdient. Aber da es die nicht gibt, habe ich aufgerundet.

Wertung:


Einen Trailer gibt es auch noch, den ich Euch gern zeigen möchte:


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