Sonntag, 29. Januar 2012

[Rezension] Lisa McMann - Wake

Boje
ISBN: 9783414822338
221 Seiten - gebundene Ausgabe - 15,95 Euro

Die Autorin:
Lisa McMann wollte seit der vierten Klasse Schriftstellerin werden. Mit ihrem ersten Roman "Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast", schaffte sie es direkt auf die New York Times Bestseller-Liste. Lisa McMann lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Arizona.

Inhalt:
Nur einmal versucht Janie wie ein normaler Teenager eine Pyjama Party mitzuerleben. Doch wie bereits vorher befürchtet, geht es schief. Denn Janie wird unweigerlich in die Träume der um sie herum Schlafenden gezogen. Durchleidet dort ihre Ängste, ihre Alpträume. Als stummer Zuschauer, der nicht eingreifen kann. Sie erfährt so viel mehr von ihren Mitmenschen, als sie überhaupt wissen möchte. Und oft weiß sie auch nicht, ist es ein Alptraum oder wird dort erlebte Realtität wieder und wieder verarbeitet. Doch dann geschieht es immer öfter, daß in der Schule Mitschüler während des Unterrichts einschlafen. Und Janie muß sie unweigerlich begleiten. Wird blind, tritt weg. Und das ist nicht selten gefährlich für sie. Doch dann gerät sie in einen Alptraum, der alles bisher erlebte übertrifft. Und auf einmal ist sie nicht mehr nur Zuschauerin, sondern mittendrin.

Meine Meinung:
Ein sehr ungewöhnliches Buch, wie ich finde. Eine tolle interessante Geschichte. Wundervolle Fantasie - ob nun erschreckend oder nicht. Es würde einen doch manchmal schon reizen, in die Träume der Mitmenschen sehen zu können. Wenn nur die Begleitumstände etwas netter wären.

Was mir jedoch schwer fiel, war der ungewöhnliche Schreibstil des Buches. Sehr kurze Kapitel, immer mit Daten und Uhrzeiten, manchmal nur einen Satz lang, manchmal mehrere Seiten lang. Ähnlich einem Tagebuch. Jedoch nicht aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur Janie geschrieben. Sondern mehr als Beobachter der Beobachterin. Und das machte es mir anfangs schwer, dem Buch flüssig zu folgen. Zumal die Autorin auch noch ein bißchen in der Zeit vor und zurück und wieder vor springt, um dem Leser näher zu bringen, wie alles begann.

Doch wenn man sich auf diesen Stil mal eingelassen hat - der trotz der oft recht kurzen Kapitel irgendwie schon mitreissend ist - dann erlebt man eine wirklich ungewöhnliche Geschichte. Mit Spannung, mit Freundschaft, Vertrauen, Mißtrauen und Liebe. Ich mochte die Hauptcharaktäre eigentlich recht schnell sehr gern. Janie ist zwar auf der einen Seite zu bedauern, denn oft fehlt ihr selbst der Schlaf, weil sie sich mit anderer Leute Träume herumplagen muß, doch sie selbst jammert eigentlich zu keinem Zeitpunkt darüber. Verfällt kein bißchen in Selbstmitleid. Und das hat mir sehr gut gefallen. Ebenso gut gefällt mir Carl, der nach und nach eine immer wichtigere Rolle spielt.

Ein bißchen verwundert haben mich die Elternhäuser der Beiden. Dieses Desinteresse und mehr. Doch ich habe das einfach mal so als gegeben hingenommen, schließlich enthält die ganze Geschichte ja sehr viel Fantasie.

Fazit: 
Eine ungewöhnliche Idee, ein ungewöhnlicher Schreibstil. Und dennoch ein Buch, das es verstanden hat, mich zu packen. Ich freue mich schon darauf, den Folgeband Dream zu lesen! Ich kann es Euch nur empfehlen!

Meine Wertung:





Gibts inzwischen auch als Taschenbuch und ebook!

1 Kommentar:

  1. Tolle Rezension, das freut mich.
    Sehr schön geschrieben. :)

    LG
    Lilly

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