Sonntag, 29. Juli 2012

Rezensionsanfragen

Liebe Indie-Autoren,

ich möchte Euch heute um etwas bitten. Ich spreche jetzt nur in meinem Namen, könnte mir aber vorstellen, dass es nicht nur mir so geht. 


Es geht um Rezensionsanfragen von Autoren an mich.

Ich freue mich wirklich sehr über Anfragen und fühle mich auch geehrt, wenn jemandem meine Rezensionen so gut gefallen, dass er mich fragt, ob ich sein Buch lesen möchte.

Aber: Ich lese Bücher als Hobby. Ich habe einen Beruf und auch viele andere Verpflichtungen (Haushalt, Tiere etc, wie die meisten Leute). Es ist leider nicht so, dass ich von morgens bis Abends lesen und rezensieren kann, auch wenn ich es gerne würde. Aber es ist nunmal "nur" ein Hobby.

Insofern, ich freue mich sehr über Anfragen!

Aber: Ich habe diese Woche schon etliche ebooks einfach ungefragt direkt geschickt bekommen und das bringt mich in Zugzwang. Eigentlich möchte ich dann das Lesen gar nicht mehr ablehnen, da ich die Bücher ja schon bekommen habe, aber nicht alle Bücher liegen mir. Und ich habe nicht die Zeit, so viele Bücher auf einmal zu lesen - zumal ich zwischendurch gern auch noch andere lesen möchte. Und mal ehrlich, 12  Bücher die Woche, das schafft kein Mensch, egal wie gern er es würde, neben Beruf und Pflichten.

Daher meine große Bitte - und ich denke, da spreche ich nicht nur für mich: Fragt uns doch bitte erst, bevor Ihr schickt. Das wäre wirklich großartig. 

Herzlichen Dank sagt Fabella von BuchZeiten

Kommentare:

  1. Hm, ich finde, du machst dir viel zu viel Stress. ;)

    Wenn dir jemand ungefragt ein E-Book zuschickt, kann er/sie doch nicht erwarten, dass du dein Leben auf dieses Werk fixierst. ^^

    Ich glaube, du solltest dich von der belastenden Vorstellung abwenden, zeitnahe Rezensionen schreiben zu müssen, auch bei Büchern, die du angefragt hast.

    Und im allerschlimmsten Fall schreibt man eine kurze Mail, dass es es mit der Rezension nicht klappt, bzw. noch drei Monate dauern wird.

    Ich meine, was sollen sie machen? Dir den Kopf abreißen?^^

    Wichtig ist, dass du dich nicht abhängig von den Anfragen fühlst (die auch nach diesem Post bestimmt vereinzelt kommen werden), sondern du eigenverantwortlich und selbstbewusst mit dem Thema umgehst.

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  2. Ich sehe das etwas anders als Egoliquida. Bei angefragten Rezensionsexemplaren sollte man schon zeitnah eine Rezension schreiben. Alles andere finde ich unfair. Schließlich hat man es selber in der Hand wieviel Streß man sich macht, wenn man Bücher anfragt. Wenn man nicht hinterher kommt, dann darf man halt keine anfragen.

    Bei ungefragt zugeschickten Büchern würde ich mir an deiner Stelle aber auch keinen Streß machen. Ich würde wohl eine E-Mail zurückschicken, mich für das ebook bedanken, aber ehrlich sagen, dass ich entweder das Buch nicht lesen werde, da es mir nicht zusagt oder eben, dass es mit der Rezension aber unter Umständen auch lange dauern kann. Da kann ja keiner was gegen sagen, wenn er einfach ungefragt ein Buch schickt.

    LG
    Yvonne

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    1. Hm, aber man kann sein Leben nun mal nicht 100% planen. Es kann immer was schlimmes dazwischenkommen, oder was auch immer. Klar, man sollte Rezensionsbücher zuerst vor anderen lesen, aber das sagt ja immer noch nicht aus, ob man das in der jeweiligen Lebenssituation schafft, da die ja auch ganz anders sein kann, als bei der Anfrage.

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    2. Ich hatte es vor einiger Zeit, das ich mich einfach nicht fähig gefühlt habe, IRGENDETWAS zu posten. Das tut mir für die Verlage, deren Reziexemplare noch bei mir lagen, wirklich leid, aber manche Dinge haben einfach priorität..

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  3. Danke für Eure Antworten, das hat mich sehr gefreut.

    Es ist inzwischen so, dass ich kaum noch selber Bücher anforder, weil ich schon so viele andere bekomme. Aber: wenn ich eins anforder, dann auch nur, wenn die Zeit zum Lesen da ist. Und diese Bücher ziehe ich ungefragt zugesandten immer vor.

    Mein gekaufter SUB darf gern liegen bleiben für Rezensionsexemplare. Aber: was ich annehme, das will ich auch zeitnah rezensieren, alles andere fände ich auch unfair.

    Aber, und da habt Ihr Recht. Eigentlich kann keiner erwarten, dass ich was mache, um das ich nicht gefragt wurde .. aber irgendwie .. ich glaube, bin ich zu gutherzig. Und das meiste klingt auch alles sooo schön :)

    Mir ging es mit diesem Beitrag auch wesentlich nur darum, dass man mich fragt und nicht einfach zuschickt. Denn dann ists wirklich meine Entscheidung ob ich lese oder nicht.

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  4. Hey,

    ich sehe das auch so, wenn ich etwas ungefragt zugeschickt bekomme ist bei mir kein Zwang dahinter das zu lesen und zu rezensieren.
    Allerdings nehmen in letzter Zeit die Anfragen wirklich zu. Ich sage zum Teil ab und bei Zusagen schreibe ich auch gleich das eine Rezension länger dauern kann bis sie online geht.

    Denn es ist so wie du sagst, das lesen und bloggen ist nur ein Hobby.

    Also versuch dich selbst nicht zu stressen und geniesse dein Hobby.

    LG Alice

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    1. Danke Dir Alice, das ist wohl eine sehr gesunde Einstellung .. ich arbeite dran :)

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  5. Hallo,

    ich habe auch schon mehrfach einfach Ebooks zugesendet bekommen. Manchmal waren es auch einfach nur Word-Dateien und wenn man diese geöffnet hat, blinkte erst mal die Rechtschreibkorrektur auf, weil es zudem völlig unkorrigiert war. Dazu gabs dann noch den Kommentar, Verbesserungsvorschläge wären gerne gesehen. Sowas lehne ich ab, ich bin Leserin und keine Lektorin. Wenn es sich schon um ein richtiges Ebook handelt, dann schaue ich schon, ob es etwas für mich sein könnte. Meistens ist es jedoch so, dass mir der Inhalt der Geschichte nicht zusagt, weswegen ich dann auch ablehne. Hier fände ich es sehr wünschenswert, wenn die Autoren sich meinen Blog mal anschauen würden. Dadurch bekämen sie nämlich einen ersten Eindruck, ob ihr Werk auch zu meinen Lesevorlieben passt.

    Ich habe absolut kein schlechtes Gewissen dabei, solche Anfragen / Aufforderungen abzulehnen. Denn ich mag nur lesen, was mir zusagt. Darauf ein Buch zu lesen, welches mir nicht zusagt, habe ich keine Lust, denn dafür ist mir die Zeit zu schade. Und da finde ich es dann auch fairer, ehrlich abzusagen. Denn wenn ich etwas "aufgezwungenes" lese, was mir von vornherein thematisch nicht zusagt, würde sich das sicherlich auch in meiner Meinung wiederspiegeln. Und damit wäre dem Autor ja auch nicht geholfen.

    Wobei es natürlich auch anders geht. Erst vor einigen Tagen erhielt ich das aktuelle Werk eines Autoren, welchen ich gerne lese. Er hat es mir einfach so geschickt und klar dazu geschrieben, dass ich es nur lesen / rezensieren soll wenn ich mag. Das finde ich dann okay.

    LG
    Jai

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    1. Ja ich denke, Du hast da genau die richtige Einstellung ... ich hoffe, ich kann sie mir so aneignen, denn eigentlich würde sie meine eigene Widerspiegeln, hätte ich nicht immer so viel "Mitleid"...

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  6. Huhu,
    deinen Beitrag kann ich komplett unterschreiben, mit dem gleichen "Problem" kämpfe ich momentan auch. Nahezu täglich flattern ungefragt Ebooks in die Mailbox und ich hab immer das Gefühl, zumindest reinschauen bin ich den Autoren "schuldig" (was natürlich Quatsch ist, aber mein Gefühl sagt halt was anderes).

    Und wenn ich ehrlich bin, der Eintrag in dem Rezensionsratgeber wird daran zum Großteil Schuld sein. Die Autoren kaufen sich diesen und gehen mit der Erwartung daran, jeder, der eingetragen ist, stürzt sich gleich voller Freude auf das zugesandte Ebook (ob es nun zum Lesegeschmack passt oder nicht). Sie zahlen halt für unsere Kontaktdaten und versprechen sich davon etwas. Und ich kann so schlecht nein sagen, das wird mir auch gerade zum Verhängnis ;-)

    Aber wie du schon richtig schreibst, es ist nur ein Hobby und das sollte man auch so respektieren. Es hat auch niemand was davon, wenn wir uns durch die Ebooks hetzen, nur um den riesigen Stapel zeitnah abzubauen.

    LG

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    1. Oh "schön" .. da geht es noch jemandem so wie mir. Gut, dass ich scheinbar nicht allein bin. Auch nicht mit dem Gefühl, etwas schuldig zu sein, schließlich hat man sich ja eintragen lassen. Nein, je mehr ich hetze, desto weniger Lust bereitet mir das Lesen und entsprechend oberflächlicher würden die Rezensionen wohl ausfallen. Trotz allem steh ich immer noch hinter der Idee mit dem Ratgeber, es war eine tolle. Jetzt müssen Autoren und Blogs nur noch lernen, vernünftig miteinander umzugehen, glaube ich ...

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    2. "Jetzt müssen Autoren und Blogs nur noch lernen, vernünftig miteinander umzugehen, glaube ich ..." darin sehe ich auch das große Problem momentan...
      Der Ratgeber ist neu, als Autor möchte man es einfach mal ausprobieren und hat vermutlich keine Vorstellung, wie viele der Kollegen bereits die gleiche Idee hatten ;-)
      Das wird sich vermutlich aber auch einpendeln mit der Zeit (hoffe ich).
      Die meisten Anfragen waren bisher wirklich sehr nett, da gibt es zum Glück nichts zu meckern.

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  7. Mir geht es ähnlich und ich habe einen Text dazu verfasst, der jedoch noch nicht online gegangen ist. Aber: Ich glaube ehrlich gesagt nicht (mehr), dass den Autoren die Rezensionen des jeweiligen Buchbloggers so gut gefallen, dass sie unbedingt ebenfalls eine für sich wollen. Blogs werden einfach als kostenlose Werbetafel benutzt, darum sieht man oft auch überall die gleichen E-Books (das machen Großverlage ja auch nicht anders). Es spielt auch kaum eine Rolle, ob die Geschichte gefallen/nicht gefallen hat, solange das Buch in irgendeiner Art und Weise genannt wird (meist ja schon in einem "Neuzugänge"-Post).
    Darum finde ich es mehr als dreist, E-Books ungefragt zu erhalten. Bei vorherigen Anfragen kann man sich ja selbst überlegen, ob das Buch ansprechend ist und man genug Zeit aufbringen kann. Doch selbst bei diesen Anfragen bin ich oft schon missgestimmt, weil es Massenwerbeposts sind, bei denen noch nicht einmal ein individueller Name eingesetzt worden ist, sondern lediglich ein "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Liebe Buchblogger".
    Darum bin ich jetzt schon soweit, dass ich überlege, überhaupt keine Indieautoren mehr zu lesen und zu besprechen.

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    1. Harte, aber sehr ehrliche Worte. Das gefällt mir. Auf die Anreden hab ich jetzt nicht immer geachtet, werde aber mal ein Auge drauf halten. Ja bei manchen weiss ich, sie schreiben eine ganze Liste an. Es scheint schwer zu sein, Leser zu finden, gerade das macht mich immer wieder weich :-)
      Nein, ganz ausschließen mag ich sie nicht, dafür sind viel zu viele wahre Schätze unter ihnen .... aber ich denke, die Auswahl treffen wird bestimmt einfacher, dank Eurer aufrichtigen Worte, die mich unterstützen in meinem Denken.

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  8. Wow, ich bin ganz erstaunt und begeistert über Eure Resonanz. Vieles von dem, was ich hier lesen konnte, bekräftigt mich, nicht alles annehmen zu müssen. Dafür danke ich Euch.

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  9. Liebe Fabella,

    ich (als Autorin) habe mich ohnehin schon länger gefragt, wie die Buchblogger es bei der Vielzahl der Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt überhaupt schaffen, alles zu lesen, was sie interessiert. Und wenn ich den SuB mancher sehe, wird mir ganz schwindelig...

    Ich finde es trotzdem äußerst unfair, einfach eine E-Book Datei zu verschicken, ohne vorher Kontakt zum Empfänger aufgenommen zu haben. Und ich glaube, du hast jedes Recht, solche Werke nur dann zu lesen, wenn sie dich wirklich interessieren.

    Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich über jede Rezension zu meinem Buch freue. Wer wie ich bei einem Verlag untergekommen ist, der die Werbung in Autorenhand belässt, ist nicht zuletzt auch auf die Blogger angewiesen, um sich von der Flut der Veröffentlichungen abzuheben.

    Stellvertretend (für alle Autoren) gilt dir und allen anderen Bloggern mein Dankeschön für eure Unterstützung.

    Anja Ollmert

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    1. Liebe Anja,
      vielen Dank für Deine ausführliche Antwort - gerade aus Autorensicht.

      Ich werde wohl leider nie schaffen, alles zu lesen, was ich gerne würde. Aber so ist das nun einmal. Umso sorgfältiger versuche ich Bücher auszuwählen, die mir "liegen". Denn in diese Bücher kann ich mich fallen lassen und verschlinge sie.

      Gerade bei den ungefragten waren teilweise Werke dabei, die einfach nicht mein Interesse treffen. Ich finde es aus Blogger-Sicht zwar unglaublich toll, so viele Bücher zu bekommen, es ist ja irgendwo auch eine Ehre. Aber ich denke, auch ein Autor sollte ein Auge darauf haben, ob der betrefende Blog überhaupt etwas mit seinem Buch anfangen kann. Denn ein Buch, dessen Genre mich gar nicht anspricht, wird mir in der Regel auch nie so gut gefallen und schon fällt eine Rezension schlechter aus, als es vielleicht bei einem Freund dieses Genres wäre. Auch wenn das vielleicht nicht fair ist. Daher kann es einem Autor ja eigentlich nur zuträglich sein, gut auszuwählen.

      Witzig ist auch oft, dass gerade Bücher, die mich total reizen würden, mir gar nicht angeboten werden. Aber so ist nunmal das Schicksal.

      Somit kann ich aus Bloggersicht auch nur zurückgeben: Danke an Euch (verantwortungsbewußte) Autoren, die ihre Werke uns Bloggern geben, ohne etwas dafür zu verlangen. Ich finde, das ist auch nicht selbstverständlich und ich freue mich jedesmal wieder wie ein kleines Kind, wenn ein Autor von meinen Rezis so begeistert ist, dass er mir sein Werk geben mag. Aber man liest aus einer Mail sehr schnell heraus, ob es dem Autor wirklich um einen selbst ging, oder ob es eine Rundmail ist ;-) ...

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    2. Liebe Fabella,
      wenn man so miteinander interagieren würde, wäre sicherlich Bloggern und Autoren geholfen. Und wenn dein SuB mal kleiner wird und dich "Aoife" interessiert, dann würde ich mich darüber sehr freuen.
      Ich hab es übrigens in der vergangenen Woche mit einer etwas anderen Wanderbuch-Aktion versucht. Vier Blogger haben mein Buch erhalten, vorne im Einband befindet sich eine kleine Liste, in die die Blogger sich eintragen können.
      Mit je drei weiteren frankierten Umschlägen darf nun jeder Blogger entscheiden, an welchen befreundeten Blog er mein Buch weiterreicht. Der letzte darf das Buch dann behalten.
      Und wenn jemand es selbst gar nicht lesen möchte (ich denke, die Blogger kennen untereinander ihre Interessengebiete) dann sendet er das Buch einfach weiter. Für mich ist das viel spannender, als wenn ich schon zu Beginn wüsste, bei wem das Buch landet.
      Mal schauen, ob das so klappt, wie ich mir das vorgestellt habe...

      LG und viel Zeit zum Lesen :-)
      Anja

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