Mittwoch, 8. August 2012

[Rezension] Tilman Weysser - Verlust & Erfüllung

Ein Bild vom Alten Gringo

lulu Verlag
ISBN: 9781471752421
398 Seiten - Taschenbuch - 16,90 Euro
Erschienen 22.06.12
Altersempfehlung: Erwachsene

Kindle-Version: KLICK - 2,99 Euro

Der Autor:
Leider konnte ich nichts über den Autor herausfinden.
Webseite des Autors: KLICK 








Mein herzlicher Dank geht an den Autor, der mir dieses Buch überlassen hat!

Inhalt (laut Autor selbst):

Ungeöffnete Briefe in einem alten Koffer - ein unspektakulärer Zufallsfund auf einem staubigen Speicher. Aber wer ist die Adressatin Anna, die Georgs Post nie erhalten hat, wessen Intrige hat sie vor Jahrzehnten getrennt, warum ging Anna nach Argentinien, mit wem, und was hat Georg zurück in den Krieg geführt?
    Während Eva, die Urenkelin des Industriellen Wilhelm Bornwart, sich auf die Suche nach Antworten macht, steigt in New York jemand ins Flugzeug, der seit sehr langer Zeit auf der Suche nach einem ganz bestimmten alten Koffer ist.

Meine Meinung:
Der Inhalt klang für mich nach Abenteuer, nach Spannung, nach Rätsel und nach Liebe. Aus diesem Grunde nahm ich das ebook des Autors sehr gerne an und freute mich darauf. Jedoch musste ich sehr schnell feststellen, dass man in eine Inhaltsangabe sehr viel hinein interpretieren kann, was ich wohl getan hatte. Schwebten mir romantische Erinnerungen aus verstaubten Briefen vor, die ihre Leser in der Gegenwart berührten, so wurde ich hier schnell eines Besseren belehrt.

Das Buch spielt hauptsächlich in zwei Zeiten. Einmal die Gegenwart, die hier 1985 darstellt und einmal der Zeitpunkt, an dem die Briefe erstellt wurden, so ungefähr 1944. Es gab noch einige kurze Ausflüge in andere Zeiten, die hier aber gut außer Acht gelassen werden können.

Ich weiß nicht, welche der beiden Zeiten mir unsymphatischer war. Während sich 1944 eigentlich alles nur um Intrigen, Macht, Judenverfolgung und Unterdrückung dreht - wie z.B. dass eine junge Frau zu einem Mann gezwungen wird, damit nicht ihre Mutter zwangsabgeholt wird, dreht sich im Jahre 1985 alles um eine Gruppe junger Erwachsener, die ein Haus ausräumen sollen und dabei die Briefe aus der alten Zeit finden. Diese Gruppe junger Erwachsener stellt sich zusammen aus lauter Menschen, die mir persönlich alle unsymphatisch waren. Ein Mädel, das nur Sex im Kopf hat und damit ihre Freiheit demonstrieren will. Ein Typ der scheinbar nur Testosteron gesteuert ist. Eine hmmm Öko-Trulla, die selbst nicht so genau weiß, was sie will und noch zwei weitere Charaktäre die ebenfalls nicht mit Symphatie beladen waren.

Das Buch verliert sich meiner Meinung nach in sehr langen, unwichtigen Unterhaltungen zwischen den Protagonisten, wo wir uns am Ende immer fragen, ob man das nicht auch hätte mit zwei Sätzen sagen können. Zwei von ihnen machen sich dann zunächst auf die Suche nach Beteiligten der damaligen Briefe. Währenddessen erlebt man immer wieder die Wirren des Krieges, die eigentlich auch nichts weiter machen, als das Buch ohne großen Inhalt in die Länge zu ziehen.

Ich denke, es gibt bestimmt genug Leute, die von diesem Buch, seinem ernsten Hintergrund und vielleicht sogar von den Dialogen begeistert sind. Für mich war es definitiv nichts. Ich finde, und das betone ich immer wieder: Unsere Realität ist hart und anstrengend genug. Ich möchte beim Lesen Unterhaltung. Ich möchte Schönes erleben, wundersames und etwas, was das Herz erfreut. Nennt mich oberflächlich in dieser Beziehung, das mag sein, aber so ist es nun einmal.

Fazit:
Definitiv nicht mein Buch. Zu langatmig, zu inhaltslose Handlung, zu lange Dialoge. Und ein viel zu langer Aufenthalt in den Wirren des zweiten Weltkrieges.

Meine Wertung:



Kommentare:

  1. Na da bin ich ja mal sehr gespannt. Das Buch liegt auch noch in meinem SuB.

    LG Beate

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  2. Liebe Fabella, vielen Dank für Deine Rezension. Vielleicht "kriege" ich Dich mit meinem nächsten Buch. Viele Grüße, TW

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